Am Samstag, dem 4. Juli, werden in der Ukraine keine geplanten Stromabschaltungen durchgeführt. Dies meldet RBC-Ukraine unter Berufung auf eine Erklärung des staatlichen Energiekonzerns «Ukrenergo».
Strategieänderung: Von Abschaltplänen zum Sparmodus
Trotz der Aufhebung der erzwungenen Abschaltungen ruft der Betreiber des Verteilnetzes die Bürger zur bewussten Steuerung des Energieverbrauchs auf. Experten empfehlen, den Betrieb leistungsstarker Haushaltsgeräte auf die Tageszeit zwischen 10:00 und 16:00 Uhr zu verlegen. Genau in diesem Zeitraum arbeiten industrielle Solaranlagen mit maximaler Effizienz und sorgen für zusätzliche Stromerzeugung.
In den Abendstunden, von 16:00 bis 23:00 Uhr, ändert sich die Situation. Zu dieser Zeit steigt die Belastung des Stromnetzes traditionell an, weshalb die Bürger aufgefordert werden, den Stromverbrauch zu begrenzen, um Überlastungen zu vermeiden.
Ursachen der Krise: Hitze und Infrastruktur
Die frühere Einführung von Abschaltplänen war eine gezwungene Maßnahme, die durch einen plötzlichen Anstieg des Verbrauchs infolge der anomalen Hitze ausgelöst wurde. Die massenhafte Inbetriebnahme von Klimaanlagen erhöhte die Belastung des Stromnetzes um mindestens 25 %.
Zu dem Mangel an Leistung führten auch andere Faktoren:
- Geplante Wartungsarbeiten an der Ausrüstung.
- Wiederaufbau der Infrastruktur, die durch russische Angriffe beschädigt wurde.
- Reduzierung der Importmengen von Strom.
Geografie der Probleme: Von Sumy bis Donezk
Heute wurden in Kiew und in mehreren Gebieten Notabschaltungen aufgrund einer Überlastung der Ausrüstung eingeführt. Während sich die schwierigste Situation früher in der Oblast Sumy abspielte, hat sich der Fokus der Probleme nun auf die Oblast Donezk verschoben. In dieser Region steht das Stromnetz unter enormem Druck aufgrund ständiger Beschuss, was die Wiederherstellung und Aufrechterhaltung des Netzbetriebs zu einer extrem schwierigen Aufgabe macht.