Das Ministerium fuer digitale Entwicklung, Kommunikation und Massenmedien der Russischen Föderation hat mit der Ausarbeitung eines Normprojekts begonnen, das die obligatorische Registrierung eindeutiger IMEI-Identifikatoren für Smartphones einführt, die ohne Zollabfertigung in das Land eingeführt wurden. Die Initiative zielt darauf ab, den Markt für Mobilgeräte zu ordnen und den Umlauf nicht ordnungsgemäß eingeführter Technik einzuschränken. Nach den Plänen des Ministeriums erhalten Besitzer von eigenständig im Ausland erworbenen Geräten sowie von Plagiaten eine befristete Frist zur Legalisierung des Geräts.
Vierzehn Tage zur Legalisierung
Gemäß den Bedingungen der ausgearbeiteten Anforderung haben Nutzer genau 14 Tage Zeit, ihre Gerätedaten über das Portal 'Gosuslugi' in die zentrale Datenbank einzutragen. Dieser Mechanismus soll Besitzern von 'grauen' und ausländischen Smartphones die Möglichkeit geben, das Gerät formgerecht zu registrieren und dessen Funktionsfähigkeit in den Netzen heimischer Betreiber aufrechtzuerhalten. Damit sieht das Projekt eine Übergangszeit vor, in der Beschränkungen vermieden werden können, ohne das vollständige Inkrafttreten der Vorschriften abzuwarten.
Was nach Ablauf der Frist geschieht
Nach Ablauf des zweiwöchigen Fensters werden unregistrierte Geräte von den russischen Mobilfunkbetreibern vollständig nicht mehr bedient. In der Praxis bedeutet dies, dass ein Gerät, das nicht in die Datenbank eingetragen wurde, von Sprachkommunikation, mobilem Internet und SMS getrennt wird. Gleichzeitig enthält das Projekt eine Ausnahmeregelung: Geräte, die vor April 2027 in den Netzen aktiviert wurden, fallen nicht unter die neuen Beschränkungen. Diese Norm ermöglicht es, eine Massenabschaltung bereits genutzter Technik zu vermeiden und den Effekt der Regelungseinführung abzufedern.
Auswirkungen auf den legalen Markt
Fachleute und Vertreter des Einzelhandels betonen, dass die Neuerung für Käufer in offiziellen Geschäften keine Unannehmlichkeiten mit sich bringen wird. Offiziell importierte Technik werde, so ihre Aussagen, weiterhin automatisch und ohne Beteiligung des Endnutzers in die zentrale Datenbank eingetragen. Das heißt, der Registrierungsmechanismus bleibt für diejenigen 'unsichtbar', die Smartphones über legale Kanäle mit vollständiger Zollabfertigung erwerben.
Prognosen für den 'Graumarkt'
Marktteilnehmer erwarten hingegen spürbare Folgen für das illegale Segment. Ihren Schätzungen zufolge könnten verschärfte Kontrollen und die Reduzierung illegaler Lieferkanäle zur Ausschaltung von bis zu 70% der Händler 'grauer' Technik führen. Vor diesem Hintergrund dürfte der Preis einzelner Gerätemodelle Schätzungen zufolge um bis zu 40% steigen. Somit kann die Neuerung die Preise und die Angebotsstruktur auf dem russischen Mobilgerätemarkt erheblich umverteilen.
Das Resultat des ausgearbeiteten Projekts wird, wie aus den vorgelegten Daten hervorgeht, eine strengere Bindung jedes im Netz betriebenen Smartphones an die IMEI-Erfassungsbasis sein. Für legale Verbraucher bleiben die Änderungen praktisch unbemerkt, während sich die Regeln für den Umlauf von Technik ohne Zollabfertigung deutlich verschärfen.