In der Pechanga Arena in San Diego (USA) fand der Hauptkampf des Boxabends statt, bei dem der Interims-Weltmeister des WBC im Weltergewicht (bis 63,5 kg) Isaac Cruz aus Mexiko auf den Puerto-Ricaner Nestor Bravo traf. Der Mexikaner mit einer Bilanz von 29-3-2 (19 K.o.-Siege) gewann durch vorzeitige Beendigung und beendete den Kampf in der sechsten Runde mit einem kraftvollen linken Haken. Für Bravo, dessen Bilanz 24-2 (17 K.o.-Siege) beträgt, war dies die zweite Niederlage seiner Karriere.

Die schmutzige Taktik des Puerto-Ricaners

Der Kampf wurde nicht nur durch seine spektakuläre Entscheidung, sondern auch durch den extrem schmutzigen Kampfstil von Nestor Bravo in Erinnerung bleiben. Der Puerto-Ricaner wählte eine Taktik, die wie ein bewusster Versuch aussah, den Gegner disqualifizieren zu lassen. Schon in der ersten Runde lag Bravo nach einem umstrittenen Knockdown auf dem Boden, woraufhin er offen damit begann, den Kampf zu sabotieren: Er landete regelmäßig Tritte und Schläge unter die Gürtellinie, nutzte Ringkämpfergriffe, setzte Ellbogen und Schultern ein und versuchte, Cruz aus dem Ring zu drücken. Der Ringrichter hatte alle Gründe für eine Disqualifikation, versuchte aber bis zum Schluss, den Boxern die Möglichkeit zu geben, die Sache sportlich zu klären, und verhängte gegen den Puerto-Ricaner mehrere Verwarnungen und Geldstrafen.

Die Entscheidung in der sechsten Runde

Trotz des chaotischen Kampfverlaufs durch Bravo behielt Cruz die Nerven und machte den Gegner in der sechsten Runde fertig. Entscheidend war ein kraftvoller linker Haken, nach dem Bravo nicht mehr voll in den Kampf zurückkehren konnte. Der Ringrichter beendete den Kampf und verzeichnete den vorzeitigen Sieg des Mexikaners durch Knockout. Damit verteidigte Cruz seinen Titel als Interims-Weltmeister des WBC im Weltergewicht und bestätigte seinen Status als einer der gefährlichsten Boxer der Gewichtsklasse.

Die Herausforderung an Ryan Garcia

Nach seinem vorzeitigen Sieg ließ es Isaac Cruz nicht lange auf sich warten und warf öffentlich die Handschuh an den amerikanischen Starboxer und WBC-Weltmeister im Weltergewicht Ryan Garcia. Der Mexikaner verkündete lautstark seine Ambitionen und drückte seinen Wunsch aus, den Spitzenreiter der Gewichtsklasse im Ring zu treffen. Die Reaktion des Amerikaners in den sozialen Medien ließ nicht lange auf sich warten.

Garcias Antwort: „Dies ist mein letzter Versuch“

Ryan Garcia erinnerte an frühere Verhandlungen und merkte an, dass er dem Mexikaner bereits zweimal einen Kampf angeboten, aber eine Absage erhalten habe. Laut dem Amerikaner war Cruz in einem dieser Zeitfenster sein Pflichtherausforderer, entschied sich jedoch, auf ein Duell im Ring zu verzichten. Nun ist Garcia bereit, dem Gegner im Dezember 2026 eine letzte Chance zu geben. „Damit die Fans es wissen: Ich habe Cruz zweimal einen Kampf angeboten, und einmal war er mein Pflichtherausforderer – und er hat zweimal abgelehnt. Dies ist mein letzter Versuch, ihm eine Chance zu geben. Wenn er erneut ablehnt, werde ich nie wieder etwas mit ihm zu tun haben“, schrieb Garcia in den sozialen Medien.

Widersprüchliche Daten

In den bereitgestellten Quellen wurden keine wesentlichen Abweichungen in Fakten, Daten und Zahlen festgestellt. Die Bilanzen beider Boxer, die Rundenzahl des Knockouts, der Austragungsort des Kampfes und das Zitat von Ryan Garcia stimmen in allen verfügbaren Materialien überein. Einziger Punkt: In der Beschreibung des Kampfes wird betont, dass der Ringrichter „alle Gründe für eine Disqualifikation hatte“, formell wurde der Kampf jedoch durch Knockout und nicht durch Disqualifikation beendet – dies ist Standardpraxis, wenn der Schiedsrichter den Kampf nach einem sauberen Treffer und nicht nach einer Serie von Regelverstößen stoppt.