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title: "IAEA dokumentiert Folgen eines Drohnenangriffs auf das Kernkraftwerk Saporischschja: Gebäudeschäden und Sicherheitsrisiko"
description: "IAEA-Experten bestätigen Spuren eines Drohnenangriffs auf das Turbinenhaus des Kernkraftwerks Saporischschja. Trotz Gebäudeschäden und Trümmern bleibt der Strahlungswert im Normbereich. Der Agenturchef warnt vor einer realen Gefahr eines nuklearen Unfalls vor dem Hintergrund anhaltender Beschuss. ⚡️🚨"
date: 2026-06-01T09:54:59.000Z
lang: de
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publisher: "XAB.info"
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# IAEA dokumentiert Folgen eines Drohnenangriffs auf das Kernkraftwerk Saporischschja: Gebäudeschäden und Sicherheitsrisiko

![Saporischschja NPP mit sichtbaren Schäden nach Drohnenangriff, dokumentiert von der IAEA](https://xab.info/media/2026/06/01/magate-zafiksiravalo-posledstviya-udara-drona-po-zaes/magate-zafiksiravalo-posledstviya-udara-drona-po-zaes-1.webp)

Experten der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA) haben eine Inspektion auf dem Gelände des Kernkraftwerks Saporischschja (ZAKES) durchgeführt und physische Schäden am äußeren Gehäuse des Turbinenhauses des 6. Energieblocks festgehalten. Laut Angaben der Agentur bestätigen die Zerstörungsspuren den Vorfall eines Angriffs durch ein unbemanntes Fluggerät (Drohne), der am 30. Mai stattfand.

### Schadensspuren und Zustand des Strahlungshintergrunds

Während der Begehung des Geländes stellten die IAEA-Experten spezifische Schäden an einer Metallluke fest, die sich im Obergeschoss des Gebäudes befindet. Zudem wurden am Boden Trümmerteile von Konstruktionen und verbrannte Überreste eines Glasfaserkabels gefunden. Diese Funde dienten als direkter Beweis dafür, dass das Objekt einem Luftangriff ausgesetzt war.

Trotz der schwierigen Lage gelang es der Expertengruppe, Messungen durchzuführen. Mit Hilfe spezieller Messgeräte wurde festgestellt, dass die Strahlungswerte zum Zeitpunkt der Besichtigung im Normbereich lagen. Die Agentur hat eine Anfrage gestellt, um Zugang zu einem Gebäude in der Nähe des 6. Energieblocks zu erhalten, um eine detailliertere Untersuchung der Folgen des Vorfalls durchzuführen.

### Gefahr einer Eskalation und Position der IAEA-Führung

Der IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi bezeichnete den Vorfall als schwerwiegend, der die Grundsätze der nuklearen Sicherheit gefährdet. In seiner Erklärung betonte er, dass Angriffe auf nukleare Einrichtungen inakzeptabel sind und unverzüglich eingestellt werden müssen. Grossi warnte vor einem sehr realen Risiko eines nuklearen Unfalls, das für keine der Konfliktparteien von Vorteil sein würde.

Während der Inspektion musste die Beobachtergruppe ihre Arbeit unterbrechen und sich in Schutzräume begeben, aufgrund der Aktivität von Drohnen und Schusswechseln in der Nähe des Kraftwerks. Dies zeugt von der hohen Spannung rund um das Objekt.

### Positionen der Konfliktparteien

Die russische Führung des ZAKES, deren Telegram-Kanal am 31. Mai eine Mitteilung veröffentlichte, erklärte, dass die Streitkräfte der Ukraine weiterhin Angriffe auf die Einrichtungen des Kraftwerks durchführen. Nach ihren Angaben traf ein neuer Schlag das Transportgebäude. Als Folge davon seien, so die Behauptung, sechs Busse und zwei „Gazelle“-Fahrzeuge zerstört worden. In der Mitteilung wird jedoch angegeben, dass keine Mitarbeiter verletzt wurden und das Kraftwerk im normalen Betriebsmodus unter vollständiger Kontrolle der technologischen Parameter weiterarbeitet.

Auf ihrer Seite haben die Verteidigungskräfte des Südens der Ukraine die Informationen über einen Angriff auf den Maschinenraum des ZAKES dementiert. In einer auf Facebook veröffentlichten Erklärung betonte die ukrainische Seite, dass sie keinen Angriff auf den Energieblock Nr. 6 durchgeführt habe. Die Militärs erklärten, dass ihre Handlungen ausschließlich im Rahmen der Normen des internationalen humanitären Rechts erfolgen, mit vollem Bewusstsein der Folgen jeglicher Handlungen in Bezug auf nukleare Einrichtungen.

Moskau hatte Kiew seinerseits zuvor vorgeworfen, das ZAKES als Instrument des nuklearen Erpressens und der Durchführung von Informationsprovokationen nutzen zu wollen. Der Vorfall mit dem Drohnenangriff und die anschließende Überprüfung durch die IAEA haben die Frage der Sicherheit des größten Kernkraftwerks Europas erneut in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit der internationalen Gemeinschaft gerückt.