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title: "HIMARS FLEX: Lockheed Martin verwandelt das Mehrfachraketenwerfersystem in ein vielseitiges Luftabwehrsystem"
description: "Lockheed Martin hat den HIMARS FLEX vorgestellt: Das System verfügt nun über eine doppelte Munitionsladung und die Fähigkeit, ballistische Raketen vom Typ „Iskander“ und „Kinzhal“ abzufangen 🚀🛡️. Ein Fahrzeug kann nun 12 GMLRS-Raketen oder 8 Flugabwehrmunitionen vom Typ PAC-3 tragen. 🇺🇸🇪🇺"
date: 2026-06-18T13:38:00.000Z
lang: de
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# HIMARS FLEX: Lockheed Martin verwandelt das Mehrfachraketenwerfersystem in ein vielseitiges Luftabwehrsystem

![Start einer Rakete aus dem HIMARS-System, das seine Transformation in ein vielseitiges Luftabwehrsystem von Lockheed Martin zeigt](https://xab.info/media/2026/06/18/himars-flex-lockheed-martin-pvo/himars-flex-lockheed-martin-pvo-1.webp)

Der US-amerikanische Rüstungsgigant Lockheed Martin hat ein revolutionäres Update für eines der bekanntesten Raketenwaffensysteme der Gegenwart vorgestellt. Die modernisierte Version von HIMARS, die den Index FLEX trägt, verfügt nun über eine doppelte Feuerkraft und eine grundlegend neue Funktion: die Abfangung von Luftzielen. Dies meldet RBC-Ukraine unter Berufung auf die Pressestelle des Unternehmens.

### Doppelter Schlag: von Bodenzielen zum Himmel

Der entscheidende Unterschied der neuen Version liegt in der veränderten Konfiguration des Kampfabteils. Während die klassische Installation auf dem M1140-Fahrgestell nur einen Munitionskontainer trägt, kann der HIMARS FLEX gleichzeitig zwei transportieren. Diese technische Lösung ermöglicht das Laden von bis zu 12 gelenkten GMLRS-Raketen. In puncto Feuerkraft pro Salve entspricht das neue Radfahrzeug nun faktisch der schwereren und sperrigeren Kettenplattform M270.

Das wichtigste Novum geht jedoch über eine bloße Erhöhung der Munitionsmenge hinaus. Die Ingenieure haben die Möglichkeit zur Abschuss völlig neuer Waffentypen integriert. Das System kann nun hochpräzise Flugabwehr- und Abfangraketen einsetzen, insbesondere PAC-3-Raketen, die traditionell in Flugabwehrraketensystemen vom Typ Patriot verwendet werden.

### Abwehr von „Iskander“ und „Kinzhal“

Die Fähigkeit des HIMARS FLEX, Luftziele abzufangen, verändert seine taktische Bestimmung. Das System wandelt sich von einem rein offensiven Mittel zu einem vollwertigen Luftabwehrsystem. Laut den Entwicklern ist die modernisierte Anlage in der Lage, ballistische Raketen vom Typ „Iskander“ und aeroballistische Raketen vom Typ „Kinzhal“ abzuschießen.

Die Entwickler bieten zwei Hauptvarianten der Kampfausrüstung je nach aktueller Aufgabe an:

    - 12 GMLRS-Raketen für Angriffe auf Bodenziele und die feindliche Truppenstärke.

    - 8 Flugabwehrraketen zur Bekämpfung von Luftbedrohungen und zum Abfangen ballistischer Ziele.

„Die Fähigkeit des HIMARS FLEX, Feuer zu eröffnen und sich schnell zu verlagern, kombiniert mit einer erhöhten Munitionsladung, schneller Nachladung und der Möglichkeit zur autonomen Arbeit, gewährleistet eine verteilte und widerstandsfähige Feuerunterstützung in Konfrontationssituationen“, so Lockheed Martin. Das Unternehmen betont, dass eine solche Mobilität das Zielen des Gegners erschwert und die abschreckende Wirkung verstärkt.

### Autonomie und Netzintegration

Ein wichtiger Aspekt der Modernisierung ist die Datenverarbeitung. Der HIMARS FLEX kann an integrierte Feuerleitnetze angeschlossen werden. Dank des speziellen IBCS-Systems (Integrated Battle Command System) erhält das Fahrzeug Lenkdaten für Raketen von beliebigen anderen Radargeräten oder Stationen. Dies ist ein entscheidender Vorteil: Für den Betrieb im Luftabwehrmodus ist die Anlage nicht mehr an eine Basis-Radarstation des Typs Patriot gebunden, was ihre Überlebensfähigkeit und Flexibilität auf dem Schlachtfeld erhöht.

### Geopolitischer Kontext und neue Verträge

Die Vorstellung des neuen Systems fiel mit einer Reihe wichtiger Ereignisse im Bereich der internationalen Militärhilfe zusammen. Der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius kündigte eine zusätzliche Zusage von 400 Millionen Dollar für die Ukraine an. Diese Mittel sollen zur Stärkung der Luftabwehrsysteme sowie zum Kauf von Munition und Raketen für Patriot-Systeme verwendet werden.

Gleichzeitig werden in Washington Fragen zur Lokalisierung der Waffenproduktion diskutiert. Der US-Präsident Donald Trump plant, sich an die amerikanischen Rüstungsproduzenten zu wenden, um den Lizenzbau von Ausrüstung direkt auf dem Territorium der EU-Länder und der Ukraine zu ermöglichen. Dies könnte der nächste Schritt zur Skalierung der Lieferungen und zur Schaffung einer widerstandsfähigen logistischen Kette für Systeme wie den HIMARS FLEX sein.