Anhaltende Sommerhitze und die auszehrende Sonne stellen für Gärtner eine echte Herausforderung dar. Wenn die Lufttemperatur +30 Grad übersteigt, leiden die meisten landwirtschaftlichen Kulturen unter starkem Stress. Wie Sie den gesamten Ernteertrag nicht verlieren und das Gemüse schützen können, erfahren Sie in diesem Artikel.

Künstlicher Schatten als Rettung

Der effektivste Weg, Pflanzen vor direkter ultravioletter Strahlung zu schützen, besteht darin, künstlichen Schatten für sie zu schaffen. Dies ermöglicht es, die Temperatur auf der Blattoberfläche um 5–8 Grad zu senken, was für die Vermeidung von Hitzeschocks von entscheidender Bedeutung ist.

Eine spezielle Schattierung mit einem Verdunkelungsgrad von 45–60 % ist die beste Lösung für Tomaten, Paprika und Auberginen. Sie streut das aggressive Sonnenlicht, lässt aber genügend Licht für die Photosynthese durch. Leichtes Material (mit einer Dichte von 17–30 g/m²) kann auf Bögen gespannt oder einfach über hochwüchsige Pflanzen gelegt werden. Es reflektiert die Sonnenstrahlen hervorragend und belastet die Pflanzen nicht.

Wenn keine speziellen Materialien vorhanden sind, verwenden Sie alte Tüllvorhänge, Laken oder Äste von Bäumen mit dichtem Laub. Das Wichtigste ist, diffuses Licht zu gewährleisten und die Temperatur zu senken.

Mulchen: Der Thermoskanne für den Boden

Unter direkter Sonneneinstrahlung kann sich die oberste Bodenschicht auf +50 Grad erwärmen, wodurch die Wurzeln der Pflanzen buchstäblich „gekocht“ werden und die Feuchtigkeit innerhalb weniger Stunden verdunstet. Das Abdecken des Bodens mit Mulch löst dieses Problem.

Bedecken Sie die Zwischenräume und den Boden um die Büsche herum mit einer Schicht von 5–10 Zentimetern. Dafür eignen sich hervorragend:

  • Stroh
  • Trockenes Gras
  • Hobelspäne
  • Rinde
  • Laubhumus

Mulch wirkt wie eine Thermoskanne: Er verhindert, dass sich der Boden tagsüber überhitzt, bewahrt die Feuchtigkeit nach der Bewässerung und hemmt das Wachstum von Unkraut.

Regeln für die Bewässerung bei Hitze

An heißen Tagen können Fehler bei der Bewässerung die Pflanzen vollständig vernichten. Der Boden sollte ausschließlich in der Morgendämmerung (vor 7:00–8:00 Uhr) oder spät am Abend bewässert werden, wenn die Sonne bereits untergegangen ist. Die abendliche Bewässerung ist besser, da die Pflanzen über Nacht Zeit haben, sich vollständig mit Feuchtigkeit zu sättigen.

Bewässern Sie die Pflanzen streng an der Wurzel. Wassertropfen auf den Blättern unter direkter Sonneneinstrahlung wirken wie kleine Linsen und verursachen schwere Verbrennungen.

Es ist besser, seltener, aber reichlich zu gießen (in einer Tiefe von 20–30 cm), als täglich nur die oberste Schicht zu befeuchten. Dies stimuliert die Entwicklung eines tiefen Wurzelsystems und erhöht die Trockenheitsresistenz der Pflanzen.

Widersprüchliche Daten

Einige Quellen empfehlen eine morgendliche Bewässerung, damit die Pflanzen die Feuchtigkeit während des Tages nutzen können, andere eine abendliche, um Verdunstung zu vermeiden. Beide Standpunkte haben ihr Recht, aber bei extremer Hitze ist die abendliche Bewässerung vorzuziehen, da sie den Feuchtigkeitsverlust minimiert und das Verbrennungsrisiko senkt.

Was tun, wenn die Hitze bereits eingesetzt hat?

Wenn die Pflanzen bereits unter der Hitze gelitten haben, sollten Sie nicht in Panik geraten. Hier ist, was Sie tun können:

  • Entfernen Sie beschädigte Blätter und Früchte, damit die Pflanze keine Energie dafür aufwenden muss.
  • Erhöhen Sie die Bewässerungshäufigkeit, aber überfeuchten Sie den Boden nicht.
  • Verwenden Sie Wachstumsstimulanzien und Anti-Stress-Präparate.
  • Schaffen Sie eine vorübergehende Beschattung aus verfügbaren Materialien.

Die Einhaltung dieser Empfehlungen hilft, die Ernte auch an den heißesten Tagen zu erhalten. Denken Sie daran, dass Prävention immer besser ist als Behandlung, daher beginnen Sie die Vorbereitung auf die Hitze frühzeitig.