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title: "Kann Information die Raumzeit krümmen? Physiker finden Verbindung zur Gravitation"
description: "Physiker der Universität Leipzig haben Einsteins Gravitationsgleichungen aus der Quanteninformationstheorie hergeleitet und Entropie mit Raumzeitgeometrie verknüpft."
date: 2026-10-15T13:58:20.534Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/kann-information-die-raumzeit-kruemmen-physiker-finden-verbindung
tags: [physics, einstein, quantum-information, gravity, spacetime, science]
author: "Alexander Buran"
publisher: "XAB.info"
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# Kann Information die Raumzeit krümmen? Physiker finden Verbindung zur Gravitation

![Visualisierung der Verbindung zwischen Quanteninformation und Raumzeitkrümmung](https://xab.info/media/2026/10/15/mozhet-li-informatsiya-iskrivlyat-prostranstvo-vremya/mozhet-li-informatsiya-iskrivlyat-prostranstvo-vremya-1.webp)

## Kernpunkte

- Einstein-Gleichungen aus der Quanteninformationstheorie abgeleitet
- Forschung in Physical Review Letters veröffentlicht
- Arbeit baut auf Ted Jacobsons Ideen von 1995 zur Gravitationsthermodynamik auf
- Änderungen des Quantenzustands von Materie korrelieren mit der Raumzeitkrümmung

Die moderne theoretische Physik sucht weiterhin nach fundamentalen Schnittstellen zwischen Albert Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie und der Quantenmechanik, die lange Zeit auf tiefster Ebene als unvereinbar galten. Physiker der Universität Leipzig haben eine bahnbrechende Studie vorgelegt, in der sie zeigen, wie die berühmten Einstein-Gleichungen zur Beschreibung der Gravitation direkt aus mathematischen Beziehungen der Quanteninformationstheorie hergeleitet werden können. Diese Arbeit, die in der renommierten Fachzeitschrift Physical Review Letters veröffentlicht wurde, markiert einen bedeutenden Meilenstein im Verständnis der Natur unseres Universums.

### Quanten-Relative Entropie und Ereignishorizonte

Das Herzstück des neuen mathematischen Ansatzes ist das Konzept der quantenrelativen Entropie – einer speziellen Größe, die den Grad der Unterscheidbarkeit zwischen zwei Quantenzuständen misst. Die Forscher untersuchten detailliert das Verhalten eines skalaren Quantenfeldes in unmittelbarer Nähe eines Ereignishorizonts, also jener bedingten Grenze, jenseits derer keine Information zu einem bestimmten Beobachter gelangen kann. Die Wissenschaftler stellten ein bemerkenswertes Muster fest: Die relative Entropie zwischen dem Standard-Vakuustand und seinen angeregten Varianten ist direkt mit dem Energiefluss durch diesen räumlichen Horizont verknüpft.

### Weiterentwicklung von Ted Jacobsons Ideen und Gravitationsthermodynamik

Wenn man zusätzlich die klassische Bekenstein-Hawking-Beziehung heranzieht, welche die thermodynamische Entropie eines Horizonts mit seiner geometrischen Fläche verknüpft, erweist sich der Energiefluss als eng an die Änderung dieser Fläche gebunden. Genau diese kohärente Kette logischer und mathematischer Verbindungen ermöglicht es, die Einstein-Gleichungen in der semiklassischen Näherung erfolgreich abzuleiten. In dieser Näherung werden Quantenfelder vor dem Hintergrund einer klassischen Raumzeit betrachtet. Das Ergebnis führt die berühmte Arbeit des Physikers Ted Jacobson aus dem Jahr 1995 fort, die Gravitationsgleichungen mit der Thermodynamik verknüpfte, ersetzt dabei jedoch die klassische Entropie durch den präziseren Apparat der Informationstheorie.

### Physikalische Bedeutung und Grenzen des neuen Modells

Die tiefere physikalische Bedeutung dieser Entdeckung liegt darin, dass jegliche Änderungen im Quantenzustand der Materie direkte Auswirkungen auf die Geometrie der Raumzeit haben. Die Anregung eines Quantenfeldes unterscheidet sich vom Vakuum sowohl in ihren informationellen Eigenschaften als auch in ihren Energieparametern, die im Rahmen des vorgeschlagenen mathematischen Modells in Schwankungen der Horizontfläche und Raumkrümmung übersetzt werden. Dennoch betonen die Autoren, dass dies noch keinen endgültigen Beweis dafür darstellt, dass die gesamte Gravitation ausschließlich aus Information entsteht. Die Schlussfolgerungen stützen sich auf bestimmte Annahmen, und die Berechnungen gelten derzeit nur für eine bestimmte Klasse von Quantenzuständen.

### Perspektiven für den Aufbau der Quantengravitation

Gegenwärtig stellt die präsentierte Arbeit eine fundamentale theoretische Leistung dar und noch keine fertige, experimentell verifizierte Gravitationstheorie. Die Physiker selbst betrachten die Studie als entscheidenden Schritt zum Verständnis der Grenzen der Informationstheorie bei der Beschreibung der makroskopischen Welt. In naher Zukunft plant die Forschungsgruppe, den entwickelten mathematischen Ansatz auf komplexere und allgemeinere Quantenzustände sowie auf andere geometrische Bedingungen auszudehnen, was die Menschheit der Formulierung einer vollständigen Theorie der Quantengravitation näherbringen könnte.

## Faktencheck und Quellen

- [Может ли информация искривлять пространство-время? Физики нашли связь с гравитацией](https://www.ixbt.com/news/2026/10/15/mozet-li-informaciia-iskrivliat-prostranstvo-vremia-fiziki-nasli-sviaz-s-gravitaciei.html) - Основной источник информации об исследовании лейпцигских физиков.
- [Эйнштейн оказался квантовым: физики вывели уравнения гравитации из квантовой информации](https://www.ixbt.com/live/science/eynshteyn-okazalsya-kvantovym-fiziki-vyveli-uravneniya-gravitacii-iz-kvantovoy-informacii.html) - Основной источник информации об исследовании лейпцигских физиков.
- [Эйнштейн смеялся над этим явлением: давняя загадка квантовой физики почти решена](https://focus.ua/technologies/660749-eynshteyn-smeyalsya-nad-etim-yavleniem-davnyaya-zagadka-kvantovoy-fiziki-pochti-reshena) - Контекстная информация по квантовой физике.
- [Пространство‑время в теории Эйнштейна описали через «замороженные» структуры гравитации](https://overclockers.ru/blog/Global_Chronicles/show/254750/Prostranstvo-vremya-v-teorii-Ejnshtejna-opisali-cherez-zamorozhennye-struktury-gravitacii) - Дополнительный технологический контекст.

## Häufige Fragen

### Welche neue Verbindung wurde von den Physikern entdeckt?

Wissenschaftler haben eine mathematische Verbindung zwischen den Einsteinschen Gravitationsgleichungen und der Quanteninformationstheorie über die relative Entropie hergestellt.

### In welcher Fachzeitschrift wurde die Arbeit veröffentlicht?

Die Forschung wurde in der renommierten Fachzeitschrift Physical Review Letters veröffentlicht.

### Ist dies ein Beweis für eine neue Gravitationstheorie?

Noch nicht; die Arbeit ist theoretischer Natur und stützt sich auf bestimmte Annahmen für spezifische Quantenzustände.