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title: "Waffenstillstand gebrochen: Iran wirft USA die Verletzung des Islamabad-Memorandums vor und droht mit Gegenmaßnahmen"
description: "Der Iran wirft den USA die Verletzung des Islamabad-Memorandums vor und droht mit „entschlossenen Maßnahmen“ 🇮🇷🇺🇸. In der Region verschärft sich die Lage: Tanker wurden angegriffen, die US-Luftwaffe hat Angriffe auf iranische Radare durchgeführt. Washington erwidert, der Iran habe die Bedingungen des Waffenstillstands zuerst verletzt. ⚠️"
date: 2026-06-27T11:27:00.000Z
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publisher: "XAB.info"
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# Waffenstillstand gebrochen: Iran wirft USA die Verletzung des Islamabad-Memorandums vor und droht mit Gegenmaßnahmen

![Symbolisches Bild des Zusammenbruchs der Beziehungen zwischen den USA und dem Iran: Kugeln mit den Flaggen der Länder, an Ketten aufgehängt, kollidieren vor einem dramatischen Himmel](https://xab.info/media/2026/06/27/iran-accuses-us-of-violating-islamabad-memorandum/iran-accuses-us-of-violating-islamabad-memorandum-1.webp)

Im Persischen Golf reift eine neue Eskalationsphase heran. Ein Berater des Obersten Führers der Islamischen Republik Iran, Ali Chamenei, hat eine scharfe Erklärung abgegeben, in der er die Vereinigten Staaten offiziell des Sabotages wesentlicher Bestimmungen eines bilateralen Abkommens bezichtigt. Es geht um das Islamabad-Memorandum of Understanding (US-Iran MoU), das am 17. Juni 2026 unterzeichnet wurde.

Teheran behauptet, Washington habe die Artikel 1 und 5 des Dokuments verletzt, die das Waffenstillstandsregime und die Sicherheit der Schifffahrt regeln. Als Reaktion auf diese Vorwürfe hat der Iran seine Bereitschaft erklärt, „schnelle und entschlossene“ Maßnahmen zu ergreifen, falls sich die Außenpolitik der USA nicht ändert.

### Das Wesen des Konflikts: Wer hat was verletzt?

Das Islamabad-Memorandum, das unter der Vermittlung Pakistans vom US-Präsidenten Donald Trump und dem iranischen Präsidenten Masoud Pezeshkian unterzeichnet wurde, sollte einen 60-tägigen Waffenstillstand herbeiführen. Doch bereits nach einer Woche tauschen sich die Seiten mit gegenseitigen Vorwürfen über die Verletzung der Vereinbarungen aus.

Laut der Position Teherans ignoriert die amerikanische Seite **Artikel 1**, der ein vollständiges Verbot militärischer Operationen, einschließlich des Gebiets des Libanon, vorschreibt. Die iranischen Behörden erklären, dass die USA weiterhin logistische und finanzielle Unterstützung für Formationen leisten, die auf Positionen libanesischer paramilitärischer Strukturen schießen. Für den Iran ist dies eine direkte Verletzung des Abkommens.

Der zweite Punkt der Uneinigkeit betrifft **Artikel 5** über das Schifffahrtsregime. Das Dokument verpflichtete den Iran, den sicheren Transit von Schiffen durch die Straße von Hormus zu garantieren, und die USA, die Seeblockade der iranischen Häfen aufzuheben. Teheran behauptet, dass die Präsenz der US-Marine und die Patrouillen der Luftwaffe im „omanischen“ Korridor die Spannungen künstlich anheizen und das Kräftegleichgewicht stören.

### Chronologie der Eskalation: Von Angriffen auf Tanker bis zu Raketenangriffen

Die rhetorische Verschärfung fiel mit einer Reihe realer gewaltsamer Vorfälle in der Region zusammen, die zum Katalysator gegenseitiger Vorwürfe wurden:

- **25. Juni 2026:** Im Golf von Oman wurde das Containerschiff *Ever Lovely* unter singapurischer Flagge (Betreiber – taiwanische Firma Evergreen) einem Drohnenangriff ausgesetzt. Das Schiff fuhr auf der von den Behörden Omans und der IMO abgestimmten südlichen Fahrrinne.

- **26. Juni 2026:** Als Reaktion auf die Vorfälle führten die US-Luftwaffe punktgenaue Angriffe auf iranische Küstenradarstationen durch, die laut Washington in die Überwachung der Meerenge eingebunden sind.

- **27. Juni 2026:** Die britische Organisation für die Verwaltung maritimer Handelsoperationen (UKMTO) verzeichnete einen neuen Treffer eines unbekannten Geschosses in die Aufbauten eines kommerziellen Tankers.

### Position Washingtons: „Der Iran hat die Bedingungen zuerst verletzt“

Das offizielle Washington lehnte die Vorwürfe der Sabotage des Memorandums kategorisch ab. Vertreter des Außenministeriums und des Nationalen Sicherheitsrats der USA erklärten, dass ihr Land seine Verpflichtungen erfüllt habe. Insbesondere erließ das US-Finanzministerium am 22. Juni eine allgemeine OFAC-Lizenz, die eine teilweise Aufhebung der Sanktionen gegen den Export iranischen Erdöls erlaubt.

Im Weißen Haus wird angenommen, dass gerade der Iran **Artikel 5** des Memorandums verletzt hat, indem er Beschränkungen für die Schifffahrt durch die Persische Regionalverwaltung (PGSA) einführte und Angriffe auf zivile Schiffe verübte. Laut amerikanischen Beamten zwangen diese Maßnahmen die USA dazu, das humanitäre Programm der IMO zur Evakuierung des blockierten Flottenteils aus dem Persischen Golf auszusetzen.

### Rechtlicher Aspekt: Die Kraft des Vertrags in Kriegszeiten

Internationale Beobachter stellen fest, dass beide Seiten die Zweideutigkeit der Formulierungen des Zwischenabkommens nutzen, um ihre militärischen Handlungen zu legitimieren. Aus juristischer Sicht verpflichten Memoranden, die konkrete Verpflichtungen (Transitrechte, Waffenstillstand) festlegen, gemäß der Wiener Vertragsrechtskonvention von 1969 die Unterzeichner zum redlichen Vollzug (*pacta sunt servanda*), unabhängig vom Ratifikationsstatus.

Die Lage in der Region bleibt extrem instabil. Der Iran droht mit Gegenmaßnahmen, während die USA auf den Schutz der Schifffahrtsfreiheit bestehen. Das Friedensabkommen, das das Ergebnis des 60-tägigen Waffenstillstands werden sollte, steht vorerst weiterhin in Gefahr, gescheitert zu werden.