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title: "100.000 Kiewer Haushalte ohne Internet nach Angriff: Experte nennt funktionierende Reserveoptionen"
description: "Nach dem russischen Angriff am 23. September auf drei Rechenzentren in Kiew verloren rund 100.000 Haushalte den Internetzugang. Adaptis-CEO Nikolai Kalinitschenko nannte in einem Kommentar für RBC-Ukraine funktionierende Reserveoptionen: Mobilfunk, GPON und Satellitenkommunikation."
date: 2026-09-24T12:50:00.000Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/kiev-internet-ausfall-reserveoptionen-adaptis
tags: [kyiv, internet-outage, data-center, starlink, gpon, mobile-internet, russia-ukraine, adaptis]
publisher: "XAB.info"
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# 100.000 Kiewer Haushalte ohne Internet nach Angriff: Experte nennt funktionierende Reserveoptionen

![Frau mit Smartphone in der Hand, die nachdenklich in die Ferne blickt, symbolisiert Internetausfälle in Kiewer Haushalten nach dem Angriff](https://xab.info/media/2026/09/24/kiev-internet-outage-backup-options-adaptis/kiev-internet-outage-backup-options-adaptis-1.webp)

## 🎯 Key Points

- Der russische Angriff vom 23. September 2026 beschädigte drei Rechenzentren in Kiew; rund 100.000 Haushalte blieben ohne Internet
- Adaptis-CEO Nikolai Kalinitschenko empfiehlt, Reservekanäle im Voraus vorzubereiten: Mobilfunk, GPON, Satellitenkommunikation
- GPON nutzt passive Glasfasertechnik, die keinen Strom benötigt, und kann bei Stromausfällen funktionieren
- Kiew kann dank der Reservekanäle der ukrainischen Betreiber nicht vollständig vom Internet getrennt werden

Am 23. September 2026 wurden infolge eines russischen Angriffs auf die Infrastruktur Kiews gleich drei Rechenzentren beschädigt, in denen die Ausrüstung lokaler Internetanbieter untergebracht war. Laut Angaben, die Mitgründer und CEO des Unternehmens Adaptis, Nikolai Kalinitschenko, in einem Kommentar für RBC-Ukraine machte, traten bei etwa 100.000 Haushalten der Hauptstadt und der Oblast Kiew Probleme mit der Internetverbindung auf. Der Experte betonte: Wenn der Schaden auf Ebene des Anbieterknotens entstanden ist, kann selbst ein aufgeladener Powerbank den Internetzugang für den Endnutzer nicht wiederherstellen. Die Geschwindigkeit der Wiederherstellung der Verbindung hänge, so seine Worte, weitgehend vom Zustand der Ausrüstung außerhalb der Wohnräume ab.

### Mobilfunk als erste Reserve

Während die Techniker der Anbieter an der Reparatur des beschädigten Netzes arbeiten, nannte Kalinitschenko den Mobilfunk als schnellste verfügbare Option zur Wiederherstellung der Verbindung. Der Experte empfiehlt Nutzern, den mobilen Datenhotspot am Smartphone zu aktivieren und bei instabiler Verbindung auf einen anderen Mobilfunkanbieter umzusteigen. Gleichzeitig warnt er: Bei großflächigen Ausfällen können die Mobilfunknetze überlastet sein, und die zweite SIM-Karte oder eSIM garantiert keinen stabilen Internetzugang. Dennoch sollte die Reserve-SIM-Karte oder eSIM im Voraus aktiviert und genau in jener Wohnung oder jenem Büro getestet werden, in dem sie im Notfall verwendet werden soll.

### GPON: Glasfaser, die unabhängig von Strom ist

Für die Vorbereitung der Heimverbindung auf mögliche Wiederholungen von Vorfällen rät Kalinitschenko, im Voraus beim eigenen Anbieter zu klären, ob ein Anschluss nach GPON-Technologie verfügbar ist und wie die Stromversorgung der entsprechenden Ausrüstung sichergestellt wird. „GPON ist ein Glasfaseranschluss mit passiver Zwischentechnik, die keinen Strom benötigt. Zu Hause muss in der Regel nur der Router und der optische Terminal, an dem das Kabel angeschlossen ist, mit Strom versorgt werden“, erläuterte der Experte. Diese Option ermöglicht es, auch bei Stromausfällen online zu bleiben, allerdings hängt ihre Funktionsfähigkeit weiterhin von der Integrität der Leitung und dem Betrieb des Anbieterknotens ab.

### Wi-Fi Calling und Satellitenkommunikation

Ein weiteres Instrument, das in einer Notsituation nützlich sein kann, nannte Kalinitschenko die Funktion Wi-Fi Calling. Sie ermöglicht es, über eine Wi-Fi-Verbindung von der eigenen Nummer aus anzurufen, wenn kein Mobilfunkempfang vorhanden ist. Die Unterstützung dieser Funktion hängt vom Smartphone-Modell und dem jeweiligen Mobilfunkanbieter ab. Der Experte betont einen wichtigen Punkt: Wenn der Heimanschluss infolge der Beschädigung eines Rechenzentrums verloren gegangen ist, stellt die Aktivierung von Wi-Fi Calling das Internet nicht wieder her – sie gewährleistet lediglich die Sprachkommunikation über die bereits vorhandene Wi-Fi-Verbindung.

Satelliteninternet, insbesondere Starlink, betrachtet der Experte als zusätzlichen Anschluss, der die Kabelstrecke des lokalen Anbieters nicht nutzt. Für seinen Betrieb sind jedoch eine stabile Stromversorgung und eine freie Sicht auf den Himmel erforderlich: Nachbargebäude oder Bäume können die Verbindung unterbrechen. Kalinitschenko empfiehlt, vor dem Kauf eines Terminals den Aufstellungsort zu prüfen und nach der Inbetriebnahme die Funktionsfähigkeit der Ausrüstung unter realen Bedingungen zu testen. Die Reserveverbindung sollte, so seine Worte, im Voraus, noch bevor eine Notsituation eintritt, eingerichtet werden, um sicherzustellen, dass die gewählte Option für das konkrete Haus, die Wohnung oder das Büro geeignet ist.

### Die Hauptstadt vollständig abschalten ist unmöglich

Trotz des Umfangs der Schäden gelingt es nicht, Kiew mit solchen Angriffen vollständig vom Internet abzuschneiden: Bei den ukrainischen Betreibern sind Reservekanäle der Kommunikation vorgesehen. Dennoch hat der Vorfall vom 23. September erneut die Verwundbarkeit der kritischen digitalen Infrastruktur und die Notwendigkeit gezeigt, dass jeder Nutzer im Voraus eine getestete Reserveverbindungsmöglichkeit bereithalten sollte.

## 🔍 Fact-Check Verification

- [Wie man bei Internetausfällen erreichbar bleibt: Adaptis-CEO nennt Optionen](https://www.rbc.ua/ukr/news/k-zalishatisya-zv-yazku-pid-chas-pereboyiv-1790253974.html) - Источник содержит прямые цитаты Николая Калиниченко (CEO Adaptis) для РБК-Украина. Подтверждены: повреждение трёх дата-центров, масштаб в ~100 тыс. домохозяйств, рекомендации по GPON, мобильному интернету, Wi-Fi Calling и Starlink. Цифра 100 тыс. приведена со слов эксперта, независимого подтверждения от КГГА в источнике нет.

## ❓ FAQ

### Q: Wie viele Haushalte in Kiew und der Oblast blieben nach dem Angriff vom 23. September ohne Internet?
**A:** Laut Adaptis-CEO Nikolai Kalinitschenko traten bei etwa 100.000 Haushalten in Kiew und der Oblast Kiew Probleme mit der Verbindung auf. Diese Zahl wurde von dem Experten in einem Kommentar für RBC-Ukraine genannt.

### Q: Was tun, wenn der Heiminternet wegen der Beschädigung eines Rechenzentrums ausgefallen ist?
**A:** Der Experte empfiehlt, zunächst den mobilen Datenhotspot am Smartphone zu aktivieren und bei instabiler Verbindung den Anbieter zu wechseln. Außerdem sollte im Voraus ein GPON-Anschluss oder ein Satellitenterminal (Starlink) vorbereitet werden. Ein aufgeladener Powerbank hilft nicht, wenn der Anbieterknoten beschädigt ist.

### Q: Was ist GPON und warum ist es bei Stromausfällen nützlich?
**A:** GPON ist ein Glasfaseranschluss mit passiver Zwischentechnik, die keinen Strom benötigt. Zu Hause muss nur der Router und der optische Terminal mit Strom versorgt werden. So bleibt man bei Stromausfällen online, sofern Leitung und Anbieterknoten intakt sind.

### Q: Kann Kiew vollständig vom Internet getrennt werden?
**A:** Trotz der Beschädigung von drei Rechenzentren ist es unmöglich, die Hauptstadt vollständig vom Internet abzuschneiden – die ukrainischen Betreiber verfügen über Reservekanäle der Kommunikation.

### Q: Wie zuverlässig ist Starlink als Reserveoption?
**A:** Starlink nutzt die Kabelstrecke des lokalen Anbieters nicht, benötigt aber Strom und eine freie Sicht auf den Himmel. Nachbargebäude oder Bäume können die Verbindung unterbrechen. Der Experte rät, den Aufstellungsort vor dem Kauf zu prüfen und den Terminal nach der Inbetriebnahme zu testen.