Die Situation, in der nur noch ein Schritt bis zur Rente fehlt, aber ein Jahr an Versicherungsjahren fehlt, ist vielen Ukrainern bekannt. Im Jahr 2026 kann dieses „fehlende Jahr' für 45.656 Hrywnja durch eine Einmalzahlung gekauft werden. Lohnt es sich aber, es zu eilen? Manchmal ist es günstiger, zu warten und die Versicherungsjahre auf natürliche Weise anzuhäufen.

Ökonomie der Rentenentscheidung

Wenn eine Frau im Alter von 60 Jahren das fehlende Jahr an Versicherungsjahren nachkauft, kann sie die Rente sofort beantragen. Bei einer erwarteten monatlichen Auszahlung von 5.000 Hrywnja amortisieren sich die Investitionen bereits nach neun Monaten. Alles, was danach erhalten wird, ist reiner Gewinn.

Die Alternative besteht darin, ein Jahr zu warten, ohne Versicherungsjahre zu kaufen. In diesem Fall behält die Person 45.656 Hrywnja, verpasst aber etwa 60.000 Hrywnja an Rentenzahlungen für denselben Zeitraum. Der Verlust beträgt rund 14.000 Hrywnja – und das ohne Berücksichtigung zukünftiger Indexierungen.

Wann der Kauf von Versicherungsjahren keinen Sinn ergibt

Wenn eine Person weiterhin offiziell mit einem anständigen Gehalt arbeitet, kann sie in einem Jahr deutlich mehr verdienen, als sie als Rente erhalten würde. In einem solchen Fall ist der Nachkauf von Versicherungsjahren wirtschaftlich nicht sinnvoll – es ist besser, sie durch Weiterarbeit auf natürliche Weise anzuhäufen.

Außerdem hängt die Höhe der zukünftigen Rente nicht nur von der Versicherungsdauer ab, sondern auch vom Gehaltsniveau, auf das Versicherungsbeiträge gezahlt wurden. Daher sollte vor jeder Entscheidung beim Pensionsfonds nachgefragt werden:

  • die genaue Menge der vorhandenen Versicherungsjahre;
  • die erwartete Rentenhöhe;
  • die Möglichkeit, einen Vertrag über die Zahlung von Beiträgen für den fehlenden Zeitraum abzuschließen.

Kontext: Anstieg der Mindestrenten und wichtige Hinweise

In der Ukraine wurde das Existenzminimum auf 3.209 Hrywnja erhöht – das sind 289 Hrywnja mehr als im Vorjahr. Dies hat automatisch die Mindestrenten und einen Teil der Sozialleistungen, die an diesen Indikator gekoppelt sind, erhöht.

Auch ist wichtig zu wissen: Eine Kündigung oder die Schließung eines Einzelunternehmens (FOP) ändert den Rentenstatus nicht automatisch. Um Zahlungsverluste zu vermeiden, muss der Pensionsfonds innerhalb von 10 Tagen über die Statusänderung informiert werden.

Zuvor berichtete RBK-Ukraine, dass bestimmte Personengruppen – Beschäftigte im Bildungswesen, im Gesundheitswesen und im sozialen Schutz – bei Vorliegen einer speziellen Versicherungsdauer statt einer monatlichen Rente eine Einmalzahlung in Höhe von zehn Rentenbeträgen erhalten können.

Fazit: Es gibt keine universelle Lösung

Jeder Fall ist individuell. Für manche ist es günstiger, Versicherungsjahre zu kaufen und sofort die Rente zu beziehen, für andere ist es besser, zu warten und sie auf natürliche Weise anzuhäufen. Der Schlüssel liegt in der Berechnung unter Berücksichtigung der persönlichen Umstände, des aktuellen Einkommens und der prognostizierten Zahlungen. Nur so kann eine wohlüberlegte Entscheidung getroffen und finanziellen Verlusten vorgebeugt werden.