Rumänien stärkt seine Verteidigungslinien mit Hilfe italienischer Verbündeter. In Bukarest wurde offiziell bestätigt, dass in Kürze eine umfangreiche Militärdelegation aus Italien in das Land eintrifft. Es handelt sich dabei nicht nur um einen diplomatischen Besuch, sondern um die Verlegung von etwa hundert Soldaten und Kampfflugzeugen.
Die offizielle Begründung für die Mission ist ein Übungseinsatz. Italienische Experten sollen ein intensives Training für ihre rumänischen Kollegen durchführen, wobei der Fokus auf Methoden zur Abwehr moderner Bedrohungen aus Russland liegt. Der Kontext der Ereignisse deutet jedoch darauf hin, dass dies mehr als nur eine geplante Übung ist.
Beschleunigter Zeitplan aufgrund von Drohnen
Obwohl die Vorbereitungen für die Operation im Voraus liefen, wurde der Starttermin vorverlegt. Der entscheidende Faktor war die Tragödie in der Stadt Galați am 29. Mai. In dieser Nacht stürzte eine russische „Geran-2“-Drohne, die während eines Angriffs auf das Gebiet von Odessa vom Kurs abkam, auf ein Wohnhaus in Rumänien.
Der Vorfall führte zu einem Brand im 10. Stock, es gab Verletzte, und Dutzende Bewohner mussten notdürftig evakuiert werden. Dieses Ereignis veranlasste Bukarest, offiziell bei NATO um eine Beschleunigung der Lieferung von Luftabwehrsystemen und eine Verstärkung der Präsenz der Verbündeten zu bitten.
Spezialausrüstung und neue Taktiken
Die Operation wird auf dem Militärflugplatz Mihail Kogălniceanu durchgeführt und wird etwa einen Monat dauern. Die ersten Einheiten der italienischen Streitkräfte werden am 15. Juni erwartet. Der Schwerpunkt liegt auf der Bekämpfung von Drohnen.
Laut Quellen geht die Mission über eine Standard-Luftpatrouille hinaus. Nach Rumänien werden nicht nur Kampfflugzeuge, sondern wahrscheinlich auch spezialisierte Fluggeräte entsandt. Experten gehen davon aus, dass es sich um Kampfdrohnen handeln könnte, die zum Abschuss und zur Zerstörung feindlicher UAVs in der Luft bestimmt sind.
So zeigt Italien nicht nur die Bereitschaft zum Training, sondern auch zur direkten Teilnahme an der Stärkung der Sicherheit an der östlichen Flanke des Bündnisses als Reaktion auf die reale Bedrohung durch Drohneneindringlinge.