In der Region des Nahen Ostens reift eine neue Bedrohung für die globale Energiesicherheit heran. Laut Informationen, die die Agentur Reuters am 16. Juli erhalten hat, befinden sich die jemenitischen Huthi in unmittelbarer Nähe des strategisch wichtigen Bab-el-Mandeb-Sundes in einem Zustand vollständiger Kampfbereitschaft. Die Rebellen warten auf ein Signal aus dem Iran, das zu einer vollständigen Sperrung der wichtigen Ölroute durch das Rote Meer führen könnte.
Der Plan des Iran: Vergeltungsschlag gegen die Energieversorgung
Demnach haben drei Quellen bestätigt, dass die iranische Führung die Huthi direkt angewiesen hat, sich auf die Schließung des Sundes vorzubereiten. Der Auslöser für diese Operation könnte ein möglicher Angriff der Vereinigten Staaten auf die Energieinfrastruktur des Iran sein. Die Idee wurde den Rebellen über anonyme Kanäle übermittelt und scheint bereits in die Tat umgesetzt worden zu sein.
Eine Quelle, die der Führung der Huthi nahesteht, bestätigte, dass die Vorbereitungen abgeschlossen sind. Die Gruppe hat Raketen und Drohnen in unmittelbarer Nähe des Bab-el-Mandeb-Sundes stationiert. Nun warten sie nur noch auf den Befehl zur Aktion. Eine Schlüsselrolle bei der Entscheidung über die Sperrung der Wasserstraße spielen Vertreter des Korps der Wächter der Islamischen Revolution (IRGC), die sich bereits im Jemen befinden.
Verletzung des Waffenstillstands und Eskalation des Konflikts
Die Lage in der Region hat sich vor dem Hintergrund kürzlicher Kampfhandlungen verschärft. Die Huthi haben kürzlich mit Raketen das Gebiet Saudi-Arabiens beschossen und das Königreich der Bombardierung eines Flughafens bezichtigt. Dieser Schritt stellt einen groben Verstoß gegen den vierjährigen Waffenstillstand dar, der die Parteien zuvor von einem offenen Konflikt abgehalten hatte.
Wichtig ist, dass die Huthi vom Iran als Teil der regionalen „Achse des Widerstands“ betrachtet werden. Obwohl die Rebellen offiziell nicht in einen Kampf gegen die USA eingetreten sind, haben sie sich bereits dem regionalen Konflikt zwischen Teheran und Washington angeschlossen. Im Falle der Umsetzung des Plans zur Schließung des Sundes würden die Huthi eine neue Front in diesem Konflikt eröffnen.
Gefahr eines doppelten Energiekrisenszenarios
Experten warnen vor katastrophalen Folgen für die Weltwirtschaft. Jede Bedrohung der Schifffahrt im Roten Meer und seinen Toren am Bab-el-Mandeb könnte die Energiekrise, die durch eine potenzielle Schließung des Hormus-Sundes durch den Iran ausgelöst wurde, erheblich verschlimmern.
Angriffe auf Schiffe oder Häfen im Roten Meer würden zu einer gleichzeitigen Störung der beiden wichtigsten Ölexportrouten im Nahen Osten führen. Dies würde eine beispiellose Herausforderung für die globale Treibstoffversorgung darstellen. Laut einer Quelle ist die Schließung des Sundes technisch nicht schwierig: „Jemand mit einem schießenden Gewehr kann die Schifffahrt unterbrechen. Man braucht keine komplexen Raketen, um das zu tun“.
Gegenmaßnahmen der USA
Vor dem Hintergrund der wachsenden Bedrohung haben die Vereinigten Staaten ihre Aktivitäten intensiviert. Am 14. Juli führte Washington eine neue Welle von Angriffen gegen den Iran durch. Gleichzeitig wurde die Seeblockade iranischer Häfen und Küstengebiete wiederhergestellt. Die Situation bleibt extrem angespannt, und die Welt beobachtet, wie sich das Konfrontationsszenario zwischen Teheran und seinen Verbündeten gegen die amerikanische Koalition entwickeln wird.