In Kiew haben 85 neue barrierefreie Busse den Linienbetrieb aufgenommen, die im Rahmen eines gemeinsamen Projekts mit der Europäischen Investitionsbank (EIB) beschafft wurden. Laut RBC-Ukraine gab der Bürgermeister der Hauptstadt, Vitali Klitschko, dies auf seinem Telegram-Kanal bekannt und wies darauf hin, dass alle eingetroffenen Fahrzeuge bereits auf den städtischen Linien unterwegs sind. Auf Fotos, die im Zusammenhang mit dem Projektabschluss veröffentlicht wurden, ist eine ordentliche Reihe neuer Fahrzeuge in charakteristischer gelber Lackierung mit CityPort-Aufschrift zu sehen, die auf dem Gelände eines Busunternehmens aufgereiht sind — es handelt sich dabei um einen türkischen Hersteller, dessen Busse in die ukrainische Hauptstadt geliefert wurden.
Projektabschluss und Treffen mit EIB-Führung
Nach Angaben des Stadtoberhaupts gab er den Abschluss der Lieferungen bei einem Treffen mit dem Vizepräsidenten der Europäischen Investitionsbank, Karl Nehammer, bekannt. „Ich habe mich mit dem Vizepräsidenten der EIB-Gruppe, Karl Nehammer, anlässlich des Abschlusses des Projekts zur Lieferung von 85 neuen modernen Bussen nach Kiew getroffen. Sie alle verkehren bereits auf den Linien der Hauptstadt“, schrieb Klitschko. Der Bürgermeister dankte der EIB ausdrücklich für die Unterstützung bei der Erneuerung des Fuhrparks des kommunalen Unternehmens „Kiewpasstrans“ und betonte, dass die Ankunft der Fahrzeuge den städtischen Nahverkehr deutlich verjüngt habe.
Türkische Montage und Finanzierungsstruktur
Kiew kaufte die neuen Busse in der Türkei im Rahmen einer Finanzierungsvereinbarung mit der EIB im Rahmen des Projekts „Städtischer öffentlicher Verkehr der Ukraine“. Das EIB-Darlehen belief sich auf 18,5 Millionen Euro. Wie der Bürgermeister klarstellte, trafen die Fahrzeuge nicht in einer einzigen Tranche in der Hauptstadt ein, sondern in mehreren Chargen: Die Lieferungen liefen von September 2025 bis Juni 2026. Dieser phasenweise Zeitplan ermöglichte es, die Fahrzeuge schrittweise in Betrieb zu nehmen und die Belastung für Logistik und Personalschulung zu verteilen.
Barrierefreiheit und technische Ausstattung
Eine Hauptvoraussetzung des Projekts war die vollständige Eignung der Busse für mobilitätseingeschränkte Personen und Menschen mit Behinderungen. Die 12 Meter langen Fahrzeuge sind als Niederflurbusse ausgeführt und mit einer Rampe für den Zustieg von Fahrgästen mit eingeschränkter Mobilität ausgestattet. Nach Angaben des Bürgermeisters bietet jeder Bus 27 Sitz- und 80 Stehplätze. Darüber hinaus wurden die Fahrzeuge mit Informationsanzeigen, einer Klima- und Heizungsanlage, Überwachungskameras, Haltestellenansagen sowie energiesparender LED-Beleuchtung und getönten Scheiben ausgestattet — ein Paket, das Zugänglichkeit, Komfort und Sicherheit erhöhen soll.
Kontext: Umfassende Erneuerung des Hauptstadt-Fuhrparks
Die Lieferung von 85 türkischen Bussen ist Teil eines größeren Programms zur Modernisierung des öffentlichen Nahverkehrs in Kiew im Rahmen der Vereinbarung mit der EIB. Zuvor wurde berichtet, dass im Rahmen desselben Abkommens neue in der Ukraine hergestellte Trolleybusse, die ebenfalls vollständig für Menschen mit Behinderungen angepasst sind, auf den Linien der Hauptstadt eingesetzt wurden. Somit wird die barrierefreie Modernisierung des Fuhrparks in Kiew gleichzeitig in mehreren Bereichen umgesetzt — von Niederflurbussen bis hin zu Trolleybusen, was dem erklärten Ziel entspricht, den öffentlichen Nahverkehr für alle Fahrgastgruppen zugänglich zu machen.