In der Stadt Drohobycz in der Oblast Lwiw ereignete sich ein Vorfall, der breite öffentliche Resonanz ausgelöst hat. In der Nacht beschädigte ein unbekannter Mann in der Nähe eines Denkmals, das den Opfern der nationalsozialistischen Besatzung gewidmet ist, absichtlich eine Skulptur.

Wie RBC-Ukraine unter Berufung auf die regionale Polizei berichtet, erfuhr die Strafverfolgungsbehörde vom Vorfall durch die Überwachung sozialer Medien. Im Internet erschien ein Video, auf dem der Moment der Beschädigung des Denkmals „Den Opfern der deutschen Besatzung 1941–1944“ zu sehen ist, das sich in der Kowalska-Straße befindet. Die schnelle operative Reaktion ermöglichte es, den Tatort schnell zu lokalisieren.

Details des Vorfalls

Laut dem lokalen Telegram-Kanal „DROHOBYCH LIVE Nachrichten“ wurde die Straftat an der sogenannten „Klagemauer“ begangen. Auf der Aufnahme ist zu sehen, wie ein Mann mit den Händen eine metallene Skulptur einer Mutter schiebt, wodurch sie zu Boden fällt. Dieses Denkmal steht an der Stelle, an der Nationalisten des ukrainischen nationalbefreiungsbewegten und friedliche Einwohner der Stadt von den Nationalisten hingerichtet wurden.

Die Polizei hat die Identität des Täters bereits ermittelt. Derzeit laufen umfassende operative Maßnahmen zu seiner Fahndung und Festnahme.

Strafverfahren

Aufgrund der Entweihung des Denkmals haben die Ermittler ein Strafverfahren nach Teil 3 des Artikels 297 des Strafgesetzbuchs der Ukraine eingeleitet – Entweihung eines Grabes oder anderer Begräbnisstätte. Die vorgerichtliche Untersuchung läuft weiter.

Kontext der Situation

Der Vorfall in Drohobycz ist nicht vereinzelt. Bereits im Mai hatten die Strafverfolgungsbehörden in Lwiw drei Verdächtige festgenommen, die des Diebstahls einer Gedenktafel für den ersten Präsidenten der Tschetschenischen Republik Itscheria, Dschochar Dudajew, verdächtigt wurden. Die Tafel wurde weniger als zwei Wochen nach ihrer Installation von der Fassade eines Gebäudes in der Innenstadt entfernt.