Westeuropa wird in den kommenden Tagen extremer Hitze ausgesetzt sein. Laut den neuesten Vorhersagen der Meteorologen könnte die Lufttemperatur in einigen Regionen auf kritische Werte von 45 Grad Celsius steigen. Eine starke Hitzewelle wird bereits Ende dieser Woche an Intensität zunehmen und sowohl die Bevölkerung als auch die Infrastruktur des Kontinents stark belasten.
Karten des Temperaturrekords
Der Brennpunkt der Anomalie werden die südlichen Regionen der Iberischen Halbinsel und Frankreichs sein. Von Montag bis Mittwoch erwarten die Meteorologen, dass die Thermometer in Spanien, Portugal und Frankreich Werte zwischen 43 und 45 Grad anzeigen werden. Der Höhepunkt der Hitze wird in der spanischen Region Andalusien erwartet, wo die Werte nahe an historische Juni-Maxima heranreichen könnten.
Eine erhebliche Überschreitung der Klimanorm wird auch in den Hauptstädten erwartet. In Madrid und Paris wird die Temperatur auf etwa 40 Grad steigen. In Rom, Wien und Budapest werden die Quecksilbersäulen die Marke von 35 Grad überschreiten. Selbst die südlichen Regionen Großbritanniens, einschließlich London, werden von der Hitze betroffen sein.
Der Mechanismus der „Hitzekuppel“
Als Ursache für diesen plötzlichen Temperatursprung bezeichnen Experten das Phänomen der „Hitzekuppel“. Es entsteht durch eine mächtige Hochdruckzone, die wie ein Deckel die heiße Luft über weiten Gebieten festhält. Infolgedessen reichert sich die Wärme an, die Bewölkung lichtet sich und die Temperaturen steigen über mehrere Tage oder sogar Wochen weiter an.
An manchen Orten wird die Temperatur etwa 20 Grad über dem saisonalen Durchschnitt liegen. Meteorologische Modelle zeigen, dass einzelne Gebiete in Spanien und Frankreich an die höchsten jemals im Juni gemessenen Temperaturen heranreichen könnten.
Dauer und Folgen
Laut vorläufigen Schätzungen könnte die Hitzewelle im Mittelmeerraum bis Ende Juni anhalten und in einigen Gebieten sogar noch länger dauern. Experten stellen fest, dass sich die endgültigen Werte noch verfeinern könnten, doch die Prognose deutet bereits jetzt auf eine sehr starke Hitzewelle im westlichen Teil des Kontinents hin.
Diese Anomalie fügt sich in das Gesamtbild des Klimawandels ein. Zuvor wurde berichtet, dass der Sommer 2026 in Europa nicht nur von extremer Hitze, sondern auch von Starkregen und Problemen mit den Wasserressourcen begleitet sein könnte. Experten warnen, dass die Wetterkontraste in dieser Saison intensiver werden könnten. Der vorangegangene Mai 2026 gehörte bereits in einigen Regionen zu den wärmsten Maien in der Geschichte der Aufzeichnungen, als Meteorologen ungewöhnlich hohe Frühlingstemperaturen verzeichneten.