Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat eine Vereinbarung mit der ukrainischen Regierung über die Gewährung einer neuen Kredittranche erzielt. Der Umfang der finanziellen Hilfe beträgt fast 700 Millionen US-Dollar. Diese Entscheidung war das Ergebnis mehrerer Wochen intensiver Verhandlungen im Rahmen der jüngsten Mission des Fonds in Kiew.

Status der Vereinbarung und nächste Schritte

Derzeit wurde die Einigung auf Ebene des IWF-Personals und der ukrainischen Vertreter erzielt. Für die endgültige Genehmigung und die tatsächliche Überweisung der Mittel ist jedoch die Zustimmung des Direktoriums des Fonds erforderlich. Die Sitzung, in der die endgültige Entscheidung getroffen wird, ist für nächsten Monat geplant.

Die nächste Verhandlungsrunde zwischen der Ukraine und dem internationalen Gläubiger wird frühestens im September stattfinden. Experten stellen fest, dass die Überprüfung des Kooperationsprogramms eine der schwierigsten in jüngster Zeit ist.

Zentrale Frage: Steuern auf Pakete

Ein zentraler Punkt der Diskussionen war der Gesetzentwurf zur Besteuerung internationaler Sendungen im Wert von mehr als 45 Euro. Die Einführung dieses Mechanismus ist notwendig, um die Anforderungen des IWF zur Verringerung des Anteils der Schattenwirtschaft im Land zu erfüllen.

Im Verlauf der Diskussionen ging der Fonds auf Zugeständnisse ein: Die Annahme des entsprechenden Gesetzes kann bis Juli verschoben werden. Diese Entscheidung gibt den ukrainischen Parlamentariern zusätzliche Zeit zur Umsetzung dieser Bedingung.

Politischer Kontext und Hindernisse

Das Problem der Besteuerung von Sendungen war bereits zuvor ein Hindernis. Am 26. Mai hat die Werchowna Rada den Gesetzentwurf Nr. 12360 nicht unterstützt und die Änderungen bezüglich der Steuern auf internationale Sendungen abgelehnt. Die Abgeordneten stimmten auch dem Vorschlag, das Dokument erneut in die zweite Lesung zu bringen, nicht zu.

Die Abstimmung fand vor dem Hintergrund des Beginns der IWF-Mission in Kiew statt. Der Volksabgeordnete Jaroslaw Scheljasnjak erklärte, dass der Ministerrat infolge des gescheiterten Abstimmungsergebnisses einen separaten Gesetzentwurf in das Parlament einbringen muss, um diese Frage zu lösen.