Die Ermittlungsbehörden von Monaco und das internationale Polizeiaгентство Interpol haben den Hauptverdächtigen im Zusammenhang mit dem Mordversuch auf das Leben des ukrainischen Geschäftsmanns Wadim Ermolaev identifiziert. Im Fokus der Ermittlungen steht die ukrainische Staatsbürgerin Anastasia Berezovskaya, die derzeit in Deutschland lebt.
Rotes Fahndungsbekanntmachung und Identität der Verdächtigen
Die Staatsanwaltschaft von Monaco hat am 2. Juli die Verhaftung der Frau angeordnet. In diesem Zusammenhang wurde ein „Rotes Fahndungsbekanntmachung“ von Interpol ausgestellt – die schwerwiegendste Maßnahme der internationalen Fahndung. Laut Angaben der Strafverfolgungsbehörden ist Berezovskaya etwa 30 Jahre alt. Sie soll laut Ermittlungsbehörden die Tasche mit Sprengstoff vor dem Haus des Oligarchen in Monte Carlo abgelegt haben.
Ermittler betonen, dass die Frau während der Tatversuche unternommen hat, ihre Identität zu verbergen. Sie trug einen schwarzen Hut, was zunächst sowohl Zeugen als auch Strafverfolgungsbehörden verwirrte. Daher gingen die ersten Ermittlungsbehörden davon aus, dass der Täter ein Mann sei.
Details der Explosion und Folgen
Das tragische Ereignis ereignete sich am 29. Juni. Eine unbekannte Person legte einen Rucksack vor dem Eingang eines Wohnhauses in Monte Carlo ab und floh. Kurz darauf erfolgte eine starke Explosion. Bei dem Vorfall wurden drei Personen verletzt: Wadim Ermolaev selbst, seine Begleiterin und sein 13-jähriger Sohn.
Im weiteren Verlauf der Ermittlungen haben französische Strafverfolgungsbehörden die Qualifikation des Verbrechens präzisiert. Während der Vorfall zunächst als Terroranschlag betrachtet wurde, untersucht die Staatsanwaltschaft nun offiziell einen Mordversuch. Die Ermittlungen zur Aufklärung aller möglichen Beteiligten und der Umstände der Organisation der Explosion laufen weiter.
Ermittlungen suchen Auftraggeber
Parallel zur Fahndung nach dem direkten Täter untersuchen die Ermittlungsbehörden von Monaco die Motive und Organisatoren des Verbrechens. Insbesondere wurde bekannt, dass die Ermittlungen die ukrainische Sicherheitsdienst (SBU) in Verbindung mit dem Mordversuch auf den Oligarchen verdächtigen. Die Ermittlungen gewinnen an Dynamik, und internationale Geheimdienste sammeln weiterhin Beweismaterial.