In der Nacht zum 30. Juni 2026 wurde eine der meistbefahrenen Verkehrsadern der USA, die Long Island Expressway (I-495), Schauplatz einer massiven Tragödie. In Queens, im Bereich der Ausfahrt 16 an der Greenpoint Avenue, ereignete sich eine Kette von Zusammenstößen unter Beteiligung eines Fernbusse und Pkw. Der Vorfall forderte zwei Todesopfer und führte zu schweren Verletzungen von weiteren 20 Passagieren und Fahrern.
Laut offiziellen Angaben der New Yorker Polizei (NYPD) ereignete sich der Unfall kurz vor Mitternacht am Montag. Ein Reisebus des Unternehmens Coach USA, der in westlicher Richtung fuhr, führte einen Transfer vom John-F.-Kennedy-Internationalen Flughafen (JFK) durch. Vorläufigen Erkenntnissen zufolge kostete eine erste Kollision mit einem Pkw an der Kreuzung den Bus die Kontrolle. Das schwere Fahrzeug durchbrach die Betonsperrmauer, überschlug sich und flog auf die Gegenfahrbahn, wo es frontal mit zwei weiteren Fahrzeugen kollidierte.
Tragödie für die Fluggesellschaft Royal Jordanian Airlines
Die Ermittlungen ergaben, dass der Bus einen Charterflug zur Beförderung der Besatzung eines Flugzeugs transportierte, das mit einem Linienflug am Flughafen JFK eingetroffen war. Zu den Toten gehörten der Busfahrer und einer der Passagiere – ein 42-jähriger Einwohner von Manhattan, der als aktiver Mitarbeiter der Fluggesellschaft Royal Jordanian Airlines tätig ist. Dies macht den Vorfall nicht nur zu einem Verkehrsunfall, sondern auch zu einem schweren personellen Schlag für die Luftfahrtindustrie.
Die Verteilung der Verletzten nach Gesundheitszustand am Morgen des 30. Juni sieht wie folgt aus:
- Kritischer Zustand: Drei Verletzte befinden sich auf den Intensivstationen des Elmhurst Trauma Centers.
- Schwerer Zustand: Zwei Personen, bei denen derzeit keine Lebensgefahr besteht.
- Leichte Verletzungen: 15 Personen, von denen die meisten Mitglieder der Flugbesatzung sind, erhielten ambulante Hilfe.
Logistischer Zusammenbruch und Einsatz der Notdienste
Die Folgen des Unfalls lähmten den Verkehr in einem der wichtigsten Knotenpunkte der Stadt augenblicklich. Die Long Island Expressway, die Long Island mit Manhattan verbindet, war sieben Stunden lang in beiden Richtungen vollständig blockiert. Zur Beseitigung der Folgen wurden mehr als 100 Mitarbeiter des New Yorker Feuerwehrdepartements (FDNY) und Paramediker eingesetzt. Die Kreispolizei musste gezwungenermaßen eine erzwungene Umleitung des Verkehrsflusses im Reversal-Modus organisieren, um Staus auf den angrenzenden Straßen zu minimieren.
Ermittlungen und rechtliche Konsequenzen
Die spezialisierte Einheit der NYPD zur Untersuchung von Verkehrsunfällen hat gemeinsam mit dem Nationalen Sicherheitsrat für Verkehr (NTSB) bereits mit der Untersuchung der Umstände der Tragödie begonnen. Der Schwerpunkt liegt auf der Analyse der Blackbox des Busses und dem technischen Zustand des Bremssystems.
In einer Pressemitteilung der Polizei wird betont, dass endgültige Schlussfolgerungen über das Ausmaß der Schuld der Beteiligten oder den Einfluss menschlichen Versagens erst nach Abschluss der technischen Autopsie gezogen werden können. Darüber hinaus unterliegen gemäß Abschnitt 1192 des New Yorker Gesetzes über Fahrzeuge und Straßenverkehr Vorfälle mit gewerblichen Fahrzeugen, die zu Massenverletzungen geführt haben, einer obligatorischen Bundesprüfung. Die Aufsichtsbehörden werden die Einhaltung des Arbeits- und Ruhezeitplans des Fahrers überprüfen, was ein Schlüsselfaktor bei der Bestimmung der Ursachen der Katastrophe sein könnte.