Die ukrainische politische Landschaft zeigt unter den Bedingungen des andauernden Kriegsrechts unerwartete Verschiebungen. Laut neuesten Daten einer landesweiten soziologischen Studie, die von der Gruppe „Rating“ im Auftrag des Zentrums für Analyse und soziologische Forschung (CISR) durchgeführt wurde, zeigte ein hypothetisches politisches Projekt unter der Führung von Kirill Budanow die höchste Dynamik des Unterstützungsanstiegs unter allen elektoralen Kräften im letzten Jahr.
Zahlen, die das Kräfteverhältnis verändern
Stand Anfang Juli 2026 erreichte das Niveau der potenziellen Unterstützung für die hypothetische politische Kraft von Kirill Budanow zweistellige Werte. In der Simulation eines Szenarios für die Wahlen zur Werchowna Rada, durchgeführt von Soziologen, wären 12 % der Befragten, die sich für eine Wahlentscheidung entschieden haben, bereit, für die hypothetische Partei des Chefs des Präsidentenamtes zu stimmen.
Besonders bemerkenswert ist die jährliche Retrospektive. Wenn die Sympathien für dieses Projekt im Juli 2025 bei 7 % lagen, belief sich der Nettozuwachs in 12 Monaten auf +5 %. Dies ist ein absoluter Rekord des Wachstums in der aktuellen Phase, was auf eine hohe Geschwindigkeit der Konsolidierung des Wahlvolkes um die Figur des neuen Chefs des Präsidentenamtes hinweist.
Der Faktor „Kriegszeit“ und der Status des Projekts
Es ist wichtig, den Kontext zu verstehen, in dem diese Daten erhoben wurden. In der Ukraine gilt weiterhin der Rechtsstatus des Kriegsrechts, der gemäß dem einschlägigen Gesetz eingeführt wurde. Gemäß Artikel 19 dieses Rechtsakts ist die Abhaltung von Wahlen zum Parlament, zum Präsidenten oder zu lokalen Behörden in diesem Zeitraum ausdrücklich verboten.
Deshalb werden alle untersuchten Parteikonfigurationen, einschließlich des Projekts Budanow, von Soziologen ausschließlich als hypothetische Modelle betrachtet. Die offizielle Registrierung neuer politischer Parteien ist durch die Gesetzgebung der Kriegszeiten eingeschränkt, und die Umfragen spiegeln lediglich das situative Vertrauen der Bürger in Staatsmänner wider, nicht jedoch rechtlich formierte elektoralen Kräfte.
Das politische Profil: Vom Nachrichtendienst zur Banowa
Kirill Budanow bekleidet seit dem 1. Januar 2026 das Amt des Leiters des Präsidentenamtes der Ukraine und löste damit Andrej Jermak in dieser Funktion ab. Vor seiner Ernennung an die Banowa leitete der Generalleutnant mehr als fünf Jahre das Hauptamt für Aufklärung des Verteidigungsministeriums der Ukraine (GUR MO).
Experten stellen fest, dass die aktuellen Umfrageergebnisse mit der hohen öffentlichen Aktivität und dem in den Sicherheitsstrukturen angesammelten Ansehen korrelieren. Das Verfahren zur Datenerhebung entsprach internationalen Standards der Repräsentativität, was es ermöglicht, die erhaltenen Zahlen als verlässlichen Indikator für die Stimmung der Gesellschaft zu betrachten, trotz der Unmöglichkeit ihrer sofortigen Umsetzung in einer realen Wahlkampagne.