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title: "„Wer unterstützte, unterstützt weiter': Ukrainische Militärs schlagen vor, Einmaldonations durch regelmäßige Abonnements zu ersetzen"
description: "Das 49. Sturmbataillon „Karpatytsch“ schlägt vor, die Einmaldonations durch regelmäßige monatliche Beiträge zu ergänzen: 1000 Abonnenten zu je 50 Hrywnja ergeben 50.000 Hrywnja stabile Finanzierung. Ziel ist es, innerhalb von sechs Monaten tausend dauerhafte Spender zu gewinnen."
date: 2026-09-22T13:52:00.000Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/karpatytsch-regelmaessige-beitraege-militaer-abo
tags: [ukraine, military-funding, donations, karpatska-sych, war-economy, drone-warfare]
publisher: "XAB.info"
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# „Wer unterstützte, unterstützt weiter': Ukrainische Militärs schlagen vor, Einmaldonations durch regelmäßige Abonnements zu ersetzen

![Ukrainische Soldaten auf einem Panzer in einer Halle: Aufruf zu regelmäßigen Abonnements statt einmaliger Spenden](https://xab.info/media/2026/09/22/karpatska-sich-regulyarnye-vznosy-voennye/karpatska-sich-regulyarnye-vznosy-voennye-1.webp)

Seit Beginn der großangelegten Invasion sind Spenden für Drohnen, Fahrzeuge, Wärmebildgeräte und Kommunikationsmittel zu einem gewohnten Bestandteil des zivilen Lebens in der Ukraine geworden. Doch laut Vertretern des 49. separaten Sturmbataillons „Karpatytsch“ wird es objektiv schwieriger, die wachsenden Bedürfnisse der Einheiten zu decken: Die Kosten und das Volumen der Anfragen steigen, während der Kreis der aktiven Spender praktisch nicht wächst. Im Bataillon schlägt man vor, die Einmal-Sammlungen durch einen Mechanismus regelmäßiger monatlicher Beiträge zu ergänzen – ein sogenanntes „Militär-Abo“.

### Wachsende Bedürfnisse bei stagnierender Unterstützung

Der stellvertretende Kommandeur des 49. separaten Sturmbataillons „Karpatytsch“, Myrjan Beresedetskyj, Rufzeichen „Dwin“, stellt in einem Gespräch mit RBC-Ukraine fest: „Dass es um ein Vielfaches schwieriger geworden ist, Geld zu sammeln, sagen alle, die sich damit beschäftigt haben. Und das ist objektiv so: Die Anzahl und der Wert der Bedürfnisse wächst, während die Zahl der Menschen, die das Militär unterstützen, etwa gleich bleibt. Wer unterstützte, unterstützt weiter.“ Es geht nicht nur um den Kauf neuer Technik. Für Drohnen werden ständig Ersatzteile benötigt, Fahrzeuge brauchen Reparaturen, Kampfmaschinen – zusätzlichen Schutz. Die Reparaturabteilung des Bataillons, die sich mit der Wiederherstellung der Kampfmaschinen beschäftigt, verbraucht monatlich rund 30.000 Hrywnja nur für Materialien. Derzeit führt die Einheit eine Sammlung über 90.000 Hrywnja durch – für den Anti-Drohnen-Schutz eines neuen Fahrzeugs und die Wiederherstellung von drei weiteren Kampfmaschinen.

### Mechanik der regelmäßigen Beiträge: 1000 Personen zu je 50 Hrywnja

Im Bataillon wird betont, dass es nicht um den Verzicht auf Einmal-Sammlungen geht. Die Initiative sieht deren Ergänzung durch regelmäßige Unterstützung vor. Es wird eine konkrete Berechnung angeführt: Wenn 1000 Personen monatlich je 50 Hrywnja überweisen, erhält die Einheit 50.000 Hrywnja stabile Finanzierung. Für einen einzelnen Spender ist das eine geringe Summe, doch für die Militärs ermöglicht es, einen Teil der Ausgaben im Voraus zu planen. „Karpatytsch“ hat sich zum Ziel gesetzt, innerhalb der nächsten sechs Monate etwa 1000 regelmäßige Abonnenten zu gewinnen. Laut Beresedetskyj wird es dadurch möglich sein, die Notwendigkeit einer persönlichen Finanzierung der Einheit durch das Kommandopersonal teilweise zu verringern und ihre Bedürfnisse systematischer zu decken. Dabei ist man sich im Bataillon bewusst, dass die meisten Ukrainer unter Bedingungen der Instabilität leben und andere Einheiten unterstützen können, daher liegt der Schwerpunkt auf der Stabilität und nicht auf der Höhe des Beitrags.

### Vertrauen als Schlüsselfaktor des neuen Modells

Der regelmäßige Beitrag unterscheidet sich grundlegend von der Einmal-Sammlung. Wenn Militärs Geld für ein bestimmtes Fahrzeug oder eine Partie Drohnen sammeln, weiß der Spender genau, wofür das Geld verwendet wird. Im Falle der regelmäßigen Unterstützung kann sich das konkrete Bedürfnis je nach Lage an der Front ändern, und der Schlüsselfaktor wird das Vertrauen in die Einheit. Im Bataillon ist man der Ansicht, dass es den Militärs wichtig ist, offen zu erklären, was eine Reparatur, der Schutz der Technik oder die Ausrüstung kostet und was genau dank der Unterstützung erreicht wurde. Die sozialen Netzwerke werden in diesem Modell nicht einfach zu einem Kanal für die Ankündigung neuer Sammlungen, sondern zu einem Instrument der ständigen Kommunikation mit dem Publikum.

### Technologische Entwicklung des Krieges und neue Kosten

Bestimmte Ausgaben hängen mit der Veränderung der Natur der Kampfhandlungen selbst zusammen. Die Drohnenbedrohung beeinflusst nicht nur die Arbeit der unbemannten Einheiten, sondern auch die Logistik: Die Militärs rüsten Fahrzeuge nach, verwenden bodengestützte roboterte Komplexe für die Lieferung und Evakuierung. Für die Drohneneinheiten werden nicht nur die UAVs selbst benötigt, sondern auch Ausrüstung, Software, Mittel zur Bekämpfung feindlicher Drohnen und der Schutz des Personals. Neben den aktuellen Bedürfnissen wird im Bataillon die Bedeutung der Finanzierung technologischer Entwicklungen betont: Der ingenieurtechnische Dienst der „Karpatytsch“ entwickelt Software für unbemannte Systeme, die von verschiedenen Einheiten der ukrainischen Streitkräfte in der Ukraine genutzt wird.

### Plattform „Militär-Abo“ und Bedingungen

Die Umsetzung der Initiative erfolgt über die Plattform „Militär-Abo“, die eine regelmäßige Unterstützung der Einheit vorsieht: Eine Person wählt die militärische Einheit und den Betrag, danach werden die Gelder automatisch monatlich abgebucht. Laut Angaben der Plattform fließen das Geld unmittelbar auf das offizielle Konto der Einheit ohne Servicegebühr. Die Militärs können die Mittel gemäß den aktuellen Bedürfnissen verwenden. Zuvor berichtete RBC-Ukraine, dass Polen ein neues Paket militärischer Hilfe für die Ukraine vor dem Hintergrund russischer Angriffe vorbereitet; der Außenminister Radoslaw Sikorski erklärte, dass Warschau dem Druck des Kremls nicht nachgeben und die Unterstützung Kiews verstärken werde.

### Widersprüchliche Daten

In der Schlagzeile des RBC-Ukraine-Artikels wird behauptet, dass „die Spenden weniger werden“, während im direkten Zitat von Beresedetskyj die Rede davon ist, dass „die Zahl der Menschen, die das Militär unterstützen, etwa gleich bleibt“. Mögliche Erklärung: Es verringert sich nicht die Zahl der Spender, sondern der durchschnittliche Betrag der Einmalüberweisungen oder die Gesamtsumme der gesammelten Mittel, während das Publikum der aktiven Spender stabil bleibt. Eine alternative Interpretation – die Schlagzeile spiegelt das subjektive Empfinden der Militärs wider, während das Zitat die quantitative Stabilität festhält. Exakte Zahlen zur Dynamik der Spenden werden im Artikel nicht angegeben, daher koexistieren beide Aussagen ohne eindeutige Klärung.

## 🔍 Fact-Check Verification

- [Донатов становится меньше, а расходы растут: военные предлагают новый формат поддержки](https://www.rbc.ua/ukr/news/donativ-stae-menshe-vitrati-rostut-viyskovi-1790084925.html) - Прямое заявление замкомандира 49-го батальона «Карпатская Сич» Марьяна Берездецкого. Конкретные цифры (30 тыс. грн/мес на материалы, 90 тыс. грн на текущий сбор, 1000 подписчиков по 50 грн). Информация о платформе «Подписка на войско».
- [В Белоруссии 500 «ленивых и пьющих» аграриев отправили на военные сборы](https://www.rbc.ru/rbcfreenews/6a870c389a79473f3d17c33f) - Материал не относится к теме донатов и батальона «Карпатская Сич». Не использован для фактчекинга.