HP hat eine offizielle Aktualisierung seiner außergewöhnlichen Produktreihe vorgestellt: den EliteBoard G2a, einen vollwertigen Personal Computer, der vollständig im kompakten Gehäuse einer Computertastatur untergebracht ist. Die im Oktober 2026 angekündigte Neuheit sorgte in Fachkreisen vor allem durch ihre hohen technischen Spezifikationen, die Integration moderner NPU-Einheiten und einen beachtlichen Preis für Aufsehen, der den des Vorgängers deutlich übertrifft.
Technische Ausstattung und Leistung
Das neue Gerät basiert auf modernen AMD Zen 5 Prozessoren der Ryzen AI Pro 400 Familie. Käufern stehen zwei Hauptkonfigurationen zur Auswahl: das Einstiegsmodell mit dem Sechskern-Prozessor Ryzen AI 5 Pro 435 und Radeon 840M Grafik sowie die leistungsstärkere Variante mit dem Achtkern-Prozessor Ryzen AI 7 Pro 450 und Radeon 860M Grafik. Die integrierte Neural Processing Unit liefert bis zu 50 TOPS Rechenleistung und ermöglicht so die effiziente Ausführung lokaler KI-Anwendungen. Die Basisversionen sind mit 16 GB DDR5-Arbeitsspeicher und einer 512 GB SSD ausgestattet.
Anschlüsse, Aufrüstbarkeit und Mobilität
Trotz des extrem kompakten Formfaktors mit einem Gesamtgewicht von rund 676 Gramm bietet das Gerät solide Möglichkeiten zur Erweiterung und Peripherieanbindung. Zwei SO-DIMM-Steckplätze erlauben die Aufrüstung des Arbeitsspeichers auf bis zu 64 GB, während das Standardlaufwerk durch eine größere SSD mit bis zu 2 TB ersetzt werden kann. Die Anschlussauswahl umfasst eine moderne USB-C-Schnittstelle mit Übertragungsraten von bis zu 40 Gbit/s und DisplayPort-Unterstützung sowie einen zusätzlichen USB-C-Anschluss (10 Gbit/s) mit Power Delivery. Für einen einsatzbereiten Arbeitsplatz genügen der Anschluss eines externen Monitors und der Stromversorgung.
Widersprüchliche Angaben
In Expertenkreisen und Fachmedien gab es einige Unstimmigkeiten bezüglich der maximal unterstützten RAM-Kapazität in den Basisversionen und der genauen Preisspanne. Während offizielle Spezifikationen die Aufrüstbarkeit auf bis zu 64 GB RAM angeben, sprachen einige frühe Testberichte von einem Limit von 32 GB. Zudem variieren die Schätzungen für das obere Preisende der leistungsstärkeren Modellvarianten: Genannt werden Spannen zwischen 3.053 und 4.000 US-Dollar je nach Region und Ausstattung, was zu Diskussionen über die wirtschaftliche Sinnhaftigkeit führt.
Preisgestaltung und Marktaussichten
Der Preis des innovativen Geräts ist zum zentralen Gegenstand kontroverser Debatten geworden. Der Einstiegspreis des EliteBoard G2a liegt bei knapp über 3.000 US-Dollar und ist damit rund 3,4-mal so teuer wie die erste Generation der EliteBoard G1a-Serie, die bei 899 US-Dollar startete. Analysten stellen die Frage, inwieweit ein derart hoher Aufpreis für die reine Mobilität gerechtfertigt ist, da Verbraucher für denselben Betrag leistungsstarke herkömmliche Arbeitslaptops oder klassische Mini-PCs mit besserer Reparierbarkeit und höherer Gaming-Leistung erwerben können.