---
title: "KGB-RAT-Trojaner entdeckt: Erschreckt Opfer mit «Bluescreen» und wird im Abo verkauft"
description: "Group-IB hat den Trojaner KGB-RAT entdeckt, der neben Datendiebstahl das Opfer mit gruseligen Bildern und einem erzwungenen Bluescreen terrorisiert. Die Schadsoftware wird im Abo ab 150 Dollar pro Monat verkauft."
date: 2026-10-17T00:49:19.476Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/kgb-rat-trojaner-psychologischer-druck-opfer
tags: [cybersecurity, malware, kgb-rat, trojan, group-ib, crypto-theft]
author: "Alexander Buran"
publisher: "XAB.info"
---

# KGB-RAT-Trojaner entdeckt: Erschreckt Opfer mit «Bluescreen» und wird im Abo verkauft

![Zwei geschnitzte Kürbisse mit gruseligen und zwinkernden Gesichtern leuchten im Dunkeln zu Halloween](https://xab.info/media/2026/10/17/vredonos-kgb-rat-psihologicheskoe-vozdeystvie-nad-zhertvoy/vredonos-kgb-rat-psihologicheskoe-vozdeystvie-nad-zhertvoy-1.webp)

## Kernpunkte

- Group-IB entdeckte den Trojaner KGB-RAT, der neben Datendiebstahl psychologischen Druck ausübt: furchterregende Bilder und ein erzwungener Windows-Bluescreen.
- Die Schadsoftware wird im MaaS-Modell im Abo von 150 $/Monat bis 800 $/Jahr vertrieben; der Basistarif umfasst Fernzugriff, Keylogging sowie Kamera- und Mikrofonzugriff.
- Der Trojaner überwacht die Zwischenablage und tauscht Kryptowallet-Adressen aus; mindestens ein Builder-Betreiber hat sich auf Kryptodiebstahl spezialisiert.
- Zur Erkennungsvermeidung werden Obfuskation, ein täglich aktualisierter Crypter und Sandbox-Erkennung genutzt; ein Telegram-Bot informiert Betreiber über Infektionen.
- Das Produkt ist marketingtechnisch «legalisiert»: fiktive Bewertungen, Behauptung von über 10.000 Nutzern, Schulungsmaterialien; Verkauf ab Ende 2025, Infrastruktur seit Anfang 2022.

Cybersicherheitsexperten von Group-IB haben die Entdeckung des Trojaners KGB-RAT gemeldet, der sich unter ähnlicher Schadsoftware nicht nur durch einen klassischen Funktionsumfang zum Datendiebstahl auszeichnet, sondern auch durch Werkzeuge zur psychologischen Druckausübung auf das Opfer. Forscherberichten zufolge zeigt das Programm dem Benutzer des infizierten Computers beängstigende Bilder und löst erzwungenermaßen den «Bluescreen of Death» von Windows aus — einen Zustand, der im Normalbetrieb nur bei einem fatalen Absturz des Betriebssystems auftritt. Damit nutzen die Angreifer neben dem technischen auch einen emotionalen Wirkungskanal, indem sie den Angstzustand des Opfer ausnutzen und gleichzeitig vertrauliche Informationen abgreifen.

### Psychologische Wirkung als integrierte Funktion

Die Entwickler von KGB-RAT beschreiben die Werkzeuge zur psychologischen Beeinflussung in der Produktbeschreibung als «lustige Einstellungen», doch gerade diese machen die Schadsoftware in ihrer Art bemerkenswert. Neben dem plötzlichen Auftauchen furchterregender visueller Effekte und Bilder ist der Trojaner in der Lage, den «Bluescreen» erzwungenermaßen zu initiieren und einen kritischen Systemabsturz zu imitieren. Experten zufolge zeigt dies, dass die Betreiber des Programms Angst und Desorientierung des Opfers gezielt als zusätzlichen Kontrollmechanismus einsetzen, der den herkömmlichen Datendiebstahl und die Gerätesteuerung ergänzt.

### Verbreitungsmodell und Preisstruktur

KGB-RAT wird nach dem Malware-as-a-Service-Modell (MaaS) vertrieben: Angreifer kaufen den Zugriff auf einen Builder im Abonnement, dessen Kosten zwischen 150 US-Dollar pro Monat und 800 US-Dollar pro Jahr variieren. Der günstigste Tarif umfasst Remote-Desktop-Zugriff, Dateiverwaltung, Webcam- und Mikrofonzugriff, Keylogging, Passworterholung, Systempersistenz und Mechanismen zur Umgehung von Schutzmaßnahmen. Es wird besonders hervorgehoben, کہ der Trojaner den Zwischenspeicher (Clipboard) überwacht und beim Einfügen von Daten die Adressen der Kryptowährungs-Wallets des Benutzers gegen die von den Angreifern kontrollierten austauschen kann. Teurere Pakete fügen die Verwaltung mehrerer Clients, Payload-Anpassungen, zusätzliche Tarnmechanismen, Plugin-Unterstützung und den Zugriff auf die Serverinfrastruktur hinzu, während für 500 US-Dollar ein separates Modul zur Netzwerkausbreitung angeboten wird.

### Mechanismen zur Schutzumgehung und Betreiberbenachrichtigungen

Die Schadsoftware ist auf die Vermeidung von Erkennung ausgelegt: Sie verwendet Obfuskationsmethoden, einen täglich aktualisierten Crypter zum Verstecken des Codes, Mechanismen zur Erkennung von Sandboxen — Umgebungen zur Bedrohungsanalyse — sowie Mittel zum Deaktivieren oder Umgehen von Sicherheitssystemen. Ein Telegram-Bot benachrichtigt die Betreiber über die Infektion eines neuen Computers, und zur Bestimmung des Standorts des Opfers wird ein legitimer Dienst genutzt. Laut Group-IB wird der Schadsoftware-Builder von mehreren verschiedenen Betreibern verwendet, wobei mindestens einer von ihnen auf Kryptowährungsdiebstahl spezialisiert ist.

### Marketing-«Legalisierung» und Chronologie

Ein bemerkenswertes Merkmal von KGB-RAT ist der Versuch, es als legales Werkzeug darzustellen: Auf der Produktwebsite befinden sich vermutlich fiktive Kundenbewertungen, es wird behauptet, dass das Programm von über 10.000 IT-Spezialisten genutzt wird, und es werden Schulungsmaterialien, Videoanleitungen, eine Haftungsausschlussseite sowie ein Aufruf zur Nutzung des Programms ausschließlich für legale Zwecke bereitgestellt. Die Schadsoftware wird seit Ende 2025 in Foren verkauft, Spuren ihrer Infrastruktur reichen jedoch bis Anfang 2022 zurück, was auf einen wahrscheinlichen Übergang von der privaten Nutzung zur Verfügbarkeit für einen breiten Kreis von Angreifern hindeutet.

## Faktencheck und Quellen

- [Обнаружен вредонос KGB RAT, который пытается буквально напугать жертву window-new](https://3dnews.ru/1150052/obnarugen-vredonos-kgb-rat-kotoriy-pitaetsya-bukvalno-napugat-gertvu) - Primärquelle: Beschreibung des KGB-RAT-Trojaners von Group-IB — psychologische Wirkungsfunktionen, MaaS-Modell und Preise, Schutzumgehungsmechanismen, Marketing-Legalisierung und Chronologie (Verkauf ab Ende 2025, Infrastruktur seit 2022).

## Häufige Fragen

### Was ist KGB-RAT?

Es handelt sich um einen von Group-IB-Experten gemeldeten Trojaner. Neben klassischen Datendiebstahl- und Fernsteuerungsfunktionen übt er psychologischen Druck auf das Opfer aus, indem er gruselige Bilder zeigt und einen Windows-Bluescreen auslöst.

### Wie wird KGB-RAT verbreitet und wie viel kostet es?

Über das Malware-as-a-Service-Modell (MaaS) im Abo: von 150 US-Dollar pro Monat bis 800 US-Dollar pro Jahr. Der Basistarif beinhaltet Fernzugriff, Dateiverwaltung, Kamera- und Mikrofonzugriff, Keylogging und Schutzumgehungsmechanismen.

### Wie unterscheidet sich KGB-RAT von einem gewöhnlichen Trojaner?

Durch seine Werkzeuge zur psychologischen Beeinflussung: plötzliche furchterregende Bilder und ein erzwungener «Bluescreen», die die Entwickler in der Produktbeschreibung als «lustige Einstellungen» bezeichnen.