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title: "„Wir werden sie als Feinde betrachten“: Iran droht Nachbarstaaten wegen Beitritts zu Trumps Sanktionskampagne"
description: "Der Sekretär des iranischen Sicherheitsrats Mohsen Rezaei warnte die Nachbarstaaten: Der Beitritt zur US-Sanktionskampagne gegen Teheran werde als feindlicher Akt gewertet. Der Iran legte eine dreistufige Strategie dar und drohte mit Angriffen auf Öltransportrouten in der Persischen Bucht."
date: 2026-08-23T02:28:01.000Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/iran-droht-nachbarstaaten-folgen-der-un-sanktionsunterstuetzung
tags: [iran, sanctions, trump, persian-gulf, oil-routes, mohsen-rezaei, national-security]
publisher: "XAB.info"
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# „Wir werden sie als Feinde betrachten“: Iran droht Nachbarstaaten wegen Beitritts zu Trumps Sanktionskampagne

![Iranische ballistische Raketen auf einem Militärparade-Fahrzeug: Machtdemonstration vor Bedrohungen gegen Nachbarn wegen Trumps Sanktionen](https://xab.info/media/2026/08/23/iran-prepovedil-sosednym-stranam-posledstviya-podderzhki-sankcij-ssha/iran-prepovedil-sosednym-stranam-posledstviya-podderzhki-sankcij-ssha-1.webp)

## 🎯 Key Points

- Mohsen Rezaei erklärte, dass der Iran Nachbarstaaten, die sich der Wirtschaftskampagne der USA anschließen, als Feinde betrachten werde
- Die Regionalstrategie des Irans umfasst drei Phasen: Spannungsabbau, Verhandlungen und „unbedingtes Handeln“ in der dritten Phase
- Teheran drohte damit, alternative Öltransportrouten aus der Persischen Bucht anzugreifen
- Trump kündigte die „verheerendste Wirtschaftsoffensive“ gegen den Iran an und äußerte die Absicht, die Straße von Hormus zum US-Territorium zu erklären

Der Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrats des Irans, Mohsen Rezaei, hat in einem Interview mit dem staatlichen Fernsehsender IRIB eine direkte Warnung an die Nachbarstaaten der Region ausgesprochen. Nach seinen Worten betrachtet Teheran jeden Schritt zum Beitritt zur amerikanischen Wirtschaftskampagne gegen den Iran als feindlichen Akt. „Wir sagen allen Nachbarländern, sie sollen sich nicht der Wirtschafts­kriegsführung der USA anschließen. Andernfalls werden wir sie als Feinde betrachten“, erklärte Rezaei und betonte, dass der Iran seine Wirtschaft mit allen verfügbaren Mitteln schützen wolle.

### Dreistufige Regionalstrategie Teherans

Rezaei legte die Struktur der Regionalstrategie des Irans offen, die nach seinen Angaben drei aufeinanderfolgende Phasen vorsieht. In der ersten Phase beabsichtigt Teheran, die Spannungen in den Beziehungen zu den Nachbarstaaten abzubauen und Verhandlungen zu führen. Die zweite Phase umfasst den Versuch, die Nachbarstaaten „auf freundliche Weise“ vom amerikanischen Einfluss zu lösen, da der Iran, wie der Vertreter der iranischen Behörden betonte, „tatsächlich nicht bestrebt sei, den Krieg zu erweitern“. Staaten, die Washington weiterhin unterstützen, werde Zeit gegeben, ihre Entscheidung zu überdenken. In der dritten Phase werde man jedoch, so Rezaei, „unbedingt handeln“ – ohne den Charakter der möglichen Maßnahmen zu konkretisieren.

### Drohungen gegen Öltransportrouten

Separat erklärte Rezaei, dass der Iran bereit sei, alternative Transportrouten für Öl aus der Persischen Bucht anzugreifen, falls Staaten der Region den amerikanischen Plänen eines wirtschaftlichen Drucks auf Teheran beitreten. Damit richten sich die Drohungen nicht nur gegen die politische Unterstützung der USA, sondern auch gegen eine mögliche Beteiligung der Nachbarstaaten an der Sicherung alternativer Öllieferwege. Diese Erklärung ist nach Einschätzung von Analysten vor allem an die Golfstaaten gerichtet, deren Wirtschaft kritisch vom Ölexport durch die Straße von Hormus und die Küstenterminals abhängt.

### Kontext: Trumps „verheerendste Wirtschaftsoffensive“

Die Aussage Rezaeis erfolgte vor dem Hintergrund einer deutlichen Eskalation der Rhetorik in Washington. Erst kürzlich erklärte Donald Trump den Beginn der „verheerendsten Wirtschaftsoffensive“ gegen den Iran in der Geschichte und warnte, dass jedes Land, dessen Finanzinstitute oder Unternehmen Teheran helfen würden, dem Sanktionsdruck zu entgehen, ebenfalls mit harten wirtschaftlichen Konsequenzen rechnen müsse. Zudem äußerte Trump die Absicht, die Straße von Hormus zum US-Territorium zu erklären – eine Aussage, die im Iran als unmöglich abgetan wurde, da man die Kontrolle über eine strategische Wasserstraße nicht „über einen Social-Media-Post“ errichten könne.

### Widersprüchliche Angaben

In öffentlichen Quellen bestehen Abweichungen bei der Einschätzung des Umfangs möglicher iranischer Gegenmaßnahmen. Einerseits betont Rezaei im IRIB-Interview, dass der Iran „nicht bestrebt sei, den Krieg zu erweitern“, und dem diplomatischen Kanal den Vorzug gebe. Andererseits berichteten mehrere Medien, Teheran habe die Möglichkeit erwogen, die Liste potenzieller Ziele über den Nahen Osten hinaus zu erweitern, was der Rhetorik der Zurückhaltung direkt widerspricht. Zudem bleibt die Formulierung „in der dritten Phase werden wir unbedingt handeln“ bewusst unbestimmt: Weder in der Erklärung Rezaeis noch in den Kommentaren anderer iranischer Amtsträger wird offengelegt, welche Instrumente – militärische, wirtschaftliche oder hybride – eingesetzt werden sollen. Dies lässt Raum für verschiedene Interpretationen seitens der Regionalakteure und ihrer Verbündeten.

### Militärischer Kontext und Machtdemonstration

Parallel zum diplomatischen Druck demonstriert der Iran weiterhin öffentlich seine militärischen Fähigkeiten. Auf jüngsten Paraden und Schauveranstaltungen in Teheran wurden ballistische Raketen und Langstreckensysteme ausgestellt, was als zusätzliches Signal an die Nachbarstaaten dient. Das Bildmaterial solcher Veranstaltungen – einschließlich Raketen auf selbstfahrenden Plattformen mit nationalen Symbolen und Inschriften in Persisch – vermittelt eine Botschaft der Bereitschaft Teherans zu einem gewaltsamen Szenario, selbst wenn Amtsträger öffentlich auf den Vorrang der Verhandlungen bestehen.

## 🔍 Fact-Check Verification

- [Wir werden sie als Feinde betrachten: Iran warnt Länder, die Trumps Sanktionen beitreten](https://www.rbc.ua/ukr/news/vvazhatimemo-yih-vorogami-irani-poperedili-1787447864.html) - Подтверждает цитату Резаи о «врагах» и контекст предупреждения соседним странам
- [Iran droht Nachbarstaaten mit Folgen der Unterstützung der US-Sanktionen](https://www.gazeta.ru/politics/news/2026/08/23/29160019.shtml) - Подтверждает трёхэтапную стратегию и угрозы в адрес нефтяных маршрутов
- [Iran droht Nachbarstaaten mit Angriffen wegen Unterstützung des US-Wirtschaftsdrucks](https://polites.news/5276.html) - Подтверждает риторическую эскалацию и угрозу удара
- [Iran droht, alle Ölexporthandelsrouten in der Region anzugreifen](https://profile.ru/news/abroad/v-irane-prigrozili-atakovat-ljubye-marshruty-eksporta-nefti-v-regione-1893805/) - Подтверждает конкретную угрозу в адрес нефтяных маршрутов Персидского залива

## ❓ FAQ

### Q: Wer hat die Warnung an die Nachbarstaaten des Irans ausgesprochen?
**A:** Die Warnung wurde von Mohsen Rezaei, dem Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrats des Irans, in einem Interview mit dem staatlichen Fernsehsender IRIB ausgesprochen.

### Q: Was droht der Iran Ländern, die den US-Sanktionen beitreten?
**A:** Rezaei erklärte, dass solche Länder als Feinde des Irans betrachtet würden. In der „dritten Phase“ der Regionalstrategie werde Teheran „unbedingt handeln“, außerdem drohte er damit, alternative Öltransportrouten aus der Persischen Bucht anzugreifen.

### Q: Was ist die dreistufige Strategie des Irans gegenüber den Nachbarstaaten?
**A:** Phase eins – Spannungsabbau und Verhandlungen. Phase zwei – Überzeugung der Nachbarstaaten, sich „auf freundliche Weise“ von den USA zu distanzieren. Phase drei – „unbedingtes Handeln“ gegen diejenigen, die die amerikanische Kampagne weiterhin unterstützen.

### Q: Was erklärte Trump in Bezug auf den Iran?
**A:** Trump erklärte den Beginn der „verheerendsten Wirtschaftsoffensive“ gegen den Iran in der Geschichte und warnte, dass Länder, die Teheran bei der Umgehung der Sanktionen helfen, mit harten wirtschaftlichen Konsequenzen rechnen müssten. Zudem äußerte er die Absicht, die Straße von Hormus zum US-Territorium zu erklären.