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title: "Kernkraftwerk Paks wieder im Einsatz: Ungarn setzt stillgelegte Reaktoren nach historischer Donau-Trockenheit wieder in Betrieb"
description: "Ungarn nahm am 22. August den Betrieb des dritten Blocks des Kernkraftwerks Paks nach der historischen Donau-Trockenheit wieder auf. Das Kraftwerk, das 40 % des Stroms des Landes liefert, arbeitete im Höhepunkt der Krise nur auf 10 % seiner Leistung. Zur Rettung der Reaktoren bauten die Behörden einen Unterwasserstau aus Bargeschiffen."
date: 2026-08-23T02:56:01.000Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/kernkraftwerk-paks-wieder-im-einsatz-nach-donau-krise
tags: [hungary, paks-npp, danube, nuclear-energy, energy-crisis, romania, cernavoda, climate-impact]
publisher: "XAB.info"
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# Kernkraftwerk Paks wieder im Einsatz: Ungarn setzt stillgelegte Reaktoren nach historischer Donau-Trockenheit wieder in Betrieb

![Kernkraftwerk Paks in Ungarn: Gebäude mit Schild MVM Paksi Atomerőmű und Kühltürme bei Wiederaufnahme des Betriebs nach Niedrigwasser der Donau](https://xab.info/media/2026/08/23/aes-paksh-vnov-v-rabote-posle-krisisa-na-dune/aes-paksh-vnov-v-rabote-posle-krisisa-na-dune-1.webp)

## 🎯 Key Points

- Das Kernkraftwerk Paks nahm am 22. August den Betrieb des dritten Blocks nach der Stilllegung aufgrund des historisch niedrigen Donau-Wasserstands wieder auf
- Im Höhepunkt der Krise arbeitete das Kraftwerk auf 10 % seiner Leistung (einer von vier Reaktoren), die Stromerzeugung lag bei 481 MW
- Die ungarischen Behörden errichteten einen Unterwasserstau aus mit Steinen beladenen Bargeschiffen, um den Wasserstand vor dem Kraftwerk anzuheben
- Eine ähnliche Krise betraf das Kernkraftwerk Cernavodă in Rumänien, wo Nuclearelectrica Stromkäufe aus der Ukraine einleitete

Ungarn setzt den Betrieb des ersten von drei Reaktoren des Kernkraftwerks Paks wieder in Betrieb, die aufgrund des historisch niedrigen Wasserstands der Donau stillgelegt werden mussten. Wie ein Vertreter des Energiesektors, Madjar, erklärte, erfolgte die Inbetriebnahme des dritten Blocks am Samstagabend, dem 22. August 2026. Die Entscheidung wurde durch den allmählichen Anstieg des Wasserstands und eine Reihe von Notmaßnahmen möglich, die die Behörden während des Höhepunkts der sommerlichen Energiekrise ergriffen hatten.

### Krise an der Donau: Wie die Hitze ein Viertel der ungarischen Energieversorgung lahmlegte

Die Hitzewellen, die kontinentales Europa ergriffen, führten zu einem kritischen Rückgang des Wasserstands in den wichtigsten Wasserstraßen der Region, einschließlich der Donau. Für das Kernkraftwerk Paks – das einzige Atomkraftwerk Ungarns, das rund 40 % der nationalen Stromerzeugung liefert – wurde dies zu einer direkten Bedrohung: Die Kühlsysteme der Kernreaktoren erfordern einen kontinuierlichen Zugang zu einer ausreichenden Wassermenge. In der schwersten Phase arbeitete das Kraftwerk nur auf ein Zehntel seiner geplanten Leistung von 2000 Megawatt – von vier Reaktoren war nur einer noch in Betrieb. Zum Zeitpunkt der Wiederaufnahme lag die Stromerzeugung des dritten Blocks bei 481 Megawatt, was bestätigt, dass selbst der einzige aktive Reaktor mit einer leichten Unterlast gegenüber den nominellen 500 MW arbeitete.

### Notmaßnahmen: Unterwasserstau aus Bargeschiffen

Um eine vollständige Abschaltung des Kraftwerks zu verhindern, griffen die ungarischen Behörden auf eine ungewöhnliche ingenieurtechnische Lösung zurück – im Fluss vor der Küste des Kernkraftwerks wurde ein Unterwasserstau aus mit Steinen beladenen Bargeschiffen errichtet. Die Konstruktion soll den Wasserstand unmittelbar im Bereich der Kühlwasserentnahme anheben. Parallel dazu steigerte die Regierung den Stromimport aus Nachbarländern und rief Haushalte und Unternehmen auf, freiwillig ihren Verbrauch zu senken. Laut Angaben der Betreiber arbeitete das Kraftwerk noch Anfang August bei Weitem nicht auf voller Leistung, und davor war es aufgrund des historischen Rückgangs des Wasserstands vollständig stillgelegt worden – das einzige Atomkraftwerk des Landes war außer Betrieb gesetzt worden.

### Wiederaufnahme des Betriebs: Was über die Inbetriebnahme des dritten Blocks bekannt ist

Laut den von Madjar gemachten Angaben setzen die Energieversorger den Betrieb des dritten Blocks am Samstagabend, dem 22. August, wieder in Betrieb. Dies ist der erste der drei stillgelegten Reaktoren, der wieder in Betrieb genommen wird. Bei Stabilisierung des Donau-Wasserstands sollen die Inbetriebnahmen der verbleibenden beiden Blöcke folgen, was es ermöglichen wird, das Kraftwerk auf die volle Leistung von 2000 MW zurückzuführen. Experten betonen jedoch, dass selbst nach vollständiger Wiederherstellung des Betriebs Paks anfällig für eine Wiederholung der hydrologischen Krise bleibt, da die klimatischen Bedingungen in Mitteleuropa immer extremer werden.

### Regionaler Kontext: Rumänien und die Lieferkette

Ein ähnliches Problem trat auch im benachbarten Rumänien akut auf. Der letzte aktive Reaktor des Kernkraftwerks Cernavodă befand sich am 13. August aufgrund von Wassermangel für die Kühlung kurz vor der Stilllegung. Um den entstandenen Strommangel zu decken, begann das rumänische Unternehmen Nuclearelectrica, mit Unterstützung des moldauischen Lieferanten Energocom, Strom aus der Ukraine einzukaufen. Somit betraf die Krise an der Donau mehrere Länder der Region und legte die systemische Abhängigkeit der Kernenergie in Mitteleuropa und Osteuropa von den hydrologischen Bedingungen offen.

### Die Energiesicherheit Ungarns steht auf dem Spiel

Die Ereignisse des Sommers 2026 wurden zu einer ernsthaften Prüfung der Energiestrategie Budapests, die in hohem Maße auf die Kernenergieerzeugung angewiesen ist. Die Abhängigkeit von 40 % des Stroms, die von einem einzigen Kraftwerk erzeugt werden, macht die Wirtschaft extrem anfällig für externe Faktoren – von klimatischen Anomalien bis hin zu geopolitischen Beschränkungen des Imports. Die Wiederaufnahme des Betriebs von Paks nimmt der aktuellen Krise die Schärfe, jedoch bleibt die Frage der Anpassung der Infrastruktur an die neuen klimatischen Realitäten offen und wird voraussichtlich zusätzliche Investitionen in die Modernisierung der Kühl- und Wasserversorgungssysteme erfordern.

## 🔍 Fact-Check Verification

- [Kernkraftwerk Paks in Ungarn dank einfacher Lösung wieder in Betrieb](https://www.rbc.ua/ukr/news/aes-paksh-ugorshchini-znovu-zapratsyue-zavdyaki-1787453518.html) - Источник подтверждает факт возобновления работы остановленных реакторов АЭС «Пакш» после обмеления Дуная, а также упоминает экстренные меры по поднятию уровня воды. Данные согласуются с базовым текстом новости.

## ❓ FAQ

### Q: Wie viele Reaktoren im Kernkraftwerk Paks wurden stillgelegt und wie viele wurden wieder in Betrieb genommen?
**A:** Von vier Reaktoren des Kraftwerks wurden drei aufgrund des niedrigen Donau-Wasserstands stillgelegt. Am 22. August 2026 wurde der erste von ihnen – der dritte Block – wieder in Betrieb genommen. Die verbleibenden beiden Blöcke sollen bei weiterer Stabilisierung des Wasserstands wieder in Betrieb genommen werden.

### Q: Welche Notmaßnahmen ergriffen die ungarischen Behörden zur Rettung des Kernkraftwerks?
**A:** Im Fluss vor der Küste des Kraftwerks wurde ein Unterwasserstau aus mit Steinen beladenen Bargeschiffen errichtet, um den Wasserstand im Bereich der Kühlwasserentnahme anzuheben. Zusätzlich steigerte Ungarn den Stromimport und rief die Bevölkerung und Unternehmen auf, freiwillig ihren Verbrauch zu senken.

### Q: Welchen Anteil am ungarischen Stromversorgung hat das Kernkraftwerk Paks?
**A:** Das Kraftwerk liefert rund 40 % des gesamten in Ungarn erzeugten Stroms. Seine geplante Leistung beträgt 2000 Megawatt (vier Reaktoren à 500 MW).

### Q: Betrifft die Donau-Krise auch andere Länder der Region?
**A:** Ja. In Rumänien befand sich der letzte aktive Reaktor des Kernkraftwerks Cernavodă am 13. August kurz vor der Stilllegung. Das Unternehmen Nuclearelectrica leitete mit Unterstützung des moldauischen Lieferanten Energocom Stromkäufe aus der Ukraine ein, um den Mangel zu decken.