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title: "Ölteppich im Stadtgebiet: Wie Kiew mit den Folgen des Angriffs auf den Kirillow-See kämpft"
description: "In Kiew läuft die Beseitigung der Folgen einer Umweltkatastrophe am Kirillow-See, die durch einen russischen Angriff verursacht wurde, auf Hochtouren. Der Ölteppich wurde eingedämmt, doch den Bewohnern des Bezirks ist das Öffnen von Fenstern und der Aufenthalt am Wasser untersagt. 🛢️🚫"
date: 2026-07-07T13:38:00.000Z
lang: de
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publisher: "XAB.info"
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# Ölteppich im Stadtgebiet: Wie Kiew mit den Folgen des Angriffs auf den Kirillow-See kämpft

![Mitarbeiter im Schutzanzug überwacht die Reinigung des Kirillowsees von Ölteppich mit gelben Sperren und Spezialtechnik vor dem Hintergrund von Kiewer Hochhäusern](https://xab.info/media/2026/07/07/kiev-liquidatsiya-posledstviy-ekokatastrofy-na-kirillovskom-ozere/kiev-liquidatsiya-posledstviy-ekokatastrofy-na-kirillovskom-ozere-1.webp)

Im Obolon-Bezirk von Kiew wurde eine großangelegte Operation zur Reinigung des Gewässers eingeleitet. Der Kirillow-See, der nach dem russischen Angriff am 2. Juli in Mitleidenschaft gezogen wurde, steht nun im Fokus der städtischen Dienste und Umweltexperten. Das Wasser, bedeckt von einer dichten Schicht aus Erdölprodukten, ist zum Schlachtfeld für den Umweltschutz der Stadt geworden.

Die Situation entstand, nachdem Angriffe auf die Hauptstadt ein industrielles Objekt beschädigten. Über das Abwassersystem gelangte Öl in den Bach Syrets und floss subsequently in die Gewässer des Sees. Laut dem Departement für Umweltschutz der Stadtverwaltung Kiew (KGGA) ist die Gefahr einer Ausbreitung der Verschmutzung auf den Dnepr vollständig ausgeschlossen.

### Mechanisierung der Bekämpfung des Ölaustritts

Die Beseitigung der Folgen erfordert nicht nur menschliche Anstrengungen, sondern auch komplexe Technik. Auf dem Wasser arbeiten ununterbrochen neun schwimmende Skimmer – spezielle Geräte zur Entfernung flüssiger Verunreinigungen von der Oberfläche. Damit sich der Ölteppich nicht über das gesamte Gewässer verteilt, haben Experten vier Systeme aus Booms (Ölsperren) installiert. Sie umschließen bereits etwa ein Drittel der Gewässerfläche und schaffen eine zuverlässige Barriere.

Besonderes Augenmerk wurde auf das Überlaufbauwerk gelegt, das den Kirillow-See mit dem Jordan-See verbindet. Es wurde оперативно blockiert und zusätzlich mit Sorptionsmitteln behandelt, um die Migration toxischer Substanzen in das benachbarte Gewässer zu verhindern.

### Umweltschaden und Prognose

Experten des Instituts für Hydrobiologie der Nationalen Akademie der Wissenschaften der Ukraine und des Staatlichen Fischereiamts haben bereits eine erste Bewertung der Situation vorgenommen. Trotz der beunruhigenden visuellen Effekte wurde kein Massensterben von Fischen und Pflanzen registriert. Wissenschaftler verzeichnen lediglich vereinzelt Fälle von Schäden an Flora und Fauna.

Die endgültige Berechnung des Umweltschadens wird von der Staatlichen Umweltinspektion des Hauptstadtbezirks nach Erhalt der Ergebnisse der Laboruntersuchungen erfolgen, die für den 9. Juli erwartet werden.

### Pläne zur Wiederherstellung und Vorsichtsmaßnahmen

Nach Abschluss der aktiven Phase der Beseitigung wird ein Maßnahmenpaket zur Rehabilitation des Gewässers entwickelt. Insbesondere wird die Möglichkeit einer Belüftung des Wassers und einer künstlichen Besatzung mit Fisch geprüft, um das Ökosystem in einen normalen Zustand zurückzuführen.

Der Kirillow-See ist ein technisches Gewässer, in dem das Baden auch in Friedenszeiten verboten ist. Aufgrund der Verschmutzung mit Erdölprodukten wird jedoch jeglicher Kontakt mit dem Wasser sowie die Fischerei mindestens bis Ende des Sommers kategorisch nicht empfohlen.

Besondere Empfehlungen gelten für die Bewohner der umliegenden Häuser. Aufgrund der Verdunstung von Kraftstoffen und Schmierstoffen sollten die Anwohner das Öffnen der Fenster einschränken und bis zum Abschluss der Arbeiten auf Erholung am Ufer verzichten. Die Situation bleibt unter ständiger Kontrolle der städtischen Dienste.

Zur Erinnerung: Am 2. Juli wurde Kiew einem massiven Angriff ausgesetzt. Zerstörungen wurden in sieben Stadtbezirken an mehr als 30 Orten registriert, darunter Wohnhäuser, Umspannwerke und Lagerhäuser. Der Unfall am Kirillow-See war eine der sichtbarsten ökologischen Folgen jener Nacht.