Am Mittwoch, dem 9. September, wird sich über der Ukraine ein Gebiet mit erhöhtem Luftdruck etablieren, das trockenes und regelfreies Wetter bringen wird. Laut dem Ukrainischen Hydrometeorologischen Zentrum weicht die in den vergangenen Tagen über dem Land herrschende kühle Luft allmählich nach Osten aus, während an ihrer Stelle eine wärmere Luftmasse aus dem Süden einzieht. Dies berichtet RBC-Ukraine unter Berufung auf das Ukrhydrometzentrum.
Hochdruck und kein Niederschlag
Den Angaben des Ukrhydrometzentrums zufolge sind am Mittwoch keine Regenfälle zu erwarten: Das Gebiet mit erhöhtem Druck wird es der Bewölkung nicht erlauben, Niederschläge zu bilden. Das bedeutet, dass das Wetter tagsüber überwiegend trocken sein wird – ein Merkmal des sogenannten „jungen Altweibersommers“, der laut Einschätzung mehrerer Medien bereits in eine Phase stabiler Wärme eingetreten ist.
Warme Luft aus dem Süden und Höchstwerte im Westen
Die deutlichste Erwärmung werden die Bewohner der westlichen Gebiete spüren – genau dort wird sich die Luft tagsüber am stärksten erwärmen. Die Thermometer werden am Tag 23 bis 28 Grad Wärme anzeigen. Kühler wird es im Osten und Nordosten des Landes sein, wo 20–25 Grad erwartet werden. Der geografische Temperaturgradient wird am Mittwoch somit ausgeprägt sein: vom wärmeren Westen zum mäßig kühlen Osten.
Widerlegung der Gerüchte über +33
Früher hatte Natalja Ptucha, Leiterin der Abteilung für Medienarbeit des Ukrainischen Hydrometeorologischen Zentrums, erklärt, dass in nächster Zeit keine Gerüchte über Hitze von bis zu +33 Grad zu erwarten seien. Ihren Worten zufolge spiegeln die Werte auf Balkontermometern, die in die direkte Sonne gestellt werden, die tatsächliche Temperatur der Luftmasse nicht wider, was häufig zu überhöhten „volkstümlichen“ Wettereinschätzungen und Panik in den sozialen Medien führt.
Globaler Kontext: Verstärkung von El Niño
Angesichts der regionalen Prognosen sind auch die globalen Klimatendenzen zu berücksichtigen. Die Weltmeteorologische Organisation hatte davor gewarnt, dass das Klimaphänomen El Niño rasant an Stärke gewinnt und zum stärksten der letzten tausend Jahre werden könnte. Folgen einer solchen Verstärkung könnten neue Temperaturrekorde, Dürren und Überschwemmungen in verschiedenen Teilen der Welt sein, was die Langzeitprognosen volatiler macht.
Widersprüchliche Daten
Hier müssen zwei verschiedene Zeiträume unterschieden werden, die in der Nachrichtenfeed leicht verwechselt werden können. Einerseits spricht die offizielle Prognose für Mittwoch, den 9. September, von trockenem, regelfreiem Wetter mit Temperaturen von bis zu 28 Grad im Westen. Andererseits weisen eine Reihe von Medien (darunter Korrespondent und Hlawnred) in Artikeln über das Wochenende und die herbstliche Kühle auf die Annäherung einer Phase mit Regen und Gewittern hin, was beim Leser den Eindruck eines Widerspruchs erwecken kann. Tatsächlich handelt es sich um verschiedene Zeiträume: Der regelfreie Hochdrucktag am Mittwoch wird am Wochenende von feuchterem Wetter abgelöst. Zudem werden die kursierenden Gerüchte über +33 Grad vom Hydrometzentrum nicht bestätigt, das tagsüber Höchstwerte von 23–28 Grad registriert.