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title: "Netanyahus Veto und der Mangel an „Patriots': Wie Israel die Verteidigung der Ukraine in der neuen US-Regierung beeinflusst"
description: "Israel blockierte 2023 die US-finanzierte Lieferung von „Iron Dome' an die Ukraine mit Verweis auf Technologie-Leck-Risiken. Jetzt wird in Washington ein neues Verteidigungspaket diskutiert, das den Einfluss Israels ausweitet und Kontroversen über Souveränität sowie den Mangel an Patriot-Raketen für die Ukraine auslöst. 🇺🇸🇮🇱🇺🇦"
date: 2026-08-01T13:14:00.000Z
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tags: [netanyahu, trump, ukraine, israel, patriot-missiles]
publisher: "XAB.info"
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# Netanyahus Veto und der Mangel an „Patriots': Wie Israel die Verteidigung der Ukraine in der neuen US-Regierung beeinflusst

![Benjamin Netanjahu und Donald Trump vor der israelischen Flagge — Symbol für Israels Einfluss auf die Verteidigungspolitik der USA und der Ukraine](https://xab.info/media/2026/08/01/izrail-veto-netanyahu-ukraina-patriot-2025/izrail-veto-netanyahu-ukraina-patriot-2025-1.webp)

Die Fragen zur Bewaffnung der Ukraine und zum geopolitischen Einfluss Israels sind erneut zum Zentrum heftiger Debatten in Washington geworden. Wie sich herausstellte, blockierte Israel im Jahr 2023 die Lieferung von ukrainischen Flugabwehrsystemen „Iron Dome', obwohl die Raketen vollständig aus dem amerikanischen Haushalt finanziert worden waren. Dieser Präzedenzfall tauchte erneut im Kontext der Diskussion über neue US-Verteidigungsgesetze auf.

### Verstecktes Veto und gemeinsame Produktion

Der verstorbene republikanische Senator Lindsey Graham hatte zuvor aktiv die Übertragung ziviler Schutzsysteme der Ukraine gegen russische Angriffe lobbied und schlug vor, „Iron Dome'-Batterien aus amerikanischen Lagern zu verwenden. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu nutzte jedoch sein Vetorecht und blockierte den Deal.

Ein Schlüsselfaktor war das Abkommen über die gemeinsame Produktion: Es gibt Israel das letzte Wort bei der Nutzung des Systems, auch wenn die Ausrüstung von der US-Regierung finanziert wird. Die israelische Botschaft in Washington begründete diese Entscheidung mit der Sorge, dass fortschrittliche Technologie in die Hände des Iran geraten könnte. Als Alternative wies die israelische Seite darauf hin, dass sie die USA mit Patriot-Batterien beliefert hat, die sonst an die Ukraine geliefert worden wären.

### Neues Verteidigungspaket und Erweiterung des Einflusses

Gegenwärtig hat das US-Repräsentantenhaus einen Verteidigungspolitikkosten von 1,15 Billionen Dollar verabschiedet. Das Dokument sieht eine Erweiterung der Zusammenarbeit mit Israel über die Luftverteidigung hinaus vor – in den Bereichen biologische Waffen, künstliche Intelligenz, Cybersicherheit und Systeme gerichteter Energie.

Die Initiative findet Unterstützung bei Netanjahu, pro-israelischen Gesetzgebern beider Parteien und der einflussreichen Lobbygruppe AIPAC. Allerdings widersetzen sich linke Demokraten und einige rechte Republikaner dem Projekt und versuchen, den Gesetzentwurf im Senat zu blockieren.

Der demokratische Senator Chris Van Hollen kritisierte die Situation scharf: „Dies gefährdet unsere Souveränität und schadet unserer nationalen Sicherheit, indem es unsere Möglichkeiten einschränkt. Die Raketenabwehrsysteme, die wir an die Ukraine liefern wollten, waren im Südwesten der USA stationiert und wurden von Steuerzahlern finanziert, aber Israel legte ein Veto ein.'

### Wettbewerb unter Verbündeten und Raketenmangel

Die Debatten über den Gesetzentwurf fielen mit den Besuchen von Netanjahu und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Washington zusammen. Ihre gleichzeitigen Appelle um Unterstützung stellten zwei US-Verbündete faktisch in eine Konkurrenzsituation um begrenzte Ressourcen.

Während des Treffens mit Selenskyj erklärte Präsident Donald Trump, dass es schwierig sein werde, die ukrainische Anfrage nach 300 Patriot-Abfangraketen zu erfüllen, da diese Munition im Konflikt mit dem Iran aktiv verbraucht wird. US-Außenminister Marco Rubio, einer der treuesten Unterstützer Israels in der neuen Regierung, erklärte, dass ihn die Möglichkeit eines israelischen Vetos auf den Waffenexport an Drittländer nicht beunruhige. Solche Beschränkungen seien seiner Meinung nach ein untrennbarer Bestandteil jeder gemeinsamen Produktion.

Zur Erinnerung: Bereits im Jahr 2023 hatte Netanjahu erklärt, dass Israel keine Entscheidungen über die Lieferung tödlicher Waffen an die Ukraine getroffen habe und sich auf humanitäre Hilfe und zivilen Schutz beschränke.