Die Frage der Zahlung der Steuer auf Immobilien wird besonders akut, wenn es um gemeinsames Eigentum geht. Wenn eine Wohnung oder ein Haus mehreren Personen gehört, ändert sich das Verfahren für die Abrechnung mit dem Staatshaushalt. Das Hauptamt des Staatlichen Steuerservice (GNS) in der Oblast Iwano-Frankiwsk hat erläutert, wie die steuerlichen Verpflichtungen je nach Eigentumsart verteilt werden.
Wer ist zur Steuerzahlung verpflichtet
Laut den Erläuterungen der Steuerbehörden erstreckt sich die Verpflichtung zur Zahlung der Immobiliensteuer auf alle Eigentümer – sowohl natürliche als auch juristische Personen, einschließlich ausländischer Staatsbürger. Es ist nicht relevant, ob eine Person das Objekt allein oder gemeinsam mit anderen besitzt. Der Mechanismus der Berechnung und Zahlung hängt jedoch direkt von der rechtlichen Registrierung der Eigentumsrechte ab.
Drei Szenarien für die Steuerzahlung
Es gibt drei Hauptvarianten der Registrierung von Gemeinschaftseigentum, und für jede davon gelten eigene Regeln:
- Bruchteilseigentum. Wenn in den Dokumenten die Anteile jedes Eigentümers klar festgelegt sind (z. B. 1/2 oder 1/3), zahlt jeder Miteigentümer die Steuer ausschließlich für seinen Anteil. Die Berechnung erfolgt individuell.
- Gemeinschaftliches Eigentum. Ein klassisches Beispiel ist eine Wohnung, die von Ehepartnern während der Ehe erworben wurde. In diesem Fall sind die Anteile „auf dem Papier' nicht abgetrennt. In einer solchen Situation können die Eigentümer selbst vereinbaren, wer die Steuer für das gesamte Objekt zahlt. Die Hauptbedingung ist die Zustimmung aller Beteiligten. Wenn keine Einigung erzielt werden kann, bestimmt das Gericht das Zahlungsverfahren.
- Teilung des Eigentums „in natura'. Wenn die Miteigentümer das gemeinsame Eigentum tatsächlich aufgeteilt haben (z. B. einer erhielt ein Zimmer, der andere eine Etage oder einen separaten Raum), zahlt jeder die Steuer separat für seinen konkreten Teil.
Wie wird die Steuersumme berechnet
Die Höhe der Steuer hängt von der Fläche des Immobilienobjekts ab. Bei der Berechnung der Bemessungsgrundlage gewährt der Staat Vergünstigungen, indem er eine bestimmte Anzahl von Quadratmetern davon ausschließt:
- Für Wohnungen sind 60 qm steuerfrei.
- Für Einfamilienhäuser sind es 120 qm.
- Wenn der Eigentümer sowohl eine Wohnung als auch ein Haus besitzt, gilt ein gemeinsames Limit von 180 qm.
Der Steuersatz wird von den lokalen Behörden festgelegt, aber die Gesetzgebung begrenzt seine maximale Höhe. Der Satz darf 1,5 % der Höhe des Mindestlohns des Vorjahres nicht überschreiten.