Die Lage im Nahen Osten spitzt sich rapide zu. Das US-Zentralkommando bestätigte das Ende der siebten Nacht in Folge, in der US-Truppen Angriffe auf Ziele im Iran durchführten. Trotz der aktiven Maßnahmen Washingtons plant Teheran jedoch nicht, sich auf rein defensive Manöver zu beschränken.

Ultimatum aus Teheran

Mohsen Rezaei, militärischer Berater des obersten Führers des Irans, Ali Chamenei, hat eine harte Warnung ausgesprochen. In einem Interview mit dem staatlichen Fernsehsender IRIB erklärte er, dass die Politik des „Kampfes und der Verhandlungen' ihre Grenzen erreicht habe. Rezaei nannte ein klares Zeitfenster: Sollten die USA den Krieg noch 2–3 Tage fortsetzen, werde der Iran in eine „offensive' Phase übergehen.

Laut dem Berater werden sich die iranischen Streitkräfte im Falle einer Eskalation nicht mehr auf Vergeltungsschläge beschränken. Er betonte, dass US-Stützpunkte und Truppen nicht mehr sicher sein werden, unabhängig davon, in welchen politischen Grenzen sie sich befinden.

Mobilisierung der Luftwaffe in Israel

Parallel zu den Drohungen des Irans führen Washington und Jerusalem umfangreiche logistische Vorbereitungen durch. US- und israelische Beamte gaben bekannt, dass die Administration von Donald Trump Israel über die Verlegung von Dutzenden zusätzlicher Tankflugzeuge informiert hat. Dies geschieht im Vorfeld einer möglichen Ausweitung der Militäroperationen.

Laut Angaben eines Korrespondenten des Vietnam News Agency sind derzeit etwa 30 strategische Tankflugzeuge am internationalen Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv stationiert. Eine weitere gleiche Anzahl befindet sich am Flughafen Ramon im Süden des Landes. In den kommenden Tagen wird erwartet, dass die Anzahl der Technik auf ein Niveau angehoben wird, das dem Beginn der aktiven Kriegsphase entspricht.

US-Militärs begründen die Wahl der Stützpunkte mit strategischen Erwägungen. Priorität hat der Einsatz von Flugzeugen in Ben Gurion, da andere Flugplätze in der Region als anfälliger für iranische Angriffe und weniger sicher für die US-Luftwaffe gelten.

Trumps Pläne: Von Bombardierungen bis zu Atomobjekten

Am 14. Juli fand im Lagezentrum ein Treffen statt, bei dem Präsident Trump mit neuen Militärplänen vertraut gemacht wurde. Derzeit wird die Möglichkeit einer großangelegten Angriffskampagne geprüft, die deutlich umfangreicher sein wird als die aktuellen Luftangriffe rund um die Straße von Hormus.

Zu den diskutierten Angriffsoptionen gehören:

  • Bombardierung kritischer iranischer Infrastruktur, einschließlich Kraftwerke;
  • Angriffe auf Atomobjekte, um Vorräte an angereichertem Uran zu vernichten;
  • Angriff auf ein unterirdisches Objekt auf dem Berg Pikaks, das mutmaßlich eine Baustelle ist.

Die endgültige Entscheidung steht noch aus, doch Quellen deuten auf die Bereitschaft Trumps zur Eskalation hin. Ziel dieser Maßnahmen ist es, dem iranischen Regime genügend Schaden zuzufügen, um es zu zwingen, die Straße von Hormus wieder zu öffnen und bei der Atomprogramm-Frage Zugeständnisse zu machen. Der Befehl zur Verstärkung der Angriffe könnte in den nächsten Tagen erteilt werden.