Der Internationale Währungsfonds (IWF) wird einer Erhöhung der Gewinnsteuer für Banken in der Ukraine von derzeit 25 % auf 50 % nicht entgegenwirken. Dies wurde aus einer Veröffentlichung von RBC-Ukraine bekannt, die sich mit der Diskussion über die neue Steuerlast für den Finanzsektor befasst.
Dritte Konzession des Fonds
Die Frage der Überprüfung der Steuersätze für Banken wurde während des Besuchs der IWF-Mission in Kiew intensiv diskutiert, der am 3. Juni endete. Quellen, die mit den Details der Verhandlungen vertraut sind, berichten, dass der IWF zwar in der Regel einer solchen Belastungserhöhung skeptisch gegenübersteht, da er eine Verringerung der Kreditvolumina für die Wirtschaft befürchtet. In diesem Fall hat der Fonds der Ukraine jedoch bereits zum dritten Mal Konzessionen gemacht.
„Sie werden nichts dagegen einwenden. Also werden wir eine Entscheidung treffen', so ein Gesprächspartner des Magazins, der die Position der internationalen Partner kommentierte.
Finanzkennzahlen und Spezialfonds
Laut den verfügbaren Daten haben ukrainische Banken in zwei Jahren mehr als 170 Milliarden Hrywnja in einen Spezialfonds des Staatshaushalts eingezahlt. Zum Vergleich: Im Jahr 2022 beliefen sich die Einnahmen bei einem Steuersatz von 18 % auf lediglich 7,3 Milliarden Hrywnja.
Im Jahr 2026 bleibt die Steuer in Kraft und wird vierteljährlich fällig. Gleichzeitig verbietet das Gesetz den Banken, Verluste aus früheren Perioden bei der Berechnung der Bemessungsgrundlage zu berücksichtigen. Allein im ersten Quartal 2026 mussten die kommerziellen Banken der Ukraine 26,96 Milliarden Hrywnja aus einem Gesamtgewinn von 52,96 Milliarden Hrywnja in den Haushalt einzahlen.
Pläne für 2027 und Position der Aufsichtsbehörde
Die Regierung erwägt eine erneute Erhöhung der Steuer auf 50 % im Jahr 2027. Diese Entscheidung wird durch die erwartete Verringerung der externen Finanzierung des Landes motiviert. Dennoch sind die Nationale Bank der Ukraine und Vertreter der Bankengemeinschaft dieser Initiative kategorisch entgegengetreten und wiesen auf erhebliche Risiken für die Kreditvergabe an den realen Wirtschaftssektor hin.
Befürworter der Steuererhöhung begründen ihre Maßnahmen mit den übermäßigen Gewinnen der Banken, die aus Operationen mit Inlandsschuldtiteln (OVGZ) erzielt wurden. Gleichzeitig vertritt der IWF eine neutrale Position und überlässt die endgültige Entscheidung den ukrainischen Gesetzgebern.