In der Ukraine wurde im Juni 2026 ein Rückgang der Verbraucherpreise verzeichnet. Laut Daten des Staatlichen Statistikdienstes, die von RBC-Ukraine veröffentlicht wurden, sanken die Preise im Vergleich zum Mai um 0,1 %. Die jährliche Inflation im Vergleich zum Juni 2025 belief sich auf 7,2 %. In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres betrug der Gesamtpreisanstieg 5,7 %.

Lebensmittelmarkt: Rekordsturz der Eierpreise

Die deutlichsten Veränderungen traten im Sektor der Lebensmittel und alkoholfreien Getränke auf, wo die Preise im Monatsvergleich um 0,8 % sanken. Anführer bei der Preissenkung waren Eier – ihr Preis fiel beträchtlich um 27,8 %. Eine erhebliche Preissenkung betraf auch andere Warenkategorien: Die Preise für Gemüse, Schmalz, Obst, Zucker, Reis, Geflügelfleisch und Getreideerzeugnisse sanken im Bereich von 0,6 % bis 3,7 %.

Allerdings wurden nicht alle Produkte billiger. Im Juni stiegen die Preise für Sonnenblumenöl, Fisch, Nudeln und Brot um 1,0 % bis 1,7 %. Auch Alkohol und Tabakerzeugnisse verteuerten sich: Der Gesamtanstieg betrug 1,4 %, wobei die Preise für Zigaretten um 1,8 % stiegen.

Anstieg der Tarife für Wohnungswesen und Verkehr

Trotz des Preisverfalls bei Waren sahen sich die Ukrainer mit steigenden Kosten für Dienstleistungen konfrontiert. Die Kosten für Wohn- und Kommunaldienstleistungen stiegen um 0,9 %. Haupttreiber dieses Anstiegs war die erhebliche Erhöhung der Tarife für die Wasserversorgung (um 15,3 %) und die Kanalisation (um 14,6 %).

Im Verkehrssektor stiegen die Kosten für Dienstleistungen um 0,2 %. Dies spiegelte sich in den Ticketpreisen wider: Die Fahrt mit der Bahn verteuerte sich um 3,4 %, im Kraftfahrzeug-Personenverkehr um 1,2 %. Auch die Kosten für Krankenhausdienstleistungen und den Bildungsbereich stiegen um 0,3 %.

Grundinflation und andere Kategorien

Die Grundinflation belief sich im Monatsvergleich auf 0,5 % und erreichte im Jahresvergleich 8,1 %. Im Segment Bekleidung und Schuhe wurde ein Preisrückgang von 2,3 % verzeichnet, während die Kosten für Kraftstoffe und Schmierstoffe um 1,6 % sanken.

In Bezug auf die steigenden Fischpreise erinnerte die Staatliche Lebensmittel- und Agrardienststelle die Bürger an die Regeln für die sichere Auswahl und Lagerung dieser Produkte. Die Behörde betonte die Wichtigkeit der Einhaltung des Temperaturregimes und gab Empfehlungen zur Prüfung der Frische von Fisch sowie wies auf die Risiken des Konsums von Gerichten aus rohem Fisch hin.