In der Nacht vom 8. September trafen russische unbemannte Luftfahrzeuge den Produktionskomplex des Tabakunternehmens Imperial Brands in Kiew. Laut RBC-Ukraine, unter Berufung auf eine offizielle Stellungnahme des Unternehmens, wurden durch den Angriff die Produktionskapazitäten und die Infrastruktur des Betriebs beschädigt. Luftaufnahmen des Komplexes zeigen große Gebäude mit charakteristischer gelb-beiger Verkleidung und dunklen Dächern, die sich auf einem ausgedehnten Gelände mit angrenzenden Verwaltungsbauten befinden.

Offizielle Stellungnahme von Imperial Brands

Im Unternehmen teilte man mit, dass Fachkräfte bereits die Dimensionen des angerichteten Schadens bewerten und an der Beseitigung der Folgen des Einschlags arbeiten. Imperial Brands steht in ständigem Kontakt mit den Strafverfolgungsbehörden und den Notdiensten. Konkrete Zahlen über zerstörte Ausrüstung, die Menge der außer Betrieb genommenen Linien und die Fristen für die Wiederherstellung wurden zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht offengelegt — die Schadensbewertung läuft noch.

Weiter als die Tabakfabrik: Angriffe auf Logistik und Einzelhandel

Der Angriff auf die Fabrik fügt sich in den breiteren Kontext regelmäßiger russischer Angriffe auf die Hauptstadt und die zivile Infrastruktur ein, die zu schwerwiegenden Schäden an Handelsobjekten und Logistiknetzen führten. Insbesondere wurde durch einen der feindlichen Angriffe in Kiew der Supermarkt VARUS vollständig zerstört: Am Einschlagsort bildete sich ein riesiger Trichter, und das Gebäude erlitt kritische Zerstörungen. Wiederholte Angriffe auf ukrainische Lebensmittellager führten zu einem Mangel an Lebensmitteln in der Hauptstadt — die Logistikzentren und Lager führender Einzelhändler, darunter Novus, ATB, Silpo und Fora, wurden erheblich beschädigt.

Anpassung der Einkaufszentren an den Alarmmodus

Angesichts der anhaltenden Angriffe haben sich die kiewischen Einkaufs- und Unterhaltungszentren für einen neuen Betriebsmodus entschieden. Ab dem 10. September haben mehrere Einkaufszentren der Hauptstadt ihre Öffnungszeiten an die Stufen der Luftalarme angepasst und arbeiten auch während der „gelben' Gefahrenstufe weiter, was die Verfügbarkeit von Waren für die Bewohner bei regelmäßigen Luftalarmen sicherstellt.

Widersprüchliche Daten

Bei der Faktenprüfung ist es wichtig, mehrere Vorfälle zu unterscheiden, die im öffentlichen Raum oft vermischt werden. Der Angriff auf die Fabrik von Imperial Brands datiert auf die Nacht vom 8. September, während die Zerstörung des Supermarkts VARUS und die Beschädigungen der Lager von Novus, ATB, Silpo und Fora auf andere, frühere Angriffe zurückgehen — sie können nicht dem Ereignis vom 8. September zugeschrieben werden. Außerdem wurden die genauen quantitativen Kennzahlen des Schadens für die Tabakproduktion offiziell nicht veröffentlicht: Der Redaktion liegt nur die Bestätigung der Tatsache der Beschädigung und der Tatsache der laufenden Bewertung vor, daher sind konkrete Zahlen über die Dimensionen der Zerstörungen derzeit durch Primärquellen nicht bestätigt.