Die Oscar-preisgekrönte Schauspielerin Jennifer Lawrence, die seit vielen Jahren bewusst öffentliche Social-Media-Konten vermieden hatte, erschien nun endlich auf Instagram. Das am 10. September veröffentlichte Video wurde ihr erstes Video in dem Messenger: Die Star zeigte sich ohne Make-up, mit offenen blonden Haaren und in einem hellen Outfit, was die bewusste Unverbindlichkeit und die „heimelige“ Atmosphäre der Vorstellung gegenüber dem Publikum unterstrich. Als Profilbild wählte sie ein informelles Foto mit Folie in den Haaren während einer Färbung, und als Nutzernamen verwendete sie die kurze Variante @jlaw.
Bedingung: kein Negativ
Ihre Vorstellung gegenüber den Followern begann Lawrence mit einer scherzhaften, aber prägnanten Warnung. „Wenn jemand etwas Negatives sagt, gehe ich. Sofort, ohne weitere Fragen“, erklärte die Schauspielerin im Bild. Sie fügte hinzu, dass sie auch von unguten Meinungen über sich erfahren würde und in einem solchen Fall ebenfalls die Plattform verlassen würde. In ihren Stories setzte die Star dasselbe Thema fort und bat die Follower zu bedenken, dass böse oder aggressive Kommentare sich negativ auf ihr Kind auswirken könnten – und verwandelte damit den Witz in eine direkte Ansprache an die Kommunikationskultur in den Kommentaren.
Unterstützung von Kollegen und Profildetails
In den Kommentaren zum Debütvideo unterstützten die Schauspielerin Kolleginnen und Kollegen aus der Branche, darunter Zoë Kravitz und Yvonne Strahovski, was dem neuen Profil sofort einen freundlichen Ton verlieh. In der Profilbeschreibung erklärte Lawrence die Wahl ihres Nutzernamens: Die Variante jenniferlawrence war bereits vergeben, daher entschied sie sich für die kürzere @jlaw. Diese Kombination aus Details – informelles Profilbild, kurzer Nutzername, offene Ansprache – wirkt wie ein bewusster Verzicht auf das glänzende „Star“-Image zugunsten eines persönlicheren Formats.
Warum sie so lange geschwiegen hat
Ihr Debüt auf Instagram war ein Bruch mit der Position, die Lawrence bereits 2018 in einem Interview mit InStyle öffentlich begründet hatte. Damals erzählte sie, dass sie es vorziehe, fremde Beiträge zu beobachten, selbst aber nichts zu sagen, was sie auf die Fülle an Kritik und den Wunsch zurückführte, ohne konkreten Anlass – etwa die Bewerbung eines neuen Projekts oder ein wichtiges damit verbundenes Thema – nicht unnötig Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Das Erscheinen eines persönlichen Kontos kann daher als Strategieänderung betrachtet werden: Die Schauspielerin kam nicht für eine dauerhafte Präsenz in die sozialen Netzwerke, sondern mit klar definierten Grenzen und der Bedingung einer ruhigen Kommunikation.
Kontext und Reaktion
Trotz der langen Abwesenheit eines öffentlichen Kontos nutzte Lawrence, wie sie selbst sagte, die sozialen Netzwerke im Beobachtermodus. Das Debütvideo und die darauffolgenden Stories zeigten, dass sie die Seite selektiv und mit Humor führen möchte und sofort die „Spielregeln“ für das Publikum festlegte. Die Unterstützung der Kollegen in den Kommentaren und der fehlende aggressive Ton in der ersten Ansprache deuten darauf hin, dass die Schauspielerin um das neue Konto herum ein schützendes, aber offenes Format aufgebaut hat, das voraussichtlich den Charakter ihrer Präsenz auf Instagram in Zukunft bestimmen wird.