In der Ukraine haben aufgrund extremer Hitze Notstromausfälle begonnen. Dies meldet RBC-Ukraine unter Berufung auf Aussagen der regionalen Energieversorger und lokaler Behörden.
Notfallpläne für Stromabschaltungen gelten bereits in mehreren Regionen des Landes. Das Oblenergo von Chmelnyzkyj bestätigte, dass extreme Wetterbedingungen die Ursache seien: „In bestimmten Stadtteilen und Gebieten der Region kam es zu Notstromausfällen“.
Ein ähnliches Bild zeigt sich in der Region Riwne. Der Leiter der regionalen Militärverwaltung, Alexander Kowal, erklärte, dass die anomale Hitze zu einer Überlastung des Energiesystems geführt habe. Nach seinen Angaben arbeiten die Energieversorger in verstärktem Modus und reagieren operativ auf die aufgetretenen Probleme.
Kritische Netzbelastung
Die Energieversorger schlagen bereits Alarm und warnen vor einer kritischen Belastung des Systems. Zuvor hatte RBC-Ukraine berichtet, dass das Unternehmen Yasno angab: Jeder weitere drei Grad in Kiew führen zu einem Verbrauchsanstieg von 100 MW.
Der Vorstandsvorsitzende von „Ukrenergo“, Witalij Sajtschenko, hatte zuvor Abschaltungen von bis zu fünf Stunden im Sommer nicht ausgeschlossen. Er präzisierte jedoch, dass eine solche Situation nur bei einem Zusammentreffen zweier Faktoren möglich sei: massiven Artillerieangriffen und Lufttemperaturen über plus 30 Grad.
Prognosepläne
Bereits am 30. Juni veröffentlichten mehrere regionale Energieversorger Prognosepläne für Abschaltungen in den Regionen Chmelnyzkyj, Nikolajew, Saporischschja, Kiew und anderen. Es handelt sich dabei hauptsächlich um Abschaltungen für Haushaltskunden mit einer Dauer von etwa einer Stunde.