In Washington tobt ein angespannter politischer Kampf um die Verabschiedung eines neuen Sanktionspakets gegen Russland. Laut Informationen von Wladyslaw Wlasjuk, dem bevollmächtigten Vertreter des ukrainischen Präsidenten für Sanktionspolitik, könnte der in den Medien als „höllische Sanktionen“ bezeichnete Gesetzentwurf Anfang Herbst endgültig vom US-Kongress verabschiedet werden.
Politische Zeitplanung: Vom Senat zum Repräsentantenhaus
Laut Wlasjuk wurde die entscheidende Phase bereits überwunden. Diese Woche soll der Gesetzentwurf im US-Senat (dem Oberhaus des Kongresses) endgültig gebilligt werden. Falls die Abstimmung erfolgreich verläuft, wird das Dokument an das Repräsentantenhaus übergeben, wo die Bestätigung für Anfang September geplant ist. Nach der Bestätigung im Unterhaus wird der Gesetzentwurf zur Unterzeichnung an den US-Präsidenten im Weißen Haus gehen.
Der Prozess ist jedoch noch nicht endgültig abgeschlossen. Medien berichten, dass die Sanktionen vor dem finalen Durchbruch noch eine weitere Abstimmung im Senat durchlaufen müssen, die noch vor Ende August stattfinden soll. Erst danach kann das Dokument an die Repräsentanten übergehen.
Die Rolle von Selenskyj und Stubb beim Lobbying
Der Erfolg der Initiative hängt weitgehend mit der aktiven diplomatischen Arbeit der Führer der Ukraine und Finnlands zusammen. Präsident Wolodymyr Selenskyj, der sich mit einem Besuch in den Vereinigten Staaten befindet, führte eine Reihe von Treffen mit mehr als 60 US-Senatoren durch. Quellen zufolge gelang es genau Selenskyj und dem finnischen Präsidenten Alexander Stubb, die Gesetzgeber davon zu überzeugen, ein so hartes Maßnahmenpaket zu unterstützen.
Wolodymyr Selenskyj betonte, dass der neue Gesetzentwurf strategische Bedeutung hat. Nach seiner Meinung dient er nicht nur als Druckmittel gegen den Kreml, sondern auch als wichtiges Signal für die europäischen Länder, das die Einheit der Positionen des Westens demonstriert.
Die Geschichte des Gesetzentwurfs
Die Initiative zur Verschärfung der Sanktionen gegen Russland und den Iran wurde vom US-Senat bereits am 28. Juli unterstützt. Einer der Hauptautoren des Dokuments war der bekannte republikanische Senator Lindsey Graham. Nun, da das Dokument die vorläufigen Phasen durchlaufen hat, richtet sich die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf die finalen Abstimmungen, die in naher Zukunft das Schicksal der neuen Beschränkungen bestimmen werden.