Am 7. September um 20:00 Uhr feiert auf dem Kanal ICTV2 die Premiere des Krimi-Miniserials „ДВРЗ проти шпигуна“, in dem die Abenteuer der beiden diensthabenden Partner – Serhij Bondar und Petr Dsjuba – fortgesetzt werden. Zu dem prominenten Ensemble, zu dem Wjatscheslaw Dovzhenko und Witalij Iwantschenko gehören, stieß in den neuen Folgen der Sohn des Ersten – Ivan Dovzhenko – hinzu. In einem exklusiven Interview mit der Redaktion Wave RBC.UA erzählte der junge Schauspieler, wie die Arbeit auf dem Set neben seinem Vater, der „das ganze Land kennt und liebt“, abläuft und woher die frechste Zeile seiner Figur stammt.

Die Figur, die ihren Chef kopiert und die Kollegen „Pension“ nennt

Ivan Dovzhenko übernahm die Rolle des Anton Dolhohi – eines jungen Offiziers, den der Stationsleiter Juschkow zur Arbeit bringt und den er den Hauptfiguren vorstellt. Die Figur kopiert ihren Vorgesetzten und positioniert sich von den ersten Szenen an als vorübergehender Gast: Er erklärt, dass er eigene Ambitionen und Pläne habe, und behandelt die älteren Kollegen mit leichtem Verachtung, indem er sie ironisch als „Pension“ bezeichnet. Dabei hat Dolhohi objektive Vorteile gegenüber den „Oldschool“-Diensthabenden, die mit Aufbrechwerkzeugen arbeiten: Er beherrscht die neuesten Technologien mühelos – er knackt Schlösser, Telefone, Laptops, findet Geolokalisationen und hat dabei nur minimale Daten. Der Generationenkonflikt wurde, so der Schauspieler, zu einer der wichtigsten dramaturgischen Linien des Serials.

„Er bricht zusammen und wird lustig“: die Nichtlinearität der Figur

Trotz der anfänglichen Selbstsicherheit gerät Anton Dolhohi schnell in Schwierigkeiten. Er kommt zur Arbeit und denkt, er werde die ganze Welt und gleichzeitig das ДВРЗ retten, doch er beginnt „zusammenzubrechen“ und wird zur komischen Figur, als er erkennt, dass er „etwas angerichtet und irgendwo gelandet“ hat. Ivan Dovzhenko betonte, dass ihm gerade diese Nichtlinearität der Figurenentwicklung nahe liegt. Der Schauspieler dankte dem Regisseur Taras Dudar für die Möglichkeit, die Figur „ungewöhnlich“ zu gestalten: „Ja, er ist selbstsicher, aber nicht nur das!“ Während des gesamten Serials bleibt der Praktikant in seiner eigenen Kleidung, was, wie die Drehbuchautoren beabsichtigten, die Idee unterstreicht, dass die diensthabenden Polizisten der neuen Generation noch „hinterherlaufen“ müssen. Ob Dolhohi am Ende diensthabender Polizist wird, ließ der Schauspieler offen und fügte lächelnd hinzu: „Ob er es wird, ist die Frage“.

Die besondere Vereinbarung mit dem „berühmten Vater“

Die Arbeit auf dem Set neben seinem Vater, der selbst einer der Hauptstars des Projekts ist, beschreibt Ivan Dovzhenko als eine Erfahrung, die gleichzeitig angenehm und maximale Konzentration erfordert. Seinen Worten zufolge ist jeder Drehtag „der schwierigste“, aber das sei normal: „Man darf sich nicht entspannen, arbeitet ständig und sammelt Erfahrung.“ Der entscheidende Punkt war die Vereinbarung, die das Vater-Sohn-Duo noch vor Beginn der Dreharbeiten getroffen hatte: Ivan sollte alles selbst ausprobieren und „sich selbst die Schrammen holen“. Wjatscheslaw Dovzhenko versprach, Tipps zu geben, aber erst nachdem der Sohn selbst alle Möglichkeiten ausgeschöpft hatte. „Es ist wunderbar, wenn es klappt, aber manchmal muss man suchen. Manchmal gibt Wjatscheslaw einen Hinweis“, erzählte der Schauspieler. Er betonte, dass es auf diesem Projekt keinen einzigen Fall gab, in dem sein Vater missbilligend auf ihn geschaut hätte: „Hier fühle ich mich sicher.“ Im Gegenteil, während seiner Studienzeit, bei den Vorführungen, bemerkte Wjatscheslaw Nuancen und erklärte sofort, wie man es machen sollte.

Die Zeile „Pension!“, die auf dem Set geboren wurde

Die frechste Phrase von Anton Dolhohi – das Ausruf „Na, Pension…“, das er ruft, wenn er an den diensthabenden Polizisten vorbeigeht –, stand nicht im Drehbuch. Ivan Dovzhenko gestand, dass er sie selbst erfunden hat. „Sie ist passend, und es gefällt mir“, kommentierte der Schauspieler. Seinen Worten zufolge fügte sich die Zeile organisch in den Charakter der Figur ein, die sich durch Ironie gegenüber den „älteren Kollegen“ Gewicht verleiht. Der Schauspieler betonte, dass er auf dem Set nicht einfach eine Rolle spielte, sondern aktiv an der Gestaltung der Figur mitwirkte, und gerade diese Freiheit, die ihm vom Regisseur und seinem Vater eingeräumt wurde, erlaubte es, die Figur lebendig und wiedererkennbar zu machen.

Witalij Iwantschenko als „zweiter Mentor“ und andere Projekte

Neben seinem Vater wurde Witalij Iwantschenko für Ivan Dovzhenko ein wichtiger Kollege und inoffizieller Mentor auf dem Set. Der Schauspieler hatte viele gemeinsame Szenen mit Iwantschenko, der, so seine Worte, half und erklärte: „Das hast du cool gespielt, aber lass uns es anders versuchen.“ Ivan Dovzhenko betont, dass es für ihn „Arbeit und Ausbildung zugleich“ ist, und obwohl er weiß, dass er „im Vergleich zu ihnen ein Anfänger ist“, ist die Möglichkeit, Erfahrung bei solchen Profis zu sammeln, unschätzbar. Im Interview erwähnte der Schauspieler auch seine anderen Projekte: den Film „На драйві“ über das kriegsgezeichnete Charkiw und die Jugend, die in Autos etwas Neues für sich findet, sowie das Serial „Мавка. Справжній міф“, in dem er bereits zusammen mit seinem Vater gedreht hatte. „Es ist gut, dass es Projekte gibt, aber ich spüre, dass ich noch viel lernen muss. Ich bin dankbar, dass man mir vertraut und dass man mich ernst nimmt. Ich möchte diese Erwartungen unbedingt erfüllen“, fasste Ivan Dovzhenko zusammen.