In der Welt der Technologie-Giganten hat sich ein neuer Konflikt entfacht. Die ehemaligen Partner und Freunde Elon Musk und Sam Altman sind erneut auf die öffentliche Bühne getreten, um sich scharfe Vorwürfe zu machen. Dieser Vorfall ereignete sich vor dem Hintergrund eines prominenten Rechtsstreits, den der Konzern Apple gegen das Unternehmen OpenAI eingeleitet hat.

Die Klage von Apple: Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen und Personal

Der unmittelbare Auslöser für die Eskalation der Spannungen war die Aussage von Apple. Der Technologie-Riese verklagte die Entwickler von ChatGPT und warf ihnen den Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen vor. Laut der Klägerseite hat das Management von OpenAI nicht nur 400 ehemalige Mitarbeiter von Apple abgeworben, sondern auch dazu beigetragen, dass diese vertrauliche Informationen mitnahmen.

Im Verfahren geht es nicht nur um aktuelle Technologien, sondern auch um Informationen zu zukünftigen Produkten des Unternehmens sowie Details interner Arbeitsabläufe. Sollte OpenAI den Prozess verlieren, könnte das Unternehmen gezwungen sein, sein erstes KI-Gerät, das in Zusammenarbeit mit dem legendären Designer Jony Ive entwickelt wird, komplett neu zu gestalten.

Die Reaktion von Elon Musk: „Der Betrüger ist wieder im Geschäft”

Elon Musk, Chef von Tesla und SpaceX, reagierte sofort und aggressiv auf die Nachricht über den Prozess. In seinem Mikroblog schrieb er: „Der Betrüger Altman ist wieder im Geschäft”. Wie die Zeitung The Independent feststellt, hat Musk im vergangenen Jahr wiederholt eine ähnliche Rhetorik verwendet und den Chef von OpenAI als „Scam Altman“ bezeichnet.

Nur wenige Minuten nach seiner ersten Mitteilung fügte der Unternehmer hinzu, dass Altman „den Betrug auf ein völlig neues Niveau gehoben” habe. Musk erinnerte daran, dass Altman zunächst ein „gemeinnütziges KI-Projekt mit offenem Quellcode gestohlen” habe und nun, seiner Meinung nach, Technologien von Apple angeeignet hat.

Die Gegenattacke von Altman: Spott über SpaceX

Sam Altman blieb nicht schuldig. Als Reaktion auf die Angriffe verspottete er das ehrgeizige Projekt von SpaceX zur Errichtung von Orbital-Rechenzentren. Altman erklärte, Musk verkaufe öffentlichen Investoren die Idee kurzfristiger Weltraum-Rechenzentren und deutete dabei auf die Unpraktikabilität oder Spekulation des Projekts hin.

Die Gegenattacke von Altman löste eine heftige Reaktion des Publikums aus: Der Beitrag verzeichnete fast 15 Millionen Aufrufe und 60.000 Likes. In scherzhafter Form schlug er Musk vor, zum Start zu kommen, der für das nächste Jahr geplant ist, und fügte eine Bedingung hinzu: „wenn dein Bewährungshelfer natürlich die Erlaubnis gibt”.

Die Geschichte des Konflikts und die Risiken für OpenAI

Die Feindschaft zwischen den beiden Unternehmern besteht bereits seit mehreren Jahren. Elon Musk war einer der Mitbegründer von OpenAI, verließ den Vorstand jedoch 2018 aufgrund eines Interessenkonflikts. Anschließend warf er dem Management des Unternehmens wiederholt vor, von der gemeinnützigen Mission abgewichen zu sein, und forderte den Rücktritt von Altman.

Neben internen Streitigkeiten und Klagen sieht sich OpenAI mit erheblichen wirtschaftlichen Risiken konfrontiert. Laut Bloomberg könnte eine Niederlage im Prozess gegen Apple die Schlüsselprodukte des Unternehmens gefährden. Darüber hinaus berichtete die Agentur UNIAN, dass die Macher von ChatGPT bereits Mitte 2027 bankrottgehen könnten. Das Hauptproblem besteht darin, dass ein erheblicher Teil der Nutzer kostenlose Versionen der Chat-Bots bevorzugt und kaum bereit ist, für den Dienst zu zahlen, was das Unternehmen anfällig für Konkurrenten macht.