HP hat sich entschieden, Apple auf dem Feld nicht zu weichen, auf dem der kalifornische Riese traditionell nicht mit Design, sondern mit dem Preis gewinnt. Das Unternehmen hat das OmniBook 3 vorgestellt – einen erschwinglichen 14-Zoll-Laptop, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung (August 2026) bereits bei Best Buy für 499,99 $ und bei Amazon für 599,99 $ erhältlich ist. Zum Vergleich: Das konkurrierende MacBook Neo kostet 699 $. Damit setzt HP von Anfang an auf eine aggressive Preisposition und wettet darauf, dass Käufer im Budgetsegment ein Windows-Gerät mit OLED-Display und Qualcomm-Chip einem macOS-Laptop mit höherem Preis vorziehen.
Hardware: Snapdragon X und der Fokus auf KI
Im Herzen des OmniBook 3 steckt der achtkernige Qualcomm-Snapdragon-X-Prozessor mit 3,0 GHz, 30 MB Cache und integrierter Adreno-X1-Grafik. Als eigenständiger Block für KI-Aufgaben arbeitet ein NPU mit einer Leistung von bis zu 45 TOPS – ein wichtiges Indiz dafür, dass HP das Gerät auch in der Budgetklasse als „KI-Laptop“ positioniert. Die Basis-Konfiguration umfasst 8 GB LPDDR5X-Arbeitsspeicher und eine 256-GB-NVMe-Festplatte. HP hat jedoch noch nicht bestätigt, ob der Arbeitsspeicher fest auf dem Mainboard verlötet ist, was für viele Nutzer die Unmöglichkeit eines späteren Upgrades bedeutet – ein Punkt, der bei der Wahl der Konfiguration bedacht werden sollte.
Display: OLED als Trumpfkarte
Die wichtigste Wette des Modells ist das Display. Das OmniBook 3 erhielt ein 14-Zoll-OLED-Panel mit 1920 × 1080 Auflösung, 100 % DCI-P3-Farbraumabdeckung, einer Reaktionszeit von 0,2 ms und einer Helligkeit von 300 Nits. Die Auflösung liegt unter der des MacBook Neo, doch die OLED-Technologie sollte ein ausdrucksstärkeres Bild mit tiefem Schwarz und hohem Kontrast liefern. Im Grunde verlagert HP damit in das Segment unter 600 $, was zuvor die Domäne teurerer Geräte war – und genau das macht das Angebot vor dem Hintergrund des Konkurrenten bemerkenswert.
Akku und Port-Ausstattung
Impressiv ist auch die Akkulaufzeit: Der 60-Wh-Akku verspricht bis zu 41 Stunden Laufzeit, und im Lieferumfang ist ein 65-Watt-GaN-Netzteil mit Schnellladefunktion enthalten. Für einen günstigen Laptop ist die Schnittstellen-Ausstattung großzügig – zwei USB-C-Ports mit DisplayPort-1.4- und Power-Delivery-Unterstützung, zwei USB-A, HDMI 2.1 und ein 3,5-mm-Klinkeanschluss. Dieses Set macht Adapter für die meisten Anwendungsszenarien überflüssig.
Widersprüchliche Angaben
Bei der Faktenprüfung in den Quellen wurden kleine Abweichungen in den Zahlen festgestellt. Erstens: Die angegebene Akkulaufzeit in der Hauptbeschreibung beträgt „bis zu 41 Stunden“, während in der Schlagzeile eines Fachmediums „40 Stunden“ Laufzeit genannt werden – der Unterschied ist unwesentlich, aber formal stimmen die Versionen nicht überein. Zweitens: Der Preis des Geräts ist nicht einheitlich: Bei Best Buy wird das OmniBook 3 für 499,99 $ angeboten, bei Amazon für 599,99 $, der Preisunterschied von 100 $ hängt also vom Händler ab. Beide Versionen sind im Rahmen ihrer Quellen korrekt, der Käufer sollte sich jedoch auf den aktuellen Preis des jeweiligen Ladens zum Bestellzeitpunkt verlassen.
Fazit: Die Herausforderung an Apple auf deren Terrain
Das OmniBook 3 ist der Versuch von HP, mit Apple auf dem Feld zu spielen, auf dem normalerweise nicht das Design, sondern der Preis gewinnt. Für 499,99–599,99 $ erhält der Nutzer ein OLED-Display, einen Snapdragon-X-Chip mit leistungsstarkem NPU, eine reichhaltige Port-Ausstattung und eine angegebene Akkulaufzeit von rund vierzig Stunden. Wenn HP bestätigt, dass der Arbeitsspeicher tatsächlich verlötet ist, wird dies eine Einschränkung, insgesamt jedoch erscheint das Modell als einer der aggressivsten Konkurrenten des MacBook Neo im Budget unter 700 $. Nun bleibt abzuwarten, wie sich der Laptop in realen Akku- und Leistungstests schlägt.