Der Weltfußball steht vor einer neuen großen Transformation. Der Präsident der Internationalen Fußball-Föderation (FIFA), Gianni Infantino, erklärte, dass die Organisation nach Abschluss der Weltmeisterschaft 2026 plant, eine Erhöhung der Anzahl der Teilnehmer auf 64 Nationalmannschaften zu diskutieren. Diese Entscheidung wäre eine logische Fortsetzung der Reformen, die die WM in den letzten Jahren bereits verändert haben.

Erfolg des Formats mit 48 Mannschaften

Das aktuelle Turnierformat mit 48 Mannschaften wurde bereits von der FIFA-Führung als erfolgreich anerkannt. Infantino ist jedoch überzeugt, dass das Wachstumspotenzial noch nicht ausgeschöpft ist. Bei der Organisation der Weltmeisterschaft ist es wichtig, die Teilnahme für die ganze Welt zugänglich zu machen und nicht nur für die traditionellen Fußballmächte Europas und Südamerikas.

Laut dem Organisatorchef hat jedes Land das Recht, an der größten Weltveranstaltung teilzunehmen. Infantino stellt fest, dass die Qualität der Mannschaften weltweit immer höher wird. Wenn kleinen Ländern keine Chance auf Teilnahme an der Weltmeisterschaft gegeben wird, haben sie keine Möglichkeit, ihr Niveau zu zeigen und sich weiterzuentwickeln.

Evolution des Formats: von 13 bis 48 Mannschaften

Die Geschichte der Weltmeisterschaften ist voller Veränderungen. Das erste Turnier im Jahr 1930 umfasste nur 13 Mannschaften. 1934 stieg die Anzahl der Teilnehmer auf 16, und 1938 auf 15. Der Nachkriegsturnier 1950 fand ebenfalls mit 13 Nationalmannschaften statt.

Ein tektonischer Wandel ereignete sich 1954, als die Teilnahme von 16 Mannschaften bestätigt wurde. Dieses Format blieb sieben Turniere lang unverändert, bis die WM 1982 auf 24 Teilnehmer erweitert wurde. Die nächste große Änderung erfolgte 1998 in Frankreich: Zum ersten Mal in der Geschichte spielten 32 Mannschaften beim Turnier. Dieses Format wurde für die Fans zur Gewohnheit und hielt bis heute an.

Die Weltmeisterschaft 2026, die in Kanada, den USA und Mexiko stattfinden wird, war das erste in der Geschichte mit 48 Mannschaften. Nun, angesichts des Erfolgs dieses Experiments, erwägt die FIFA einen neuen Schritt – die Erweiterung auf 64 Teilnehmer. Diese Entscheidung könnte die Landschaft des Weltfußballs grundlegend verändern und noch mehr Ländern die Möglichkeit geben, ihren Traum von einem Auftritt auf der größten Bühne der Welt zu verwirklichen.