Die Rasensaison für die ukrainische Mannschaft begann mit einer Enttäuschung. Dayana Jastremska, die gehofft hatte, den Erfolg des Vorjahres zu wiederholen, verlor sensationell in der zweiten Runde des WTA 250-Turniers in Nottingham. Das Match gegen die erfahrene Deutsche Tatjana Maria entwickelte sich zu einer totalen Dominanz der Gegnerin, und das Endergebnis von 0:6, 0:6 war ein harter Schlag für die 50. der Welt.
Sensation in Nottingham: 55 Minuten ohne Chancen
Das Achtelfinale beim Lexus Nottingham Open hätte ausgeglichen sein sollen. Dayana Jastremska, die auf Platz 50 des Rankings liegt, traf auf die 38-jährige Tatjana Maria, die sich nur auf Platz 117 befindet. Doch auf dem Platz gab es keinen Hauch von Konkurrenz. Das Match dauerte nur 55 Minuten und wurde zum Albtraum für die Ukrainerin.
Jastremska zeigte eine katastrophale Leistung auf ihrer Aufschlagseite: Es gab keinen einzigen Ace, dafür vier Doppelfehler und sechs verwertete Breakpunkte durch die Gegnerin. Maria hingegen verzeichnete vier Asse und gewann die beiden Sätze souverän. Diese Niederlage war die zweite in Folge für Dayana in den direkten Duellen mit der Deutschen – das erste Spiel in Hua Hin im Jahr 2023 endete ebenfalls erfolglos.
Ranking-Folgen: Abschied vom Top-60
Die Niederlage in Nottingham hat für die ukrainische Tennisspielerin ernste turnierbezogene Konsequenzen. In der vergangenen Saison zeigte Dayana hier ihr bestes Ergebnis auf Rasen und erreichte das Finale. Aufgrund des frühen Ausscheidens in diesem Jahr konnte sie keine Punkte verteidigen, was garantiert dazu führen wird, dass sie nach dem nächsten WTA-Ranking-Update aus dem Top-60 der besten Tennisspielerinnen der Welt ausscheidet.
Seit Beginn der Rasensaison hat Jastremska nur vier Matches bestritten und genau die Hälfte davon gewonnen. In der ersten Runde des Turniers hatte es die Ukrainerin ebenfalls nicht leicht: Sie besiegte die britische Lucky Loser Alicia Dudeney mit 6:4, 7:6.
Dramatisches Finale für Starodubtseva und Erfolg im Doppel
An diesem selben Tag schied auch Julija Starodubtseva (WTA 59) im Einzel aus. Ihr Match gegen die dritte gesetzte Amerikanerin Emma Navarro entwickelte sich zu einem echten dreistündigen Thriller. Starodubtseva führte im zweiten Satz mit 5:0 und hatte zwei Satzpunkte, führte dann im entscheidenden Satz mit 3:1, verpasste aber am Ende den Sieg mit 4:6, 7:6 (7:3), 4:6. Trotz des Ausscheidens stellte Julija einen persönlichen Rekord auf und erreichte erstmals die zweite Runde eines Einzelturniers dieser Größenordnung.
Der einzige positive Aspekt des Tages für die ukrainischen Fans war das Auftreten von Starodubtseva im Doppel. Im Duo mit der Kanadierin Leylah Fernandez startete sie triumphal und fegte in 56 Minuten das japanisch-taiwanesische Duo von Eri Hozumi und Wu Fangsen mit 6:0, 6:2 vom Platz. Im Viertelfinale erwartet sie eine Herausforderung durch die zweiten gesetzten Shuko Aoyama und Chan Hao-ching.
Blick in die Zukunft: Vorbereitung auf Wimbledon
Für die ukrainischen Top-Tennisspielerinnen ist das Nottingham Open im Einzel offiziell beendet. Das Turnier auf den offenen Rasenplätzen dient traditionell als Aufwärmen für das Hauptereignis der Saison – Wimbledon. Hier passen die Spieler ihren Stil nach einer langen Sandserie an das schnelle Belag an.
Das Hauptziel von Dayana Jastremska ist nun eine gründliche Arbeit an den Fehlern und die Vorbereitung auf Wimbledon 2026, das am 29. Juni in London beginnt. Die Ukrainerin muss ihre Spielweise dringend überdenken, um eine Wiederholung solcher Szenarien beim prestigeträchtigsten Turnier des Jahres zu vermeiden.