Die ukrainischen Angriffe auf die russische Logistikinfrastruktur auf der besetzten Halbinsel sind keine Einzelfälle. Wie der Sprecher der ukrainischen Marine, Dmytro Pletenchuk, in einer Sendung des Telethons erklärte, handelt es sich um einen Teil einer umfassenden, jahrelangen Strategie. Nach seinen Worten ist dies eine mehrstufige Operation, die seit Jahren und nicht nur seit Monaten andauert.
Strategie der schrittweisen Zerstörung
Pletenchuk enthüllte die Logik der Aktionen Kiiews und stellte fest, dass die Angriffe sequenziell und systematisch durchgeführt wurden. Zuerst wurde die maritime Logistik zerstört, dann die Eisenbahnfähren. Parallel dazu wurden Luftabwehrsysteme und Objekte im sogenannten Landkorridor getroffen.
Diese Strategie wird durch die Ereignisse der letzten Tage bestätigt. In der Nacht zum 25. Juni führten die Drohnensysteme der Ukraine einen großangelegten Angriff durch, bei dem fast 40 militärische und logistische Ziele getroffen wurden. Zu den Zielen der Drohnen gehörten:
- das Kraftwerk Tawrija;
- große Umspannwerke;
- Radarstationen;
- ein Öltanklager in Dschanjuk.
Folgen für die Besatzungsverwaltung
Das Ergebnis dieser Operationen war eine drastische Verschärfung der Versorgungsprobleme auf der Halbinsel. Die Angriffe am 20. Juni, die die russische Luftabwehr, Lagerstätten für Kraftstoffe und drei Autofähren trafen, versetzten die Verkehrsanbindung der Region einen schweren Schlag.
Die Lage auf der Halbinsel hat einen kritischen Punkt erreicht. Am 26. Juni sahen sich die Besatzungsbehörden gezwungen, den Notstand auf regionaler Ebene für das gesamte Gebiet der Krim und Sewastopol zu verhängen. Experten des Instituts für Kriegsstudien (ISW) stellen fest, dass die Angriffe auf die Brücken die Landwege zur Krim faktisch blockiert haben, was die Vorbereitung Russlands auf Offensive Operationen erheblich erschwert.
Politischer Kontext
Die großangelegten Aktionen auf der Halbinsel werden von aktiven Erklärungen auf politischer Ebene begleitet. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj betonte, dass die Operation in der Krim sorgfältig durchdacht ist. Der Staatsoberhaupt verknüpfte die Effektivität dieser Maßnahmen mit der Unterstützung westlicher Partner und erklärte, dass Kiew bei Bereitstellung der notwendigen Mittel durch die G7-Staaten schnell Bedingungen schaffen werde, unter denen Russland gezwungen sein wird, den Weg zum Frieden zu wählen.