15. August 2026 — Angehörige von Soldaten der 121. separaten Brigade des Territorialen Verteidigungskorps (TrO) berichten von einer strengen Informationsisolation des Einheiten, deren Soldaten öffentlich über einen kritischen Mangel an humanitärer Hilfe berichtet haben. Die Situation entwickelt sich in Richtung Saporischschja, wo, so die Angehörigen, das Kommando eine Feuerunterstützungsschwadron sofort nach einer resonanten Videoansprache an den Oberbefehlshaber Mychajlo Drapatyj von der Außenwelt abgeschnitten hat.
Zeittabelle der Ereignisse: Von der Videoansprache bis zur Stille
Auslöser der aktuellen Situation war ein am 10. August veröffentlichtes Video, in dem der Kommandant der Feuerunterstützungsschwadron, Leutnant Anatolij Saschtschuk, die Lage seiner Untergebenen beschrieb.据 seiner Aussage hielten die Soldaten ihre Positionen bereits im vierten Monat statt des versprochenen einen. Saschtschuk berichtete über den Zusammenbruch der Logistik aufgrund der Arbeit russischer elektronischer Kampfmittel (EW) und intensiver Beschuss: Wasser und Lebensmittel wurden 3 bis 12 Tage lang nicht geliefert. In seiner Ansprache erklärte der Kommandant, die Entscheidung getroffen zu haben, die Besatzung von den Positionen abzuziehen, um Leben zu retten, da sich die Soldaten in einem Zustand extremer Erschöpfung befanden.
Dem von Tatyana Kravchuk, der Schwester von Leutnant Saschtschuk, erhaltenen Informationen zufolge wurde die Verbindung zur Einheit ab Dienstag, dem 11. August, vollständig unterbrochen. Die Angehörigen behaupten, dass die zuvor zur Kommunikation verwendeten Starlink-Satelliteninternet-Terminals auf Befehl des Kommandos beschlagnahmt oder softwaremäßig blockiert wurden. Den Soldaten wurde befohlen, ausschließlich geschlossene Feldfunkgeräte zu verwenden.
Version der Angehörigen: „Digitale Erstickung“ zur Verhinderung einer Enthüllung
Tatyana Kravchuk äußerte in einem Kommentar gegenüber dem Medium „Suspilne“ die Überzeugung, dass die Maßnahmen zur Einschränkung der Kommunikation vorsätzlich ergriffen wurden. Ihrer Meinung nach wurde dies getan, um weitere Lecks über Probleme mit der Versorgung und Rotation zu verhindern. „Das wird absichtlich gemacht, damit keine weiteren Informationen verbreitet werden. Das Kommando hat Angst vor einer Enthüllung“, so die Angehörige des Soldaten.
Der einzige Beweis dafür, dass die Soldaten am Leben sind, war eine kurze Audioaufnahme, die am 13. August von Verbündeten abgefangen wurde. In der Nachricht hieß es, dass die Lebensmittelversorgung wiederhergestellt wurde, der Zugang zum Internet jedoch weiterhin blockiert ist. Kravchuk merkte auch an, dass ähnliche Fälle von Kommunikationseinschränkungen auch in anderen Einheiten vorkommen, aber die Soldaten aus Angst vor disziplinarischen Konsequenzen davor zurückschrecken, dies öffentlich zu besprechen.
Offizielle Position des Kommandos: Logistik und Sicherheit
Das Kommando der Verteidigungskräfte des Südens und die Führung der 121. Brigade mussten die Situation kommentieren. In einer offiziellen Erklärung bestätigte das Kommando, dass im letzten Monat 240 kg Lebensmittel an die Positionen der Brigade geliefert wurden. Verzögerungen in der Logistik werden auf die rund um die Uhr aktive Tätigkeit russischer FPV-Drohnen zurückgeführt, die Fahrzeuge zerstören, sowie auf die Auswirkungen elektronischer Kampfmittel.
Zur Frage der Rotation versprach das operative Kommando „Süd“, den Wechsel der Einheit so schnell wie möglich durchzuführen, sobald die Lage an der Front dies sicher ermöglicht, ohne die Soldaten bei einem Rückzug zu gefährden. Die Situation mit dem Abschalten des Satelliteninternets wird in den offiziellen Berichten des Generalstabs und der Brigade nicht kommentiert, wobei auf die „Spezifik der operativen Lage“ und die Notwendigkeit der Wahrung der Geheimhaltung der Truppenführung verwiesen wird.
Widersprüchliche Daten
Es gibt eine deutliche Diskrepanz in den Versionen der Parteien bezüglich der Gründe für das Fehlen einer Verbindung. Einerseits bestehen die Angehörigen der Soldaten darauf, dass die Starlink-Terminals als Bestrafungsmaßnahme für die öffentliche Aussage über Versorgungsprobleme beschlagnahmt wurden. Andererseits erkennt das Kommando die Tatsache eines administrativen Verbots der Nutzung der Kommunikation nicht an und verweist auf technische und operative Schwierigkeiten. Es gibt auch keine offizielle Bestätigung oder Widerlegung der Behauptungen, dass die Soldaten gezwungen waren, ihren eigenen Urin zu trinken, obwohl das Kommando Schwierigkeiten bei der Wasserversorgung anerkennt.
