Am Samstag, dem 25. Juli, entfaltete sich in der Jeddah Superdome-Arena in Riad einer der dramatischsten Kämpfe im Schwergewicht der letzten Zeit. Der ehemalige zweifache Weltmeister Anthony Joshua besiegte den albanischen Boxer Christian Prenga, doch der Weg zum Triumph war nicht einfach.

Dramatischer Start und sofortige Reaktion

Der unter der Ägide von Turki Al-Sheikh ausgetragene Kampf begann mit einer unerwarteten Wende. Im allerersten Round befand sich der Brite zweimal auf dem Canvas und überlebte zwei Knockdowns. Für viele Zuschauer sah dies nach einem Signal für ein mögliches Scheitern des erfahrenen Kämpfers aus, doch Joshua demonstrierte eine unglaubliche Anpassungsfähigkeit.

Die zweite Runde wurde zum Wendepunkt des Abends. Der Brite änderte seine Taktik vollständig und übernahm die Initiative. Er drückte seinen Gegner an die Seile und landete eine kraftvolle Serie von Schlägen, die mit einem Knockout endete. Christian Prenga konnte auf das Signal des Richters nicht mehr aufstehen, was das Ende des Kampfes bei 2:39 der zweiten Runde markierte.

Ein neues Kapitel in Joshuas Karriere

Dieser Sieg hat eine besondere Bedeutung für die Karriere von Anthony Joshua. Nach dem lauten Knockout gegen Wladimir Klitschko im Jahr 2017 und zwei Niederlagen gegen Oleksandr Usyk befindet sich der Brite in einem Prozess der ernsthaften Transformation. Aktuell trainiert er im Lager des ukrainischen Champions unter der Leitung des Spezialisten Ihor Golub, was, wie es scheint, bereits Früchte in Form von taktischer Flexibilität und Widerstandskraft trägt.

Aussichten und Undercard

Der Erfolg in Dschidda eröffnet Joshua neue Horizonte. Sollte sich seine Form bestätigen, könnte Ende des Jahres ein lauter Rückkampf oder ein prinzipielles Duell mit einem anderen britischen Schwergewichtler – Tyson Fury – stattfinden.

Die Ereignisse des Abends beschränkten sich nicht auf den Hauptkampf. In der Undercard des Shows bestritt der ukrainische Olympiasieger Oleksandr Khizhnyak seinen zweiten Profikampf. Er traf auf den Franzosen Lenny Patrace. Es ist erwähnenswert, dass Khizhnyak vor dem Kampf das Wiegen durchlief und leichter als sein Gegner war, was die Taktik des Duells beeinflusst haben könnte.