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title: "Japanische ispace ändert Strategie: Erster Start des Mondlanders Ultra mit der nationalen Trägerrakete H3"
description: "Der japanische Start-up ispace wird zum ersten Mal den Mondlander Ultra mit der nationalen Rakete H3 im Jahr 2028 starten. Diese Entscheidung wird vom Yen-Kurs und dem Wunsch nach einem eigenen Frachtsystem diktiert, obwohl die Zuverlässigkeit von H3 zuvor Fragen aufwarf. 🚀🇯🇵🌕"
date: 2026-07-31T20:34:52.000Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/ispace-start-mit-rakete-h3-mission-3-de
tags: [ispace, mitsubishi-heavy-industries, h3-rocket, takeshi-hakamada, space-x]
publisher: "XAB.info"
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# Japanische ispace ändert Strategie: Erster Start des Mondlanders Ultra mit der nationalen Trägerrakete H3

![Start der japanischen Trägerrakete H3 mit dem Mondlander Ultra von ispace](https://xab.info/media/2026/07/31/ispace-zapusk-na-rakete-h3-missiya-3/ispace-zapusk-na-rakete-h3-missiya-3-1.webp)

Das japanische private Weltraumunternehmen ispace hat einen strategischen Wandel in seinem Mondprogramm angekündigt. Zum ersten Mal in der Geschichte wird der Start-up seinen Landegerät an Bord der nationalen Trägerrakete H3 der Mitsubishi Heavy Industries (MHI) ins All schicken. Diese Entscheidung markiert eine neue Ära in der Entwicklung der japanischen kommerziellen Raumfahrt.

### Neuer Landemodul und nationaler Träger

Die als Mission 3 bezeichnete Mission ist für das Jahr 2028 geplant. Das Hauptereignis wird der Start des neuen Landemoduls Ultra sein. Dies wird nicht nur die Debütmisson für das aktualisierte Gerät sein, sondern auch der erste Fall, in dem die Rakete H3 ein Gerät eines japanischen privaten Start-ups ins All bringt. Zuvor verließ sich ispace im Rahmen der Missionen Mission 1 und Mission 2 ausschließlich auf die Raketen Falcon 9 des amerikanischen Unternehmens SpaceX.

Vertreter von ispace und Mitsubishi Heavy Industries betonten, dass ihre Vereinbarung weit über einen Standardstartvertrag hinausgeht. Die Unternehmen beabsichtigen, das erste private Frachttransportsystem zum Mond in Japan zu schaffen. Bei der Auswahl von H3 als Hauptträger berücksichtigten die Ingenieure nicht nur den patriotischen Aspekt und die Nutzung nationaler Infrastruktur, sondern auch die technischen Spezifikationen der Rakete, die Startbedingungen sowie die Kompatibilität mit dem Design des neuen Landemoduls.

### Wirtschaftlichkeit und Zuverlässigkeit

Die genaue Kosten des Vertrags zwischen den Parteien werden nicht offengelegt, jedoch sind die wirtschaftlichen Motive der Entscheidung offensichtlich. Der Chef von ispace, Takeshi Hakamada, merkte an, dass die Schwächung des japanischen Yen-Kurses Starts, deren Kosten in US-Dollar indexiert sind, für japanische Auftraggeber erheblich teurer gemacht hat. Der Wechsel auf einen nationalen Träger ermöglicht die Optimierung des Missionsbudgets.

Gleichzeitig verheimlicht das Management des Unternehmens nicht, dass die Entscheidung unter Berücksichtigung der Risiken getroffen wurde. Die Rakete H3 zeigte in der Vergangenheit Probleme mit der Zuverlässigkeit: Von acht durchgeführten Starts endeten zwei mit einem Misserfolg. Nachdem MHI den Träger jedoch wieder in den vollen Betrieb zurückgebracht und die notwendigen Verbesserungen vorgenommen hatte, hielten die Experten von ispace das aktuelle Risikoniveau für die Umsetzung ehrgeiziger Pläne für akzeptabel.

### Globale Pläne und internationale Zusammenarbeit

Trotz des Wechsels auf einen japanischen Träger für die Mission im Jahr 2028 wird die Zusammenarbeit mit SpaceX nicht eingestellt. Bereits im Juli kündigte ispace an, sein neues Frachtsystem Mobile Cargo System an Bord des Raumschiffs Starship zum Mond zu schicken. Dieser Start ist frühestens für das Jahr 2030 geplant.

Gleichzeitig erweitert das Unternehmen die geografische Reichweite seiner Projekte. Die europäische Niederlassung von ispace erhielt einen Vertrag des Europäischen Weltraumamts (ESA) im Wert von 65 Millionen Euro. Die Mittel werden für die Fertigstellung der Entwicklung des Mondrovers MAGPIE verwendet. Dieses Gerät wird im Rahmen der Mission Mission 4 im Jahr 2029 zum Südpol des Mondes geschickt. Die Hauptaufgabe der Expedition wird die Suche nach Wassereis und die detaillierte Untersuchung des Mondbodens sein.