Die kasachische Regierung hat eine beispiellose Entscheidung getroffen, um den inländischen Energiemarkt zu stabilisieren. Um den massenhaften Abtransport von Kraftstoff aus dem Land zu verhindern, wurde eine neue Verordnung für den Straßenverkehr eingeführt: Pkw und Lkw aus Nachbarländern dürfen die Grenze nun nicht häufiger als einmal pro Tag überqueren.
Strenge Kontrolle an allen Richtungen
Die neuen Regeln gelten an allen Grenzübergängen – im Süden, Osten und Norden der Republik. Vize-Energieminister Kairchan Tutkischaev betonte, dass die Beschränkungen alle Fahrzeugkategorien betreffen. „Weder Lastwagen noch Pkw können Kasachstan mehr als einmal pro Tag betreten oder verlassen. Dies wird helfen, das Verbrauchsverhältnis des Kraftstoffs zu erhalten“, erklärte der Beamte.
Ursachen: Nachfrageanstieg in den Grenzregionen
Die Entscheidung ist eine Reaktion auf den starken Anstieg des Kraftstoffverbrauchs in den westkasachstanischen, aktjubinschen und pawlodarschen Gebieten. In diesen Regionen, die an die russischen Grenzen grenzen, bildeten sich an Tankstellen riesige Warteschlangen. Die Situation wird durch die Krise in Russland verschärft, wo viele Unternehmen nach Angriffen auf Raffinerien ihre Arbeit eingestellt haben.
Hintergrund: Kraftstoffkollaps in Russland
Ende Juni wurden in fast 90 % der Regionen Russlands Unterbrechungen bei der Benzinversorgung oder Verkaufsbeschränkungen registriert. Die Kraftstoffpreise erreichten Rekordwerte. Trotz der Anerkennung der Schwierigkeiten durch Wladimir Putin, der die Situation als „nicht kritisch“ bezeichnete, bleibt der Mangel bestehen. Darüber hinaus begann Russland, Benzinlieferungen aus Belarus, die ursprünglich für die zentralasiatischen Länder bestimmt waren, umzuleiten, doch selbst diese Maßnahmen reichen nicht aus, um die Bedürfnisse des inländischen Marktes vollständig zu decken.