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title: "Jarosław Kaczyński fordert von Polen, den EU-Beitritt der Ukraine zu blockieren: „Keine Genozid-Täter auf den Flaggen“"
description: "Jarosław Kaczyński forderte Polen auf, den EU-Beitritt der Ukraine zu blockieren und erklärte, dass ein Land mit Symbolik von „Genozid-Tätern' auf seinen Flaggen kein „normales europäischer Staat' sein könne. Der PiS-Vorsitzende betonte, dass dies seine persönliche Meinung sei, bekräftigte jedoch sein Engagement für die Unterstützung der Ukraine im Krieg. Die Beziehungen zwischen den Ländern haben sich aufgrund des UPA-Symbols und des Skandals um den Orden des Weißen Adlers verschärft. 🇵🇱🇺🇦🚫"
date: 2026-06-26T11:28:00.000Z
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# Jarosław Kaczyński fordert von Polen, den EU-Beitritt der Ukraine zu blockieren: „Keine Genozid-Täter auf den Flaggen“

![Jarosław Kaczyński während einer Rede, in der er den Beitritt der Ukraine zur EU blockieren will](https://xab.info/media/2026/06/26/kachynsky-prizval-blokirovat-vstuplenie-ukrainy-v-es/kachynsky-prizval-blokirovat-vstuplenie-ukrainy-v-es-1.webp)

In der polnischen Politik entbrennt eine neue Welle von Diskussionen über die Beziehungen zur Ukraine. Der Vorsitzende der Partei „Recht und Gerechtigkeit“ (PiS), Jarosław Kaczyński, hat eine scharfe Erklärung abgegeben und Warschau aufgefordert, neue Verhandlungsrunden über den Beitritt der Ukraine zur Europäischen Union zu blockieren.

### Persönliche Meinung oder Parteistrategie?

„Polen sollte damit beginnen, weitere Verhandlungsrunden über den EU-Beitritt der Ukraine zu blockieren', so Kaczyński. Der Politiker präzisierte jedoch, dass seine Worte keine rechtliche Verbindlichkeit haben und ausschließlich seine persönliche Position widerspiegeln, nicht die offizielle Linie der PiS. Da die Parteiorgane keine entsprechenden Beschlüsse gefasst haben, betonen Experten, insbesondere die Financial Times, dass diese Aussagen vorerst keinen direkten Einfluss auf den Integrationsprozess der Ukraine haben werden.

Gleichzeitig versicherte Kaczyński, dass seine Position keinen Rückzug der Unterstützung für Kiew bedeute. Er betonte, dass er weiterhin alles tun werde, um den Sieg der Ukraine im Krieg gegen Russland zu fördern, und nannte dies ein strategisches Interesse Polens.

### „Ein normales europäisches Staat'

Hauptargument des PiS-Vorsitzenden ist das historische Gedächtnis und die Symbolik. Nach seinen Worten kann die Ukraine keinen Anspruch auf EU-Mitgliedschaft erheben, wenn auf ihren Flaggen Symbole zu finden sind, die mit Genozid in Verbindung stehen.

„Aber die Ukraine sollte wissen: Wenn sie der EU beitreten will, und die EU eine europäische Organisation ist, dann muss sie ein normales europäischer Staat sein und darf keine Genozid-Täter auf ihren Flaggen haben, und zwar sehr grausame Genozid-Täter', zitiert die Presse Kaczyński.

Neben der ukrainischen Frage erinnerte der Politiker auch an das ungelöste Problem der Reparationen seitens Deutschlands und erklärte, dass Warschau diese Schuld nicht vergisst.

### Gründe für die Verschärfung der Beziehungen

Der Konflikt zwischen Kiew und Warschau hat tiefe Wurzeln, doch die jüngste Verschärfung begann nach der Entscheidung von Präsident Wolodymyr Selenskyj, einer Einheit der ukrainischen Streitkräfte den Ehrentitel „Helden der UPA' zu verleihen. Dies löste in Polen eine heftige Reaktion aus, wo die Aktivitäten der UPA im Kontext von Tragödien wie dem Massaker von Wolhynien betrachtet werden.

Als Reaktion darauf unternahm der polnische Präsident Karol Nawrocki einen diplomatischen Schritt, indem er Selenskyj der höchsten staatlichen Auszeichnung des Landes, des Ordens des Weißen Adlers, entzog. Als Antwort sandte der ukrainische Führer die Auszeichnung über den Kurierdienst „Nova Poshta' zurück nach Warschau. Die polnische Seite nahm diese Geste als Beleidigung und Respektlosigkeit wahr.

Ein weiterer Faktor der Spannungen war das Fehlen von Wolodymyr Selenskyj bei der Konferenz zum Wiederaufbau der Ukraine in Danzig. An seiner Stelle sprach in Polen die Ministerpräsidentin Julija Swiridenko. Der polnische Regierungschef Donald Tusk bewertete die Entscheidung des ukrainischen Präsidenten als „Geste zur Deeskalation der Spannungen', doch das Misstrauen zwischen den beiden Ländern bleibt hoch.