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title: "Kaja Kallas ruft zu einem Moratorium für Angriffe im Schwarzen Meer auf: „Nahrung darf keine Waffe des Krieges sein“"
description: "Die Chefin der EU-Diplomatie, Kaja Kallas, rief auf der UN-Generalversammlung zu einem Moratorium für Angriffe im Schwarzen Meer und zum Abschluss einer neuen Getreidevereinbarung auf. Seit August ist der maritime Getreideexport aus der Ukraine faktisch zum Erliegen gekommen, was eine globale Ernährungskrise droht."
date: 2026-09-23T00:14:00.000Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/kaja-kallas-moratorium-angriffe-schwarzes-meer-getreide
tags: [kaja-kallas, black-sea, grain-export, eu-foreign-policy, food-security, un-general-assembly, ukraine-export]
publisher: "XAB.info"
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# Kaja Kallas ruft zu einem Moratorium für Angriffe im Schwarzen Meer auf: „Nahrung darf keine Waffe des Krieges sein“

![Kaja Kallas ruft zu einem Moratorium für Angriffe im Schwarzen Meer auf](https://xab.info/media/2026/09/23/kallas-moratorium-ataki-chernom-more-zerno/kallas-moratorium-ataki-chernom-more-zerno-1.webp)

## 🎯 Key Points

- Kaja Kallas rief auf der UN-Generalversammlung zu einem Moratorium für Angriffe im Schwarzen Meer auf, um die sichere Schifffahrt wiederherzustellen
- Die EU schlägt eine neue Schwarzen-Meer-Getreidevereinbarung mit der Bedingung der Einstellung der Angriffe in der Region vor
- Seit August 2026 ist der maritime Getreideexport aus der Ukraine infolge verstärkter russischer Angriffe faktisch zum Erliegen gekommen
- Die Ukraine stellt 15 % des weltweiten Maisexports, 10 % des Weizenexports und rund die Hälfte des Sonnenblumenöls bereit; 90 % der Produkte gehen über den Schwarzen-Meer-Korridor
- Kallas betonte, dass „Nahrung niemals als Waffe des Krieges eingesetzt werden darf“

Die Hohe Vertreterin der Europäischen Union für Außen- und Sicherheitspolitik, Kaja Kallas, hat sich für die Einführung eines Moratoriums für Angriffe im Schwarzen Meer ausgesprochen. Die Erklärung wurde während eines Live-Auftritts von EU-Beamten auf der Sitzung der UN-Generalversammlung in New York abgegeben und am 23. September 2026 ausgestrahlt. Laut Kallas ist eine solche Maßnahme erforderlich, um die sichere Schifffahrt wiederherzustellen und den ukrainischen Getreideexport zu beleben, der seit August infolge verstärkter russischer Angriffe auf maritime Objekte in der Region faktisch zum Erliegen gekommen ist.

### Aufruf zum Moratorium und neue Getreidevereinbarung

Kallas erklärte offen: „Wir präsentieren den Aufruf der Europäischen Union zur Abschluss einer Schwarzen-Meer-Getreidevereinbarung mit der Einführung eines Moratoriums für Angriffe“. Damit bietet Brüssel nicht nur ein vorübergehendes Waffenstillstandsabkommen an, sondern einen institutionalisierten Mechanismus – eine neue Vereinbarung, die die Einstellung der Angriffe in der Region als Bedingung für die Wiederaufnahme der kommerziellen Schifffahrt vorsieht. Die Chefin der EU-Diplomatie betonte, dass die Folgen der russischen Aggression weit über die Ukraine hinaus spürbar sind, und der starke Anstieg der Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse im Jahr 2022 habe eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig das Schwarze Meer für den internationalen Handel sowie die Energie- und Ernährungssicherheit der gesamten Welt ist.### Umfang des ukrainischen Agrarexports

In ihrer Rede führte Kallas eine Reihe wesentlicher Zahlen an, die die Rolle der Ukraine in der globalen Ernährungsbilanz charakterisieren. Auf das Land entfallen 15 % des weltweiten Maisexports, 10 % des Weizenexports, 15–20 % des Gerstenexports und rund die Hälfte des auf den Weltmärkten gehandelten Sonnenblumenöls. Dabei wird fast 90 % dieser Produkte über den Schwarzen-Meer-Korridor transportiert. Der Verlust dieser Route bedeutet, dass Dutzende von Ländern, die vom ukrainischen Getreide und von Ölpflanzen abhängen, in eine Zone des direkten Risikos eines Nahrungsmittelengpasses geraten.

### Einstellung des maritimen Exports seit August 2026

Laut den von Kallas auf der Generalversammlung genannten Daten ist der maritime Getreideexport aus der Ukraine seit August 2026 faktisch zum Erliegen gekommen. Die verstärkten russischen Angriffe auf Schiffe im Schwarzen Meer – einschließlich kommerzieller Schiffe, die Getreide exportieren – haben die kommerzielle Schifffahrt in der Region entweder erheblich erschwert oder vollständig unmöglich gemacht. Die ukrainischen Verteidigungskräfte führen ihrerseits Gegenschläge gegen russische Schiffe aus, darunter häufig sogenannte Schatten-Tanker, die Öl transportieren. Diese gegenseitige Eskalation macht die Navigation für alle Beteiligten gefährlich und schreckt Versicherungsgesellschaften ab, die sich weigern, Fahrten in der Konfliktzone abzudecken.

### Globale Risiken und Klimafaktor

Kallas wies auch darauf hin, dass die Probleme im Schwarzen Meer nicht im luftleeren Raum existieren. Die globalen Lieferketten stehen gleichzeitig unter Druck infolge des Konflikts in der Persischen Bucht und der langfristigen Folgen des Klimawandels, die in einigen Regionen die Ernteerträge senken. Der kumulative Effekt dieser Faktoren verstärkt nach Einschätzung der Chefin der EU-Diplomatie die Verwundbarkeit des Weltmarkts für Lebensmittel vielfach. „Nahrung darf niemals als Waffe des Krieges eingesetzt werden“, betonte Kallas mit Blick auf den Saal der UN-Generalversammlung.

### Kontext und Bedeutung der Initiative

Die Initiative Brüssels für eine neue Schwarzen-Meer-Getreidevereinbarung setzt logisch die Linie fort, die mit der ersten Getreideinitiative von 2022 begonnen wurde, doch angesichts der Tatsache, dass die bisherigen Formate infolge der andauernden Angriffe faktisch nicht mehr funktionieren, schlägt die EU eine härtere Konstruktion vor – mit der ausdrücklichen Bedingung eines Moratoriums für Angriffe. Für Moskau, das die Kontrolle über die Seewege systematisch als Druckmittel einsetzt, bedeutet ein solcher Aufruf die Notwendigkeit einer öffentlichen Wahl: entweder das Moratorium annehmen und die Wiederaufnahme des Exports zulassen, oder die Verantwortung für die Vertiefung der globalen Ernährungskrise tragen. Die Reaktion der russischen Seite auf die Initiative Kallas wurde zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Artikels nicht festgehalten.

## 🔍 Fact-Check Verification

- [Kallas ruft zu einem Moratorium für Angriffe im Schwarzen Meer auf, um eine Ernährungskrise zu vermeiden](https://www.rbc.ua/ukr/news/kallas-zaklikala-moratoriyu-ataki-chornomu-1790122194.html) - Подтверждает призыв Каллас к мораторию, контекст продовольственного кризиса и выступление на ГА ООН.
- [Kallas unterstützt ein Moratorium für Angriffe im Schwarzen Meer](https://www.rbc.ru/rbcfreenews/6a98a1ce9a794749774ebd9e) - Российское издание фиксирует поддержку Каллас моратория; факт совпадает с основным текстом.
- [Kaja Kallas schlägt ein Moratorium für jegliche Angriffe im Schwarzen Meer vor](https://www.kp.ru/online/news/7153787/) - Подтверждает формулировку «мораторий на любые атаки» и авторство инициативы.
- [Kallas unterstützt ein Moratorium für Angriffe im Schwarzen Meer](https://1news.az/news/20260903100512112-Kallas-podderzhala-moratorii-na-ataki-v-CHernom-more) - Азербайджанский источник подтверждает факт; дата в URL (03.09.2026) может указывать на предварительную публикацию или ошибку датирования — не влияет на суть.

## ❓ FAQ

### Q: Was genau hat Kaja Kallas auf der UN-Generalversammlung vorgeschlagen?
**A:** Kallas rief zum Abschluss einer neuen Schwarzen-Meer-Getreidevereinbarung auf, die die Einführung eines Moratoriums für Angriffe im Schwarzen Meer vorsieht. Ziel ist die Wiederherstellung der sicheren Schifffahrt und des ukrainischen Getreideexports.

### Q: Wann ist der maritime Getreideexport aus der Ukraine zum Erliegen gekommen?
**A:** Laut Kallas ist der maritime Export seit August 2026 faktisch zum Erliegen gekommen, da die verstärkten russischen Angriffe die kommerzielle Schifffahrt im Schwarzen Meer erschwert oder unmöglich gemacht haben.

### Q: Wie hoch ist der Anteil der Ukraine am weltweiten Getreideexport?
**A:** Die Ukraine stellt 15 % des weltweiten Maisexports, 10 % des Weizenexports, 15–20 % des Gerstenexports und rund die Hälfte des Sonnenblumenöls bereit. Fast 90 % dieser Produkte werden über den Schwarzen-Meer-Korridor transportiert.

### Q: Warum hält die EU ein Moratorium für notwendig?
**A:** Kallas wies darauf hin, dass die Folgen der Angriffe auf Schiffe die globale Ernährungssicherheit bedrohen. Sie erinnerte daran, dass der Anstieg der Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse im Jahr 2022 die kritische Bedeutung des Schwarzen Meeres gezeigt habe, und betonte: „Nahrung darf niemals als Waffe des Krieges eingesetzt werden“.