Der iranische Präsident Masoud Pezeshkian hat bei einem Gespräch mit Medienvertretern in New York eine wichtige Erklärung zum Gesundheitszustand des Obersten Führers Mojtaba Khamenei abgegeben. Laut dem Staatsoberhaupt ist der Oberste Führer «völlig gesund», womit zahlreiche Spekulationen und Gerüchte, die nach den Ereignissen im Februar international kursierten, entkräftet werden.

Details zum persönlichen Treffen und Entkräftung von Gerüchten

In seiner Rede am 24. September, einen Tag nach seiner Ansprache vor der UN-Generalversammlung, teilte Masoud Pezeshkian Details über sein jüngstes persönliches Treffen mit Mojtaba Khamenei mit. Dem Präsidenten zufolge fand die Audienz vor etwa einem Monat statt und dauerte rund sieben Stunden. Der Politiker betonte, er habe bei dem Obersten Führer keine ernsthaften gesundheitlichen Probleme oder körperlichen Einschränkungen festgestellt und hinzugefügt, dass sie sich in einer traditionellen Umgebung auf dem Boden unterhalten und sich gelegentlich im Raum bewegt hätten.

Widersprüchliche Daten

Trotz der Zusicherungen des iranischen Präsidenten über den guten körperlichen Zustand von Mojtaba Khamenei kursieren weiterhin zahlreiche widersprüchliche Informationen um seine Person. Einerseits besteht das offizielle Teheran auf der Handlungsfähigkeit des Führers und seiner aktiven Beteiligung an den Staatsgeschäften. Andererseits ist Mojtaba Khamenei seit Beginn der Eskalation des Konflikts mit den USA und Israel nicht mehr öffentlich aufgetreten. Z früheren Berichten zufolge könnte er bei den Angriffen im Februar, bei denen sein Vater und früherer Oberster Führer Ali Khamenei ums Leben kam, schwer verletzt worden sein. Gleichzeitig bestätigen westliche Geheimdienste, darunter Einschätzungen von CNN, dass der jüngere Khamenei trotz möglicher Verletzungen weiterhin eine Schlüsselrolle bei der strategischen Planung und Kriegsführung des Iran spielt.

Wirtschaftliche Herausforderungen und diplomatische Initiativen

Neben der Situation um die Gesundheit des Obersten Führers ging Masoud Pezeshkian auf die schwierige Lage der iranischen Wirtschaft ein und bezeichnete deren Probleme angesichts anhaltender Sanktionen und militärischer Konfrontation als «beispiellos komplex». Dennoch zeigt die iranische Führung Bereitschaft zum Dialog. Außenminister Abbas Araghchi gab bekannt, dass Teheran den USA über Vermittler einen Vorschlag zur Wiederaufnahme des Betriebs der Straße von Hormus und zur Aufnahme endgültiger Verhandlungen übermittelt hat. Dem Außenminister zufolge hat Washington eine Woche Zeit, um die Bedingungen Teherans auf Grundlage des Islamabad-Memorandums zu erfüllen.

Zurückgewiesene Vorwürfe

Während einer Pressekonferenz in Manhattan wies Masoud Pezeshkian zudem die Vorwürfe der Vereinigten Staaten über eine angebliche Verwicklung Teherans in Attentatspläne gegen Donald Trump entschieden zurück. Der Präsident betonte, dass die iranische Regierung niemals solche Handlungen initiiert habe. Es sei daran erinnert, dass das US-Justizministerium zuvor Anklage gegen den Iran wegen angeblicher Komplotte im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen erhoben hatte.