Der Sprecher der Luftstreitkräfte der Ukraine, Jurij Ignat, hat offiziell die Information widerlegt, dass das Ziel des russischen ballistischen Anschlags auf das Gebiet von Kiew ein Übungsplatz der Streitkräfte war. Nach seinen Worten wurde ein privater Sportkomplex getroffen, der keine Verbindung zu militärischen Objekten hat.
„Das ist kein Übungsplatz“
In seiner Erklärung betonte Ignat, dass es sich am Ort des Geschehens um ein ziviles Objekt handelt. „Das ist kein Übungsplatz, das ist ein Sportkomplex, er ist privat und hat nichts mit dem Militär zu tun“, erklärte der Vertreter der Luftstreitkräfte. Er fügte hinzu, dass nun die Strafverfolgungsbehörden die Handlungen der Organisatoren der Veranstaltung bewerten müssen, die zum Zeitpunkt des Angriffs im Sportkomplex stattfand.
Umfang der Zerstörungen im Rajon Butschatsch
Der amtierende Leiter der Staatlichen Verwaltung des Gebiets Kiew, Ruslan Olejnyk, teilte mit, dass die Arbeiten zur Beseitigung der Folgen des Anschlags fortgesetzt werden. Vor Ort arbeiten alle Einsatzdienste. Nach seinen Angaben wurden infolge des Beschusses im Rajon Butschatsch 27 private Häuser und 44 Fahrzeuge beschädigt.
Olejnyk betonte auch, dass alle Verletzten die notwendige medizinische Versorgung erhalten. Informationen über die genaue Anzahl der Toten und Verletzten werden noch überprüft, jedoch fielen dem Angriff nach vorläufigen Daten 10 Menschen zum Opfer, weitere rund hundert erlitten Verletzungen unterschiedlicher Schwere.
Strafverfahren
Der Generalstaatsanwalt der Ukraine, Ruslan Krawtschenko, erklärte die Einleitung von zwei Strafverfahren. Eines davon betrifft Kriegsverbrechen gemäß Artikel 438 des Strafgesetzbuchs der Ukraine. Das zweite Verfahren wurde gemäß Teil 3 des Artikels 367 des StGB eingeleitet – wegen möglicher Pflichtverletzung bei der Organisation und Durchführung der Veranstaltung, was zum Tod von Menschen und anderen schwerwiegenden Folgen hätte führen können.
Russische Truppen haben tagsüber mit ballistischen Raketen auf das Gebiet von Kiew geschossen. Die größten Zerstörungen wurden genau im Rajon Butschatsch registriert. Die Untersuchung der Umstände des Angriffs und der Gründe, die zu solchen Opfern unter der Zivilbevölkerung geführt haben, läuft weiter.