Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu hat geschlossene Gespräche mit dem VAE-Führer Scheich Mohammed bin Sajid geführt und dabei geheime Geheimdienstinformationen übergeben. Den erhaltenen Daten zufolge könnte Teheran sein Atomprogramm wieder aufnehmen und bereitet neue groß angelegte Angriffe im Nahen Osten vor.

Neue Geheimdienstdaten und die Pickax-Anlage

Während seines Besuchs in den VAE präsentierte die israelische Delegation Materialien, die auf verdächtige Bautätigkeiten in der geheimen Anlage „Pickax“ südlich von Teheran hinweisen. Nach Einschätzung israelischer Experten könnte dieser Komplex ein Schlüsselelement bei Irans Versuchen sein, Uran anzureichern und bei der Entwicklung von Atomwaffen voranzukommen. Die Bedrohung der regionalen Sicherheit nimmt vor dem Hintergrund ins Stocken geratener diplomatischer Bemühungen neue Formen an.

Diplomatische Sackgasse und regionale Bedrohungen

An den Gesprächen nahm auch ein hochrangiger Vertreter der saudischen Sicherheitsdienste teil, was das Ausmaß der entstehenden Koalition unterstreicht. Die Parteien erörterten detailliert die destabilisierende Aktivität der Hutis im Jemen sowie Bedrohungen für die Schifffahrt im Bab al-Mandab und der Straße von Hormus. Verschärft wird die Lage durch das Scheitern der jüngsten US-iranischen Konsultationen und die erfolglose Vermittlung durch Katar, da Washington und Teheran zu keinen Kompromissen bereit sind.

Widersprüchliche Daten

Unterdessen gibt es unterschiedliche Interpretationen über die Ziele solcher Besuche und die Natur der iranischen Aktivitäten. Westliche und israelische Quellen bestehen auf der Unvermeidlichkeit einer Eskalation und der Wiederaufnahme der nuklearen Entwicklung. Gleichzeitig erklären eine Reihe von Experten und Vertreter des Iran selbst, die Vorwürfe aus Tel Aviv seien rein politischer Natur, um eine weitere militärische Eskalation zu rechtfertigen und arabische Monarchien in einen langwierigen regionalen Konflikt hineinzuziehen.